Essen und Trinken

In der "Toscana des Nordens" Wechselbad der Gefühle

Asche auf mein Haupt! Heute ist schon Freitag und der "Rezepttag" schon vorüber. Doch ich habe Ihnen von einem Verwandtenbesuch in der Uckermark ein Kuchenrezept mitgebracht. Die meisten Zutaten dürften sich zu Hause finden, den Rest können Sie schnell auf dem Heimweg von der Arbeit einkaufen. Deshalb will ich heute keine lange Geschichte erzählen (oder Sie damit langweilen). Nur ein klitzekleines bisschen Werbung machen für einen Landstrich, der mitunter vergessen wird. Langsam spricht es sich aber herum, dass man dort ganz gut Urlaub machen kann.

Der brandenburgische Landkreis Uckermark liegt zwischen Berlin und dem polnischen Szczecin (Stettin) und ist Deutschlands größter Landkreis. Mit 3.058 Quadratkilometern lässt die Uckermark sogar ein Bundesland wie das Saarland hinter sich. Fans der weiten Landschaft nennen sie auch "Toscana des Nordens". Die Uckermark hat stille Seen und sanfte Hügel, Tabakfelder und Schafherden. Ihre Schönheit erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Und man sollte immer eine Jacke einstecken haben: Selbst an heißen Sommertagen kann es überraschend windig werden.

Wenn in Templin am 23. Dezember die Natur Therme nach neunmonatiger Schönheitskur endlich wieder ihre Pforten öffnet, bietet ein Urlaub in der Uckermark noch mehr Service. Das Therapie-, Wellness- und Beautyzentrum wurde komplett umgestaltet. Die Saunalandschaft wurde um noch zwei Saunen erweitert: Die neue Galeriesauna im Außenbereich gibt es in dieser Form erst das zweite Mal in Deutschland. Im Innenbereich bietet das Prießnitzbad ein besonderes Vergnügen: Bei einer Temperatur von etwa 60 Grad sorgt ein Blatteisregen für ein prickelndes Wechselbad der Gefühle. "Kurz und kalt" war das Motto von Vinzenz Prießnitz, dem "Genie des Wassers" (1799-1851), der – ähnlich wie Pfarrer Kneipp – auf den Wärme-Kältereiz setzte. Sein Credo: "Man muss den Körper nur vollständig reinigen von Hitze und Unrat und ihn stärken, dann hört die Krankheit von selbst auf".

Ich jedenfalls freue mich schon auf einen Kurzurlaub, um nach Weihnachtsstress und Silvestersünden Geist und Sinne "renovieren" zu lassen. Vielleicht fahre ich ja auf dem Rückweg mal wieder bei Schwägerin Helga und Schwager Hans vorbei, um leckeren "Mandarinen-Quarkkuchen" zu essen:

Zutaten (für 1 Kuchenblech):

1 kg Quark
200 g Margarine
300 g Zucker
4 Eier (trennen)
2 ½ Pä Vanillepudding
1 TL Backpulver
1 Do Mandarinen (geht auch mit Pfirsichen)
1 Prise Salz

Zubereitung:

Margarine, Zucker und 4 Eigelb cremig rühren. Quark durch ein Sieb streichen und dazugeben. Puddingpulver unterrühren. Alles gut verrühren. Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen und zum Schluss unterheben.

Das Obst gut abtropfen lassen. Madarinenstücke einmal durchschneiden. Das Blech mit Backpapier auslegen. Die Hälfte der Teigmasse darauf gießen, die Obststücke darauf verteilen und den Rest des Teigs darüber gießen. Etwa 1 Stunde bei 200 Grad backen.

Tipp: Die Obststückchen können auch oben auf den Teig gegeben werden. Sie sinken beim Backen etwas ein, und der Kuchen sieht dann hübsch "gefleckt" aus. Außerdem schmeckt dieser lockere Quarkkuchen auch ganz ohne Obst.

Viel Spaß wünscht Heidi Driesner

Quelle: n-tv.de

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