Unterhaltung
Wer will schon alles von sich preisgeben?
Wer will schon alles von sich preisgeben?(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Samstag, 18. Juni 2011

Monis süßes Geheimnis: Sünden haben Folgen

Ein Geheimnis hat doch jeder, es muss ja nicht die Leiche im Keller sein. Viele haben sogar viele Geheimnisse, manche leben sogar davon - am besten die, die Geheimnisse anderer Leute ans Licht der Öffentlichkeit zerren.

Mona Lisa lächelt und schweigt.
Mona Lisa lächelt und schweigt.(Foto: picture alliance / dpa)

Stellen Sie sich vor, Sie wüssten alles. ALLES! Das ist ein schrecklicher Gedanke. Wie viel Spannung, Überraschung, Dankbarkeit würde uns entgehen, wie viel Langeweile, Kummer und Überdruss hätten wir tagtäglich. Was hätte Mona Lisa noch Geheimnisvolles an sich, wenn wir wüssten, ob Leonardo da Vinci wirklich Lisa del Giocondo und keinen minderjährigen Liebhaber gemalt hat? Oder seine Mutter oder sich selbst oder einfach nur eine Figur aus seiner Phantasie? Das Rätsel bleibt und Mona Lisa lächelt weiter geheimnisvoll. Und auch Regenwald, Kosmos und Tiefsee bergen noch genügend Geheimnisse für Generationen von Forschern.

Geheimnisse sind tolle Arbeitgeber. Geheimdienste aller Staaten beschäftigen eine Armada von Schnüfflern, Privatdetektive leben mehr oder weniger gut davon, Schlafzimmer auszuleuchten. Der Film- und Fernsehindustrie geht der Stoff, aus dem die Träume sind, nie aus. Und da in jedem Menschen ein kleiner (mindestens ein kleiner) Voyeur steckt, gibt es leider auch Big Brother.

Hanni schweigt, Moni plaudert

Wo warst Du? Wahrscheinlich eine der am häufigsten gestellten Fragen.
Wo warst Du? Wahrscheinlich eine der am häufigsten gestellten Fragen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ich gestehe, auch ich möchte gern hinter so manches Geheimnis kommen. Zum Beispiel hinter das meiner Katze Hanni. Wohin verschwindet sie ständig? Erkennt sie das Motorengeräusch meines Autos? Denn ich bin vor dem Gartentor noch nicht richtig ausgestiegen, da ist die dicke Hanni wie ein Kugelblitz schon da. Hanni blinzelt mich hintergründig an und schweigt. So werde ich wohl ewig versuchen, hinter ihr Geheimnis zu kommen (vermutlich erfolglos).

Hinter das Geheimnis (besser gesagt, hinter ein Geheimnis) meiner Freundin Moni bin ich schon gekommen. Sie hat es mir verraten - und nun ist es keins mehr.

Goldgelb und köstlich.
Goldgelb und köstlich.(Foto: Wikipedia)

Jedes Mal, wenn wir im Garten grillen, lächelt Moni so hintergründig wie meine Katze Hanni und sagt: “Ich bringe sie wieder mit.” “Sie” sind - Buchteln, auch bekannt als Ofennudeln. Ich habe schon in Böhmen und in Österreich Buchteln gegessen, aber Monis Buchteln sind halt Monis Buchteln. Ich verrate Ihnen heute Monis geheimes Buchtel-Rezept - und gleich mein Buchtel-Geheimnis dazu: Mir schmecken die Buchteln am nächsten Tag noch viel, viel besser! Oft genug ist das Dessert nach dem Grillen gar nicht mehr zu schaffen, weil alle nudelsatt sind. Ich habe da gar nichts dagegen … denn am nächsten Tag aufgebacken sind die Buchteln absolut lecker: Der Boden, der die Butter aufgesogen hat, wird dann schön knusprig. Aber Achtung: Der Boden verbrennt auch recht schnell!

“Monis Buchteln“ haben es allerdings ganz schön in sich - das reinste Hüftgold, aber ab und zu eine kleine Sünde darf man sich doch gönnen:

Zutaten:

500 g Weizenmehl
80 g Zucker
375 ml Milch
50 ml Öl
1 Prise Salz
¾ Würfel frische Hefe oder 1 Pä Trockenhefe
ca. 125 g Butter
ca. 50 g Mandelblättchen
brauner Rohrzucker
Marmelade

Zubereitung:

Die Hefe zerbröseln und mit etwas Zucker und 3 EL Milch verrühren. Abdecken und bis zum Aufgehen etwa 20 Minuten an einem warmen Ort stellen.

In der Zwischenzeit Mehl, Zucker, Salz vermengen. Die Milch mit dem Öl mischen und handwarm erwärmen.

Den Hefeansatz mit dem Mehlgemisch verkneten und dabei die Milch-Öl-Mischung unterkneten. Abdecken und 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dann den Teig - er ist recht klebrig - noch einmal mit etwas Mehl durchkneten und 10 Kugeln daraus formen.

Die Butter flüssig machen und etwa die Hälfte davon in eine Auflaufform geben.

Die Kugeln flach drücken (etwa 1 cm dick) und jeweils 1 EL Marmelade draufgeben. Die Teigränder über der Marmelade gut zusammendrehen und mit der gedrehten Seite nach unten in die flüssige Butter stellen. Mit einem Teigpinsel die Butter von unten an den Seiten der Buchteln nach oben ziehen. Die restliche Butter auf die Oberflächen der Buchteln pinseln. Darüber etwa 50 g Mandelblättchen streuen und großzügig den Rohrzucker drüberstreuen. Das Ganze bei 180 Grad Celsius 30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Tipp: Bei Verwendung von Trockenhefe entfällt das Ansetzen des Hefestücks.

Guten Appetit wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: n-tv.de