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Samstag, 02. Juni 2018

Fotos zeigen Leben in Ruinen: Die Vergessenen des Copacabana Palace

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Von Weitem sieht es aus, als wären die Bauruinen, die am Rande von Rio de Janeiro stehen, völlig verlassen. Doch kommt man näher, ... (Foto: Peter Bauza)

Von Weitem sieht es aus, als wären die Bauruinen, die am Rande von Rio de Janeiro stehen, völlig verlassen. Doch kommt man näher, ...

Von Weitem sieht es aus, als wären die Bauruinen, die am Rande von Rio de Janeiro stehen, völlig verlassen. Doch kommt man näher, ...

... sieht man, dass hier gelebt wird ...

... und geliebt! Rund 300 Familien wohnen in den Ruinen, die ironisch auch Copacabana Palace genannt werden, ...

... und in denen es weder Strom noch Wasser oder Kanalisation gibt - dafür Krankheiten, jede Menge Müll und eine Mückenplage.

Die Menschen haben sich in den Ruinen trotzdem so gut es geht eingerichtet und für manche ...

... sind sie der einzige Ort, an dem sie frei leben können. Für Transsexuelle beispielsweise, die in Brasilien oft verfolgt werden.

Auch wenn Leben und Tod im Copacabana Palace besonders nah beieinander zu liegen scheinen, ...

... leben viele Menschen seit Jahren oder gar Jahrzehnten hier - weil sie die steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können, arbeitslos geworden sind oder ihr Viertel von Drogengangs terrorisiert wird.

"Wer hier überlebt, muss intelligent sein", sagt der Fotograf Peter Bauza, ...

... der 14 Monate lang immer wieder in die Ruinen zurückkehrte, ...

... um das Leben der Menschen dort zu dokumentieren.

Und die sind in der Tat einfallsreich: Manche ...

... verdienen sich - wie dieser junge Mann - mit dem Sammeln von Sperrmüll etwas Geld, ...

... und Edilane hält ihre neun Kinder mit dem über Wasser, was sie in einem selbst eingerichteten Internetcafé verdient. Dafür hat sie aus zehn alten, kaputten Computern einen funktionierenden zusammengebaut.

Für Kinder sind die Ruinen auch ein bisschen Abenteuerspielplatz ...

... und gefeiert wird dort natürlich auch. "Auch im Copacabana Palace gibt es glückliche Menschen", sagt Fotograf Bauza. Obwohl fast alle hier wegwollen, ...

... ist die Ruine für sie doch ein Zuhause. (ftü)

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