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Mittwoch, 03. Januar 2018

Endlich ein H-Kennzeichen: Diese Autos werden 2018 Oldtimer

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... während der Dreitürer zum Beispiel mit 73 PS schon in diesem Jahr "H"-würdig ist. Mit 1800 Euro liegt der Einstiegspreis hier auch am unteren Ende. (Foto: Renault)

... während der Dreitürer zum Beispiel mit 73 PS schon in diesem Jahr "H"-würdig ist. Mit 1800 Euro liegt der Einstiegspreis hier auch am unteren Ende.

30 Jahre ist das her, dass der Corrado als sportliche Speerspitze bei VW fahren durfte. Doch nicht nur er kann sich 2018 das H-Kennzeichen anheften. Als Nachfolger des Scirocco kam 1988 das beim Karosseriebauer Karmann in Osnabrück gefertigte Coupé auf den Markt.

Doch sein Geheimnis lag eigentlich im Kürzel G60. Es bezeichnete einen mechanischen Spirallader (G-Lader), der die aus dem Golf GTI übernommene 1,8-Liter-Maschine zur Leistungssteigerung mit viel verdichteter Luft versorgte.

Ergebnis: Der Corrado übertraf in Sachen Fahrleistungen und mit 160 PS den damaligen Konkurrenten Opel Kadett 2.0i GSi 16V, der es lediglich auf 150 PS brachte. Heute werden für einen solchen Oldtimer mindestens 9500 Euro fällig.

Auch der Opel Kadett 2.0i GSi 16V wird im März 2018 30 Jahre alt.

Allerdings geht es hier wirklich nur um die oben genannte Motorisierung. Den GSi selbst gibt es seit 1984. Das Triebwerk wurde übrigens bis 1991 in dem GSi-Modellen verbaut.

Wurzelholz fürs Interieur, ein Zwölfzylinder unter der langen Haube und ein elektrisches Verdeck - das war 1988 das Kennzeichen der neue Offenheit beim Jaguar XJ-S 5.3 Cabriolet.

Jaguar ließ mit dem Cabrio dem ab 1981 gebauten Coupé ein so schnelles wie luxuriöses Fahrzeug folgen. Der potente Sonnenanbeter trug maßgeblich zum Erfolg der Baureihe bei - anders als der Targa-artige Vorgänger mit sehr breitem Überrollbügel.

Aus einem 5,3 Liter großen V-Motor wurden 295 PS generiert. Heute dürften mindestens 24.200 Euro für ein gut erhaltenes Jaguar XJ-S 5.3 Cabriolet fällig werden.

BMW überraschte die Fans schneller Autos 1988 mit einem neuen M5. Gekürzte Federn, stärkere Stabilisatoren und gebaut bei der BMW Motorsport GmbH, ...

... so rollte der Dampfhammer auf Basis des 535i der neu eingeführten Baureihengeneration an die Startlinie.

Aus 3,5 Litern Hubraum seines Reihensechszylinders erwuchsen 315 PS. Damit konnte der Luxusgleiter in gut sechs Sekunden auf Tempo 100 rasen.

Mit seiner Spitze von 250 km/h lag er auf dem Niveau des Vorgängers.

Wer die auf 340 PS aufgebohrte Version mit H-Kennzeichen möchte, muss bis 2022 warten. Erst dann wir der Bolide zum Oldtimer. Andernfalls werden für das 30-jährige Schmuckstück etwa 24.400 Euro zu berappen sein.

Auch die Ingolstädter brachten ein Auto für ambitionierte Hobbysportler heraus, das sich allerdings auch als Luxuslimousine verstand: Audi V8.

Der kurz V8 genannte Wagen trat im leicht umgeschneiderten - und selbstverständlich vollverzinkten - Gewand des Audi 200 auf.

Unter der Haube werkelte ein 3,6-Liter-V8 mit zwei oben liegenden Nockenwellen, der immerhin 250 PS zur Verfügung stellte.

Das Triebwerk sorgte für eine Spitzengeschwindigkeit von 244 km/h und beschleunigte die knapp zwei Tonnen in 7,9 Sekunden auf Landstraßentempo. Auch hier folgte 1992 eine stärkere Version. Heute kommt der Audi V8 mit 9500 Euro fast preiswert daher.

Jedenfalls, wenn man einen Blick auf den Mercedes 190 E 2.5-16V wirft. Die Krönung des Baby-Benz kostet nach 30 Jahren im Schnitt immer noch 22.700 Euro.

Als habe es die oft verspottete kleine Baureihe W 201 des bis dahin nur mit größeren Limousinen befassten Herstellers nötig gehabt, ...

... bekam sie eine Sportverkleidung mit Schwellern und Spoilern - zunächst in einer ...

... 2,3-Liter-Version, ab 1988 dann auch mit 2,5 Litern Brennkammervolumen und 16 Ventilen.

Heute ist der auf 194 PS erstarkte 190er ein gesuchter Klassiker, dessen Wert immer noch steigt.

1987 wurde das Basismodell des Sierra geliftet, im Frühjahr des Folgejahres reichten die Kölner die Cosworth-Variante nach - ...

... 204 PS stark, generiert aus einem zwei Liter großen Vierzylinder-Turbomotor.

Über fünf handgeschaltete Gänge bretterte die viertürige Limousine per Heckantrieb in 6,4 Sekunden auf Tempo 100, das Maximaltempo lag bei 242 km/h. Auch der Sierra Cosworth ist heute mit 19.600 Euro kein Schnäppchen.

Der Opel Vectra A war als neuer VW-Passat-Gegner angetreten und sollte den Ascona ablösen. Dank des guten Rufs des Vorgängers zählte Opel 50.000 Vorbestellungen, ...

... noch bevor das neue Auto bei den Händlern eintraf. Als Stufen- und als Schrägheck (ab 1989) kam die Rüsselsheimer Mittelklasse zu den Kunden. Ihr Cw-Wert von 0,29 war damals eine Ansage.

Es gab Vergasermotoren, Direkteinspritzer und einen ersten Diesel mit Turboaufladung. Ohne Beatmung kam der 1.7 D aber auf nur 57 PS. Für den 2.0i als viertürige Limousine mit 115 PS gilt heute ein Richtpreis von etwa 2500 Euro.

15 Jahre nach dem Ur-Passat von 1973 rollte der B3 heran, als Stufenheck ...

... sowie als weitaus populärerer Kombi Variant. Im Vergleich zum Vorgänger handelte es sich um eine völlige Neuentwicklung, ...

... die als Raumwunder gepriesen wurde, was sich beim Variant in einem Kofferraumvolumen von 521 Litern bemaß. Topmodell war der Sechzehnventiler mit 136 PS. Für den Vierventiler 1.8 Variant mit 107 PS werden heute noch etwa 2900 Euro berechnet.

Der Renault R 19 ging als Golf-Konkurrent, der auch Fiat Tipo oder Toyota Corolla Marktanteile abjagen sollte, ebenfalls 1988 ins Rennen.

Die technisch völlige Neuentwicklung war noch dazu ein Designstück. Für die Karosseriegestaltung zeichnete der italienische Star-Designer Giugiaro verantwortlich.

Mit fast 400 Litern Kofferraumvolumen und der umlegbaren Rückbank war der Franzose der Konkurrenz voraus. Das Stufenheck Chamade und ...

... die Cabrioletversion folgten 1989 und 1991. Die Oldie-Interessenten müssen sich bei ihnen also noch gedulden, ...

... während der Dreitürer zum Beispiel mit 73 PS schon in diesem Jahr "H"-würdig ist. Mit 1800 Euro liegt der Einstiegspreis hier auch am unteren Ende.

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