Essen und Trinken

Die alten Germanen und wir Odins Vermächtnis

Was unterscheidet uns von den alten Germanen? "Sie lagen auf Bärenfellen und tranken immer noch eins?", wird behauptet. Wir sitzen heute am Tisch und trinken mal mehr und mal weniger. Der alte Germanen-Trunk Bier ist heute immer noch so etwas wie ein Nationalgetränk - man denke nur an das Oktoberfest. Da liegt übrigens auch so mancher am Boden, wenn auch nicht auf einem Bärenfell? Der andere berauschende Trank unserer Vorfahren - Met - ist heutzutage in die Ecke der Exoten gerückt. Heute kennen nur noch nord- und osteuropäische Gebiete eine Met-Tradition. In Großbritannien allerdings sind immer noch Rezepturen mit Met (englisch: Mead) bekannt und zum Teil in Gebrauch. In den klassischen Weinanbaugebieten in Süd- und Mitteleuropa ist der Met fast gänzlich ausgestorben.

Die Germanen stellten Met seit ältesten Zeiten her, zumal sie durch die riesigen Wälder über ausreichend Honig verfügten. Die Umwandlung des Honigwassers in Honigwein, der viel, viel besser schmeckte und sooo schön berauschte, machte Met zum Trank der Götter. Er wurde nicht nur in rauen Mengen getrunken, sondern diente auch als Trank bei kultischen Handlungen. Die "Edda" enthält detaillierte Beschreibungen von regelrechten Saufgelagen der Germanen und den Folgen am nächsten Tag.

Met wurde auch gegen Krankheiten verwendet. Vieles ist Aberglaube, aber etliches bewirkt Met aber doch. Heute weiß man, dass Honig und Met eine antibakterielle Heilungskraft besitzen. Gegurgelt lindert er Halsentzündungen und getrunken hilft er bei Magen- und Darmbeschwerden. So manche Mutter greift auch heute noch zum Honigtopf, wenn der Sprössling mit aufgeschrammten Knien nach Hause kommt: Honig hilft nämlich, Abschürfungen gut heilen zu lassen. Übrigens auch bei kleineren Verbrennungen und Brandblasen zu empfehlen.

Kochen mit Met dürfte heutzutage nicht mehr zum Standard der deutschen Küche gehören. Zeit, das zum Beispiel mit leckeren Hähnchen-Filets in schokoladiger Met-Marinade auf Saffranrisotto zu ändern:

Malzvogel im Goldnest

Zutaten (4 Personen):

4 Hähnchenbrustfilets, 2 EL Sahne, evtl. etwas Creme fraiche, evtl. geröstete Mandelsplitter

Marinade:
50 g Bitterschokolade (minestens 70% Kakao, besser 80%)
150 ml "Wilhelm Wolfs Bernstein Met MALZ"
2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenpüree
1 Messerspitze Chilipulver
Salz, Muskat, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
evtl. Honig

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Marinade in einem kleinen Topf vorsichtig erhitzen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Filets mit der Marinade in eine Plastiktüte geben und diese fest verschlossen im Kühlschrank eine oder mehrere Stunden ziehen lassen.

Die Filets abtropfen lassen und in einer heißen Pfanne mit etwas Fett scharf auf beiden Seiten anbraten. Zusammen mit der Marinade in eine feuerfeste Form geben und im vorgeheizten Ofen ca. 15 bis 20 Min. fertig garen.

Filets herausnehmen und die Marinade in einem kleinen Topf mit etwas Sahne sämig abbinden und abschmecken, evtl. ein wenig Creme Fraiche zugeben

Risotto:
200 g Arborio-Reis (oder anderen Rundkornreis)
1 EL Butter
3 Schalotten oder 1 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
200 ml "Wilhelm Wolfs Bernstein Met GOLD"
200 ml Hühnerbrühe, Bouillon, Gemüsefond oder Wasser
einige Saffranfäden oder gemahlenen Saffran (sehr sparsam anwenden, da sehr intensiv)
Salz, Estragon, frischgemahlener schwarzer Pfeffer
1 Messerspitze geriebene Orangenschale oder 1 EL Orangensaft

Zubereitung:

Schalotten und Knoblauch in feine Würfel schneiden und in der Butter goldgelb anschwitzen. Den Reis zugeben, kurz durchschwenken und mit dem Met ablöschen. Alle Würzen (außer der Orangeschale) zugeben und bei geringer Hitze einkochen lassen. Dabei nach und nach die Brühe zugeben. Oft umrühren! Kurz vor Schluss (das Risotto soll sämig und der Reis weich sein) die Orangenschale zugeben.

Das mit der Sosse nappierte Filet auf dem Risotto anrichten, evtl. mit gerösteten Mandelsplittern garnieren. Dazu schmecken ein Ruccolasalat mit Grapefruit/Orangenfilets und Apfelessig-Dressing und natürlich ein Glas Bernstein-Gold Met von Wilhelm Wolfs.

Tipp: Man sollte mit dem Risotto beginnen, bevor man anfängt, die Filets anzubraten. Dann wird alles gleichzeitig gar. Wichtig für das Rezept ist außerdem, dass wirklich ein hochwertiger trockener Met verwendet wird. Normaler handelsüblicher Met ist meist übersüßt und zum Genießen und Kochen nicht geeignet.

Guten Appetit!

Für Fragen und Bestellungen:

Johannes Hagemann, Wilhelm Wolfs Met & Fruchtweine
0160/98084257
johannes@bernstein-met.de

Quelle: ntv.de