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Freitag, 09. März 2018

Elf Quadratmeter, Küche, Bad: Meine neue Wohnung - ein Schuhkarton

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... Paris ...

... Paris ...

Überall auf der Welt das gleiche Bild: Die Menschen zieht es vom Land in die Großstädte. Sei es New York City, ...

... Paris ...

... oder Frankfurt am Main. Schwarmstädte nennen Experten diese Metropolen - und sie wachsen immer schneller. Nicht nur in Berlin ...

... hat diese Entwicklung starke Auswirkungen auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt. Die Mieten steigen unaufhörlich. Alteingesessene Kiezbewohner sprechen längst von Verdrängung. Und gerade für junge Familien ...

... wird die Wohnungssuche zu einem nervenzehrenden Kraftakt. Wo es zusätzlich an Platz mangelt, müssen neue Konzepte des Bauens her - und Architekten reagieren darauf mit ...

... neuen Ideen, um Wohnlichkeit auch auf limitiertem Raum zu gewährleisten. Der Gedanke des Mikro-Wohnens ist keineswegs neu und er hat schon in der Vergangenheit kuriose Blüten getragen. Der russische Fischer Alexander Romanzow ...

... baute sich seine Mini-Lodge kurzerhand mitten auf das Eis des Jenissei in Sibirien. Heizung inklusive.

Auch der chinesische Hobby-Architekt Dai Haifei hat nicht sehr viel Beinfreiheit in seinem selbstgebauten, bewohnbaren Ei in Peking. Weil die Mieten in der Metropole so hoch sind, dass ...

... sich der junge Mann keine Wohnung leisten kann, hat er sich seine Mikro-Unterkunft kurzerhand aus Bambus, Isoliermaterial und Solarpanelen selbst zusammengebaut. Sein Wohn-Ei mag zwar ein echter Hingucker sein, ...

... doch eine dauerhafte Lösung für den Wohnungsmangel in Großstädten ist das Konzept sicherlich nicht. Professioneller gingen die Architekten des New Yorker Carmel Place ans Werk, ...

... einem modernen Wohnblock in Manhattans Kip's Bay. Die 55 Studios in dem Gebäude messen lediglich 24 bis 34 Quadratmeter. Dennoch gewannen die Architekten mit ihrem Konzept den AIA Institute Honor Award - vor allem, weil ...

... sie die Effizienz eines Mikro-Apartments mit cleveren Wohnideen voll ausschöpfen. Im Badezimmer kann sich der Mieter zwar ...

... gerade einmal um die eigene Achse drehen. Doch im kombinierten Wohn- und Schlafzimmer zeigt sich, ...

... wie platzsparend die Architekten geplant haben. Ein Schrankbett lässt der Mieter tagsüber einfach verschwinden. Und wenn Gäste zum Dinner kommen, ...

... bietet ein ausziehbarer Küchentisch genügend Platz für fünf Personen. Um aus der Not eine Tugend zu machen, braucht es übrigens nicht immer einen Innenarchitekten - in Seattle ...

... leben die Bewohner eines sechsstöckigen Apartmenthauses ebenfalls auf engstem Raum. Wie sie ihre 18,5 Quadratmeter gestalten, überließ der Hausbesitzer weitgehend ...

... der Kreativität der Mieter. Einer von ihnen ist Kris King, der zunächst selbst schockiert war über die Größe des Apartments. 600 Dollar zahlt er für die Wohnung nahe der Innenstadt von Seattle, ...

... dabei ist sie kaum größer als so manche Parklücke. Allein sein Bett verstellt die Hälfte der Wohnfläche - von "Besser wohnen" kann also kaum die Rede sein. Nicht nur in Seattle, sondern auch in ...

... Hongkong ist das Wohnen für Normalverdiener kaum noch erschwinglich. Schon jetzt bauen die Architekten in der chinesischen Metropole in die Höhe. Und tatsächlich mag der Ausblick von einem der Apartments ...

... für ein paar der fehlenden Quadratmeter entschädigen. Problematisch ist das Leben in der Mega-City dennoch - denn irgendwie sieht es in so einer Mikro-Wohnung ...

... immer auch ein bisschen rumpelig aus, wenn man sich nicht zu helfen weiß. Dass sich aber auch auf engstem Raum ein Wohlfühleffekt einstellen kann, ...

... hat Andy Knight mit seiner "wandelbaren Wohnung" in Hongkong bewiesen. Überall versteckt sich Stauraum - etwa unterm Wohnzimmertisch. Seine Badewanne dient ...

... bei Nichtbenutzung als Sitzmöbel - und unterm Küchenboden öffnet sich wie aus dem Nichts ein Vorratsraum. Geplant hat er das alles selbst. Not macht eben erfinderisch! Dieses Motto gilt nicht nur für Amateure, sondern auch für Experten. Geht es um Mikro-Apartments, setzen einige Architekten ...

... mittlerweile verstärkt auf modulares Denken. Architekt James Law widmet mit seinem "Opod" sogar Tunnelröhren aus Beton zum Wohnraum um - und das äußerst geschickt. Auf nur elf Quadratmetern ...

... gibt es nicht nur genügend Platz für ein Gespräch unter vier Augen auf der Sofabank, darunter versteckt sich auch ...

... eine weitere Liege: So kann das Sitzmöbel ohne große Anstrengung in ein Doppelbett verwandelt werden. Auch in Deutschland ist "Tiny Living" - das Leben im Kleinen - angekommen: Im Hamburger "Woodie" besteht jede Wohneinheit aus einem Holzmodul, das ...

... quasi nach dem Lego-Prinzip auf die anderen Module aufgesetzt wurde. Innerhalb weniger Monate ist auf diese Weise ein Wohnheim mit genügend Platz für 371 Studenten entstanden. Gebaut wurde außerdem ...

... nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit: Nicht nur außen, ...

... sondern auch innen besteht nahezu alles aus Holz. Um die 19 Quadratmeter optisch größer wirken zu lassen, wurde schwarzer Bodenbelag verlegt. Und obwohl sich die Studenten auch im "Woodie" ...

... theoretisch auf dem Klo sitzend abduschen könnten, gibt es in Berlin noch eine Steigerung: Das Mini-Apartment "tiny100" ...

... ist gerade mal 6,4 Quadratmeter groß. Wohnzimmer, Küche, Arbeits- und Schlafplatz: Das alles haben Industriedesigner Raphael Behr und seine Mitstreiter zwischen vier Wänden untergebracht. Das Ziel ist, ...

... die Schuhschachteln für 100 Euro im Monat zu vermieten - sobald eine geeignete Immobilie gefunden ist. Dort sollen dann auch Gemeinschaftsräume für die Mieter entstehen - falls sie mal ihre Beine ausstrecken wollen. Derweil haben die Architekten Andreas Rauch und Simon Becker die Dächer der Stadt als Bauland entdeckt und ...

... planen Mini-Wohnungen, die auf ungenutzte Hausdächer aufgesetzt werden können. Stolze 25 Quadratmeter sollen sie messen und den Namen "cabin spacey" tragen. Die Zukunft des Wohnens erfordert eben auch ein bisschen Galgenhumor. (jug)

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