Bilderserie
Samstag, 14. April 2012

New York Auto Show mit neuem Mut: Das Imperium kehrt zurück

Bild 1 von 42
Wahrscheinlich bringt das skurrile Flug- und Fahrgerät Terrafugia, das viele auf der New Yorker Automesse faszinierte, ... (Foto: REUTERS)

Wahrscheinlich bringt das skurrile Flug- und Fahrgerät Terrafugia, das viele auf der New Yorker Automesse faszinierte, ...

Wahrscheinlich bringt das skurrile Flug- und Fahrgerät Terrafugia, das viele auf der New Yorker Automesse faszinierte, ...

... die optimistische Grundstimmung in der nordamerikanischen Autoindustrie auf den Punkt. Das Ding ist quasi ein Auto mit ausklappbaren Flügeln

Es kann aber nicht nur vom Boden abheben, ...

... es hat auch eine US-Straßenzulassung erhalten. Was will man mehr? Angesichts der jüngst veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal 2012 ...

... ist die Stimmung im Jacob Javits Convention Center gut, ...

... dort wo alljährlich die New York International Auto Show stattfindet. Kaum vorstellbar, ...

... dass zum Beispiel General Motors und Chrysler - ...

... zwei der großen Drei aus Amerikas Autostadt Detroit - noch vor wenigen Jahren fast kollabiert wären.

Heute hat sich GM dank erheblicher staatlicher Unterstützung quasi neu erfunden.

Chrysler ging bekanntlich eine Ehe mit Fiat ein und taucht immer häufiger hinter dem stolzen alten Logo der Konzerntochter Lancia auf. Es geht aber auch in umgekehrter Richtung: ...

... im kompakten neuen Dart der Chrysler-Tochter Dodge steckt viel von Alfa Romeos Giulietta. In den USA hat diese strategische Partnerschaft dem drittgrößten Hersteller offenbar nicht geschadet: ...

... seit 2011 hat die Chrysler Group über 40 Prozent hinzugewonnen, im ersten Quartal diesen Jahres erstaunliche 34 Prozent.

Diese Rekordzahlen als Lebenszeichen einer wiederbelebten US-Schlüsselindustrie sind umso erstaunlicher, weil auch die Kraftstoffpreise kräftig gestiegen sind. US-Amerikaner haben sich inzwischen an rund ...

... vier Dollar pro Gallone (rund vier Liter) Sprit gewöhnen müssen. Insofern wundert es nicht, das Selbstzünder immer attraktiver werden und Mazda auf der Messe das Diesel-Konzept Takeri vorstellt.

Und auch Porsche mag dieser Trend bewogen haben, in New York den Cayenne als Diesel in den Vordergrund zu stellen.

Durchschnittlich sind die Autos auf US-amerikanischen Straßen rund elf Jahre alt. So alt wie fast nirgendwo sonst. Jetzt, da das Prinzip Hoffnung wieder regiert, ...

... herrscht natürlich enormer Nachholbedarf. Neben den stark nachgefragten kompakteren Limousinen wie dem neu vorgestellte Impala von Chevrolet - ein berühmter Name aus vergangenen Zeiten - ...

... zählen auch die Crossover und die verschiedenen SUV-Varianten zu den Bestsellern in allen Preisklassen.

Kaum ein Hersteller, der auf der Messe nicht einen dieser Lifestyle-Mischungen zeigte: Cadillac mit dem Luxus-Crossover SRX, ...

... Lexus mit dem RX, ...

... Hyundai zeigt den neuen und in den USA allseits beliebten Santa Fe und ...

... Buick feiert mit dem Enclave ein weiteres Kapitel seiner Auferstehung.

Da passen beispielsweise die Messepremieren von Mercedes-Benz wie maßgeschneidert zur Aufbruchstimmung. Die M-Klasse ist zwar der Bestseller unter den SUVs mit dem Stern und ...

... hat sich im Vergleich zum März letzten Jahres noch mal um über 45 Prozent gesteigert. Doch nun kommt auch der komplett neu entwickelte luxuriöse GL hinzu ...

... sowie das Facelift des kompakten Lifestyle-SUV GLK. In einer anderen Liga spielt eher das dritte Début, ...

... der SL 65 AMG.

Auch BMW setzt mit der neuen 6er-Reihe und ...

... der X1-Modellpflege auf eine langfristig positive Entwicklung des US-Automarkts.

So viel Erholung war schon lange nicht mehr. Und so viel Interesse an alternativen Antrieben. E-Fahrzeuge und Hybride im Angebot zu haben, ...

... gehört zum nachhaltig orientierten Zeitgeist. Aber auch US-Amerikaner schrecken noch vor den Preisen zurück, ...

... obwohl Lincoln beispielsweise für seinen MKZ aktuell lediglich ...

... 34.755 Dollar aufruft. Und wer hätte geahnt, ...

... dass in Kalifornien bereits 30 mit Brennstoffzellen betriebene B-Klasse-Modelle von Mercedes in privater Hand herumfahren? Bis Ende des Jahres soll sich diese Zahl sogar verdoppeln.

Aber trotz dieser Trends sind die USA nach wie vor auch das Land der Car Guys und der scheinbar unbegrenzten Motoren. Natürlich sieht man auf dieser Messe jede Menge bulliger Geländewagen und ...

... die großen Pick-ups wie das auch heute meistverkaufte Fahrzeug in den USA: ...

... die riesigen F-Series-Pritschenwagen von Ford (wenngleich mit hauseigener Eco-Boost-Technologie).

Auf Eco und Öko verzichten freilich jene Autos, die auch traditionell die Träume beflügelt haben: die Muscle Cars und bösen Supersportwagen.

Es gibt sie noch, und es gibt sie wieder: zum Beispiel die neue Viper von Dodge im Sportoutfit von Hausspezialist SRT ...

... die mit Zehnzylinder und 8,4-Litern Hubraum auftrumpft.

Oder das klassische Muscle Car von Shelby auf der Basis des Ford Mustang GT500, ...

... das über 1000 Pferdestärken entfesseln soll.

Und auch sie werden ihre Käufer finden.

weitere Bilderserien