Essen und Trinken

Süße Jungs Versuchung am Arbeitsplatz

Eine angenehme Arbeitsatmosphäre ist die halbe Miete. Gute Chefs sorgen für selbige. Das geht ganz einfach, ist mitunter aber nichts für Gewichtsproblematiker.

"Sachsen, Sachsen - das ist starker Tobak!" Was Dichterfürst Goethe damit auch gemeint haben mag - Sachsen ist auf alle Fälle eine Reise wert. Die Sachsen, so heißt es, sind "gemiedlich" (gemütlich), gastfreundlich und genießerisch veranlagt. Wer schon einmal die Sächsische Schweiz, das Elbland, Erzgebirge oder Vogtland, Leipzig, Dresden oder Meißen besucht hat, weiß, dass man dort immer schmackhaft speisen kann, egal ob fürstlich oder rustikal. Auch wer Kunstschätze sehen will, traditionelles Handwerk bestaunen oder hochkarätige Musik hören will, ist in Sachsen an der richtigen Adresse. In Sachsen werden Trauben zu preisgekrönten Weinen gekeltert, Porsche, VW und Phaeton gebaut, Porzellan, Uhren und Geigen hergestellt. Das Bundesland hat die meisten Dampfeisenbahnen in Deutschland und eine historische Raddampferflotte, auf der man die Elbe beschippern kann. Wer hoch hinaus will, klettert im Elbsandsteingebirge. Über 1.200 Kilometer Wanderwege von seelenruhig bis nervenkitzlig alleine in der Nationalparkregion und etwa 1.100 Klettergipfel mit mehr als 15.000 verschiedenen Kletterwegen finden sich hier.

Zurück zu Gourmets und Gourmands: Sachsens Suppen und Soßen waren schon früher berühmt. Johann Friedrich Baumann beschreibt 1854 in seinem Buch "Die Dresdener Köchin oder die feine und allgemeine bürgerliche Koch-, Brat und Backkunst der neusten Zeit" immerhin 75 Suppen und 74 Soßen.

Doch auch der Kuchen ist aus des Sachsens Leben nicht wegzudenken. Süß und fein muss er sein, mit viel Rosinen und Mandeln. Da fällt uns natürlich gleich der Dresdner Christstollen ein, der inzwischen die ganze Welt erobert hat. Berühmt sind auch die Meißner Fummeln, die in der Stadt an der Elbe seit Beginn des 18. Jahrhunderts gebacken werden: "Der Bäcker nimmt 'nen Batzen Luft, bläst bissel Teig drum rum; schon zieht der Fummel würz'ger Duft ins liebe Publikum". Ganz so einfach dürfte es nicht sein. Man kann das luftballongroße Gebäck noch heute in der Meißner Konditorei Zieger bekommen. Über Rezept und Zubereitung schweigen sich die Bäcker aber aus.

Die Sachsen lieben also Süßes. Meine Chefs sind zwar aus Hessen, aber ebenfalls bekennende Süßmäuler. Hanno hat sich "endlich wieder mal 'was Süßes" bei "Essen & Trinken" gewünscht. Dem Manne kann geholfen werden - vielleicht bäckt er ja mal einen "Sächsischen Buttermilchkuchen" für die ganze Redaktion:

Zutaten für den Teig:

600 g Mehl
400 g Zucker
500 ml Buttermilch (ohne Zusätze)
1 Pä Backpulver
1 Pä Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone

Zutaten für den Belag:

150 g Zucker
400 g Kokosraspeln
50 g gehobelte Mandeln

Zutaten für den Guss:

200 g flüssige Sahne
100 g zerlassene Butter

Zubereitung:

Mehl sieben und mit dem Backpulver vermengen. Buttermilch, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale verrühren. Nach und nach das Mehl unterrühren. Es entsteht ein flüssiger Teig.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Alle Zutaten für den Belag mischen.

Ein Kuchenblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. Den Belag auf dem Teig verteilen. In dem vorgeheizten Ofen etwa eine halbe Stunde backen. In der Zwischenzeit die Butter für den Guss zerlassen.

Auf dem frischen, noch heißen Kuchen löffelweise die Sahne und die zerlassene Butter verteilen.

Der Kuchen ist einfach herzustellen (schaffen auch Chefs!) und ist schön saftig. Gewichtsproblematiker strecken aber vermutlich die Kuchengabel. Viel Spaß wünscht trotzdem Heidi Driesner

Quelle: ntv.de