Musik

Latin-Pop deluxe Shakira tanzt die Sorgen weg

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Ungewöhnliche Pose für das Energiebündel Shakira.

Es lebe die Liebe und das Leben! Überall auf der Welt Katastrophen - da tut es ganz gut, wenn sich Shakira ein musikalisches Luftschloss aus guter Laune und Party-Vibes bastelt. So scheint zumindest für ein Stündchen mal durchgehend die Sonne.

Feurige Rhythmen, Hüftschwung-Ekstasen und die pure Lebensfreude: Wer sich mit dem Latin-Pop-Archiv der vergangenen 20 Jahre beschäftigt, der stolpert irgendwann zwangsläufig über den Namen Shakira. Die mittlerweile zweifache Mutter und Ehefrau von Barça-Star Gerard Piqué lässt auch vier Jahre nach ihrem letzten Hit-Schaffen ("Shakira") nichts anbrennen und beweist dieser Tage, dass sie noch immer völlig zu Recht vom oberen Ende der Latin-Pop-Nahrungskette grüßt.

Bereits die eröffnende, von knarzigen Elektro-Nebengeräuschen befeuerte Liebeserklärung an ihren Gatten lässt das Herz eines jeden Fans von südamerikanischen Sound-Vibes höher schlagen ("Me Enamoré"). Aber nicht nur Gerard Piqué wird anno 2017 von Shakiras Liebeswahn bezirzt. Auch der Rest der Welt wird von der Kolumbianerin umarmt, geherzt und gedrückt.

Sicher, Shakiras Shaun-das-Schaf-Organ ist nicht jedermanns Sache. Und das eine oder andere langgezogene Määäh oder Möööh hätte sich die Señora vielleicht auch verkneifen können. Aber abseits der saftig grünen Wiesen beeindruckt Shakira dafür umso mehr. Das gemeinsam mit Maluma gezündete Tanz-Feuerwerk "Chantaje", das schon fast in Richtung Folk-Pop schielende "Coconut Tree" und die zusammen mit Carlos Vives in Musik gegossene Radrundfahrt "La Bicicleta": Shakira lässt sich nicht lumpen und serviert ihren Fans genau das, was sie von ihrer Heldin mit dem markanten Hüftschwung erwarten.

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Danach ein schönes Bad in Eselsmilch.

Mit lupenreinem Latin-Pop, der im Verbund mit kurzweiligen Richtungswechseln in die Bereiche Rock und Lagerfeuer-Pop auch Anhänger anderer Genres aufhorchen lässt, trifft die Kolumbianerin mal wieder voll ins Schwarze. Größtenteils in Spanisch vorgetragen, kreisen die Dreiminüter wie Konfettischnipsel um eine glitzernde Dancefloor-Diskokugel herum. Alles funkelt. Alles glänzt.

Heller Glanz durch Latino-Vibes

Und während Shakira mit dem Party-Zepter in der Hand über den Latin-Pop-Red-Carpet spaziert, stehen viele involvierte Kollegen applaudierend Spalier. Darunter so illustre Größen wie Nicky Jam ("Perro Fiel"), Black M ("Come Moi"), Prince Royce ("Deja Vu") und die kanadischen Offbeat-Experten von MAGIC! Sie alle fungieren als mitköchelnde Zuarbeiter, die mit ihrem pointiert eingestreuten Know-how belegen, dass nicht immer viele Köche auch zwangsläufig den Brei verderben. Bisweilen entsteht so nämlich ein durchaus "schmackhaftes" Fünf-Sterne-Menü, das man, wie im Fall von "El Dorado", ohne Probleme zu mehreren Hochzeiten servieren kann.

Rock, Pop, Folk und natürlich ein über allem thronender Latino-Vibe lassen Shakiras neuesten Studiostreich in hellem Glanz erstrahlen. In Zeiten, in denen klassische Singer/Songwriter vermehrt auf Spoken-Words-Tour gehen, Punk-Combos wilder denn je vor Regierungsgebäuden auf der ganzen Welt um sich schlagen und gängige Popmusik mit immer nachdenklicheren Lyrics um die Ecke kommt, kann  eine knappe Dreiviertelstunde Frohsinn schon mal ganz gut tun. In diesem Sinne: ¡Muchas Gracias, Shakira!

Quelle: n-tv.de

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