Essen und Trinken

Lady in red Verführung pur

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Die roten Powerkugeln sind eine leckere und gesunde Nascherei.

(Foto: dpa)

Jetzt gibt es sie wieder voller Saft und Aroma: die süßen Früchte des Sommers. Zwar sollen die aus Nachbars Garten bekanntlich am besten schmecken, doch "ehrlich währt am längsten", und also geht man in den Supermarkt und holt sich die süßsäuerliche Verführung namens Johannisbeeren. Bei unseren Nachbarn tragen die roten Beerchen so hübsche Namen wie Ribisel (Österreich) oder Meertrübeli (Schweiz). Ribisel erinnert an den lateinischen Namen der Gattung Ribes.

Namensgeber für das Beerenobst ist Johannes der Täufer, denn um den 24. Juni herum, dem Gedenktag der Geburt, werden die ersten Sorten reif. Doch erst nach dem Johannistag, nämlich im Juli, sind die Johannisbeeren richtig da, dann findet man sie auf allen Märkten. Schon 1543 hat der Kräutergelehrte Leonhart Fuchs geschrieben: "Die Sant Johanstreublin werden auß keiner andern ursachen so genent, das sie umb S. Johans des Teüffers tag reiff und zeitig werden."

Die Geschichte der Züchtung verschiedener roter, schwarzer und weißer Johannisbeeren lässt sich bis zu 500 Jahren zurückverfolgen. Schon damals waren unsere Vorfahren ihrem erfrischenden Geschmack verfallen. Neben dem feinen Geschmack sind vor allem die gesunden Inhaltsstoffe hervorzuheben, die die Johannisbeeren zu den wertvollsten Beerenfrüchten überhaupt machen.

In einer Handvoll der roten Powerkugeln stecken bereits 35 Milligramm Vitamin C. Weiterhin liefern sie Kalium, Eisen und Magnesium. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen macht die roten Johannisbeeren zu einer wirksamen Vorbeugung gegen Krebs. Darüber hinaus verhindern Phenolsäuren und Flavonoide gemeinsam mit Vitamin C auch Cholesterinablagerungen an den Arterienwänden und beugen Bluthochdruck und Herzinfarkt vor. Ballaststoffe fördern die Darmtätigkeit, tragen ebenfalls zur Cholesterinsenkung bei und schützen vor Krebstumoren im Magen-Darm-Trakt.

Der Geschmack der kleinen roten Früchte ist je nach Sorte süß-sauer bis erfrischend herb-säuerlich. Rote Johannisbeeren sind heiß geliebt als Gelee, Rote Grütze und Sorbet, als Dessert und Fruchtgetränk und als Torten- und Kuchenbelag, zum Beispiel auf einem "Johannisbeerkuchen mit Mandeln":

Zutaten für den Teig:
400 g Mehl
180 g Zucker
20 g Hefe
100 ml fettarme Milch
150 g Butter
2 Eier

Zutaten für den Belag:
1 kg rote Johannisbeeren
6 EL Gelierzucker

Zutaten für die Streusel:
200 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
125 g Zucker
1 Pä Vanillezucker
200 g Butter

Zutaten für die Mandeln:
2 EL Butter
2 EL Zucker
100 g Mandelblättchen

Zubereitung:
Die Beeren von den Stielen zupfen, waschen und gut abtropfen lassen. Mit Gelierzucker bestreuen und ziehen lassen.

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten, bis der Teig Blasen wirft. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Mehl, Mandeln, Zucker und Vanillezucker mischen. Die Butter mit den Händen darunter kneten, so dass Streusel entstehen. Beiseite stellen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Auf dem gut gefetteten Blech den Teig ausrollen. Die Beeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen und etwa 20 Minuten backen. Dann die Streusel auf dem Kuchen verteilen und weitere 30 Minuten backen.

Für die Mandeln die Butter schmelzen, Zucker zufügen und auf kleiner Hitze langsam karamellisieren lassen. Wenn die Masse gleichmäßig hellbraun ist, die Mandelblättchen zugeben und weiter rühren. 5 bis 10 Minuten vor Ende der Gesamtbackzeit (50 Minuten) die Mandeln auf dem Kuchen verteilen und fertig backen.

Den Kuchen auskühlen lassen und dann in Stücke schneiden.

Guten Appetit wünscht Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de