Essen und Trinken

Curry schnell gemacht Wärme von innen

Curry kennt bei uns doch jeder! Spätestens, wenn es als scharfes Pulver mit Tomatenmark vermischt auf einer Bratwurst landet, erinnert man sich an das gelbe, pikant schmeckende Pulver. Aber was ist Curry eigentlich? Tim Curry ist Schauspieler im finanziell wohl erfolgreichsten Kultfilm "Rocky Horror Picture Show", der seit mehr als 20 Jahren Fans in die Kinos lockt. Auch wenn Curry in dem schrillen Streifen unheimlich heiß ist, soll es hier nicht um ihn gehen ...

Curry ist ursprünglich die tamilische Bezeichnung für eine Art Ragout oder Eintopf. Erst die Engländer haben das Wort während der indischen Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert auf die in diesen Gerichten verwendeten Gewürzmischungen übertragen. Die Gewürzmischungen als Pulver werden in der indischen Küche prinzipiell nicht verwendet, sondern nur für den Export hergestellt.

Curry ist heute in Indien der Oberbegriff für beliebige Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichte mit Soße. Die dafür verwendeten Gewürzmischungen sind dort Pasten, heißen Masala und werden in jedem Haushalt nach alten Familienrezepten selbst zusammengestellt. Die wesentlichen Bestandteile für Currypasten sind: Chili, Pfeffer, Kardamom, Koriandersamen, Ingwer, Kreuzkümmel und Muskat. Außerdem können sich Zimt, Muskat, Bockshornkleesaat, Nelken und Macis in den Mischungen wiederfinden. Die Bestandteile für Masala sind regional sehr unterschiedlich. So können die Mischungen süßlich pikant bis extrem scharf ausfallen.

Der Hauptbestandteil jeder Currymischung sollte allerdings Kurkuma sein. Es wird auch Gelbwurz oder gelber Safran genannt und enthält den Pflanzenwirkstoff Curcumin, der die typisch gelborange Farbe in das Gericht zaubert. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und stammt aus Süd- und Südostasien. Kurkuma wird in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda zu den "heißen" Gewürzen gezählt und soll reinigenden und energiespendenden Einfluss haben. Die gelben Pigmente des Kurkuma sollen zudem krebs- und entzündungshemmende Wirkungen besitzen. Kurkuma erhöht nachweislich die Gedächtnisleistung. Mich wärmt es von innen bis zu den Füßen, macht wach, satt und das Beste: Es schmeckt nach weiter Welt. Probieren Sie doch einmal mein "Curry mit Hähnchenbrust":

Zutaten für 4 Personen:

500 g Hähnchenbrust
2 große Zwiebeln
3 Paprikaschoten (am besten bunt)
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
2 kleine Büchsen gehackte Tomaten
1 Zucchini
1 Aubergine
3 Stangen Sellerie
1 Stange Lauch
1 Büchse Kokosnussmilch
3 El rote Curry-Paste (aus dem Asia-Laden)
1 El Hot-Mango-Chutney (aus dem Asia-Laden)

Als Gemüse kann man sämtliche Knollen der Saison verwenden. Pilze, Broccoli, Erbsen und Kartoffeln sind auch möglich. Außerdem können geschälte Äpfel und Ananasstücken zugegeben werden. Diese machen das Gericht etwas süßer. Vegetarier können das Fleisch durch Sojaschnitzel oder Tofuwürfel ersetzen.

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und klein schneiden. Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse hinzufügen und leicht anbraten. Bitte erst das harte Gemüse und nach und nach das weichere hinzufügen. Umrühren nicht vergessen! Zum Schluss kommen gepresste Knoblauchzehen und geriebener Ingwer hinzu. Alles noch einmal gut erhitzen und im Auge behalten.

In einer Pfanne das in Würfel geschnittene Fleisch (Tofu oder Sojaschnitzel) mit Öl auf großer Hitze anbraten. Währenddessen die beiden Büchsen gehackte Tomaten zum Gemüse hinzufügen und ordentlich umrühren. Spätestens jetzt riecht es schon phantastisch in der Küche. Das Fleisch zum Gemüse geben und wieder rühren. Das Ganze auf kleiner Flamme kurz weiter köcheln lassen. Zum Schluss kommen Curry-Paste und Kokosnussmilch hinzu, die jeweilige Menge richtet sich nach Ihrem Geschmack. Die Kokosnussmilch rundet das Curry auf sanfte Weise ab und gibt ihm eine besonders exotische Note.

Vorkochen erwünscht!

Ähnlich wie beim Eintopf wird auch das Curry, wenn es ein oder zwei Tage kühl steht, immer besser. Zum Curry können alle Langkorn-Reissorten gereicht werden. Wer vom Geschmacksfeuerwerk noch nicht genug hat, der sollte sich noch einen Teelöffel vom Mango-Chutney darunter mischen oder vorsichtig dazu essen. Die Zubereitungszeit beträgt zwischen 30 und 40 Minuten.

Guten Appetit und viel Wärme wünscht Ihnen Jana Köhler

Quelle: ntv.de