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Freitag, 27. April 2018

Die Erotik der Dinge: Es ist nicht, wonach es aussieht

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Deutschland ist ein Land der Sammler: Die einen sammeln Quietscheentchen, die anderen ... (Foto: imago stock&people)

Deutschland ist ein Land der Sammler: Die einen sammeln Quietscheentchen, die anderen ...

Deutschland ist ein Land der Sammler: Die einen sammeln Quietscheentchen, die anderen ...

... Briefmarken und die Besserverdiener nicht selten ...

... Oldtimer. In der Generation der Jungen sammelt der eine oder andere ...

... Spielzeugsoldaten, in der Generation der Alten ...

... sind es nicht selten Flaschen. Zum Lachen ist zumindest Letzteres wahrlich nicht - skurrile Sammelleidenschaften gibt es aber durchaus. Etwa Dinge, die aussehen wie ...

... Hitler! Diese Teekanne ist nur ein Beispiel dafür, mit wie viel Fantasie einige Instagram-User unter dem Hashtag #lookslikehitler ihrem skurrilen Hobby nachgehen. Auch Prominente sind übrigens nicht davor gefeit, ...

... eher unheimliche Sammlerattitüden zu entwickeln: Hollywood-Star Angelina Jolie verriet in einem Interview einst, dass sie ...

... die (benutzten) Wundpflaster ihrer Kinder in Marmeladengläsern aufbewahrt. Würg! Da ist das ebenfalls leicht abnorme Sammelverhalten ...

... der beiden Sexualwissenschaftler Alfred Kinsey (1894-1956, im Bild, Mitte) und Magnus Hirschfeld (1868­1935) schon eher museumstauglich: Die beiden haben zeitlebens Dinge zusammengetragen, die ...

... zwar eine bestimmte Funktion haben, deren Form aber Raum für erotische Assoziationen lässt - zum Beispiel der Nussknacker in Form von Frauenbeinen. In Kombination mit der Sammlung von Naomi Wilzig (1934-2015) ...

... ist auf diese Weise genug Material für die Ausstellung "Erotik der Dinge" (3. Mai bis 27. August) im Berliner Werkbund Archiv zusammengekommen. Zu sehen gibt es neben dem Relax-A-cizor - einem elektrisches Stimulationsgerät für Frauen aus dem Jahr 1955 - auch ...

... den Auflegevibrator "Kushi" in Form einer Muschel zu sehen. Ganz im Sinne von Sex, Drugs & Rock'n'Roll steht ...

... das Telefon "Rolling Stones", bei dem die Zunge als Hörer dient. Wem es . ...

... in den 1920ern noch nicht heiß genug war, der machte sich mit einem Zigarettenetui und -anzünder samt Darstellung einer Nackten warme Gedanken. Die Ausstellung beleuchtet die Frage, was Erotik, Sexualität und Pornografie ...

... unterscheidet. Warum denken wir beim Anblick der Roten Helmschnecke unwillkürlich an weibliche Formen - und wieso ...

... gilt die Darstellung des David von Michelangelo bis heute als Inbegriff männlicher Anziehungskraft? Laut einer Studie der Ohio State University in Mansfield denken Männer im Schnitt 18,6 Mal am Tag an Sex - Frauen immerhin 9,9 Mal. Kein Wunder also, dass plötzlich ganz alltägliche Dinge ...

... zu erotischen Objekten werden: Eine speziell geformte Schrippe zum Beispiel oder ...

... ein profaner Glas-Isolator für Stromleitungen. Natürlich täuscht der erste Eindruck nicht immer: Ein Überbleibsel aus dem 1933 zerstörten Institut für Sexualwissenschaft ist etwa ...

... ein japanisches Dildo-Kästchen, das auch genau so aussieht. Hergestellt aus Materialien wie Jade, Horn, Metall und Holz diente es wohlhabenden Damen zums Amüsement. Optisch eindeutig seiner Funktion zuzuordnen ist auch ...

... der Auflegevibrator "Sakura" aus dem Jahr 2013. Eher an ein Thermometer erinnert hingegen ...

... der Vibrator "Minamo" aus dem Jahr 2014. Und fast schon schmerzhaft ist der Gedanke daran, dass ...

... der Penisring "JNamo", der eher wie eine Haarklammer aussieht, tatsächlich seine Funktion erfüllt haben soll. Die "Erotik der Dinge" umfasst aber auch das profane Buch - wie etwa ...

... die Publikation von Magnus Hirschfeld und Richard Linsert zum Thema Aphrodisiaka aus dem Jahr 1930. Erotik spiegelt eben immer auch die Zeit wider, ...

... in der sie gelebt wurde. Manchmal durch explizite Darstellungsformen - wie im Falle dieser chinesischen Teekanne - und manchmal durch ...

... implizierte Anspielungen - etwa auf einen Fetisch. Denn was für den einen der Liebestöter schlechthin ist, mag für den anderen Gegenstand nächtlicher Fantasien sein. Also, Kopfkino anschalten! (jug)

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