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Montag, 04. November 2013

Jahresabschluss der Autoindustrie: Letzte Ausfahrt Los Angeles

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Einer der Höhepunkte in Los Angeles dürfte der neue Porsche Macan sein, der nur wenige Stunden vor seinem Tokio-Debüt in Kalifornien Weltpremiere feiert. Das Mittelklasse-SUV wird das neue Einstiegsmodell der Marke und soll für neue Höhenflüge beim Absatz sorgen. Die technische Basis stammt vom Konzernbruder Audi Q5, ...

Einer der Höhepunkte in Los Angeles dürfte der neue Porsche Macan sein, der nur wenige Stunden vor seinem Tokio-Debüt in Kalifornien Weltpremiere feiert. Das Mittelklasse-SUV wird das neue Einstiegsmodell der Marke und soll für neue Höhenflüge beim Absatz sorgen. Die technische Basis stammt vom Konzernbruder Audi Q5, ...

Einer der Höhepunkte in Los Angeles dürfte der neue Porsche Macan sein, der nur wenige Stunden vor seinem Tokio-Debüt in Kalifornien Weltpremiere feiert. Das Mittelklasse-SUV wird das neue Einstiegsmodell der Marke und soll für neue Höhenflüge beim Absatz sorgen. Die technische Basis stammt vom Konzernbruder Audi Q5, ...

... optisch orientiert sich der Allrader aber am Luxus-SUV Cayenne. Auch beim Motorenangebot setzt der Porsche sich ab: Das Leistungsband startet erst bei 245 PS und reicht bis zum 400 PS starken Turbo-Benziner. Die Preise dürften bei rund 47.500 Euro beginnen.

Ebenfalls eine Premiere auf zwei Kontinenten gibt es bei Mini. Die BMW-Tochter stellt die nunmehr dritte Generation ihres Kleinwagens seit der Übernahme vor und bleibt dabei beim Retro-Erfolgsrezept. Die typischen Rundscheinwerfer erhält sich der Kleinwagen genauso wie die knackigen Proportionen, ...

... insgesamt geht der Lifestyle-Flitzer aber etwas rundlicher und dynamischer in die neue Runde. Beim Antrieb setzt die Marke erstmals auf eigene Motoren und führt einen 1,5-Liter-Dreizylinderbenziner mit bis zu 136 PS ein. Die stärkeren Modelle werden von einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit bis zu 192 PS angetrieben.

Auf den Markt kommt die neue Generation des Mini in der ersten Jahreshälfte 2014, wohl weiterhin zu für diese Fahrzeugklasse gehobenen Preisen, ab rund 16.000 Euro.

Dritter deutscher Debütant ist das BMW 4er Cabrio. Wie bereits der Vorgänger setzt der offene Münchner auf ein Metalldach anstelle des klassischen Stoffverdecks. Durch einen "absorbierenden Himmel", wie BMW es nennt, soll die Geräuschdämmung verbessert worden sein. Ist das Dach geöffnet und im Heck verstaut, ...

... hebt es die serienmäßige Beladehilfe bei Bedarf an und erlaubt einen einfacheren Zugang zum Gepäck. Der Fahrersitz wurde neu konstruiert und ist serienmäßig elektrisch verstellbar. Damit es bei offenem Dach nicht zu kalt wird, ist für Fahrer- und Beifahrerplatz optional ein Nackenwärmer erhältlich.

Die Motorenpalette teilt sich das Cabrio mit dem 4er Coupé: Zur Markteinführung stehen der Reihensechszylinder-Benziner 435i mit 306 PS, der Vierzylinderbenziner 428i (245 PS) und der Vierzylinderdiesel 420d mit 184 PS zur Wahl. Die Preisliste beginnt zunächst bei 46.300 Euro für den 420d mit dem kleinen Diesel.

Auch Porsche wird in LA offen vorfahren. Mit einem Einstiegspreis von 174.431 Euro schickt Porsche die Turbo-Varianten des 911 Cabriolets nach Kalifornien. Als Motor kommt jeweils der aus dem Turbo-Coupé bekannte 3,8-Liter-Boxerbenziner zum Einsatz.

Wie gewohnt wird der offene 911-Turbo über alle vier Räder angetrieben. Dabei greift er auf den jüngst in den Carrera-4-Modellen vorgestellten überarbeiteten Allradantrieb zurück. Das System mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung leitet nun bei Bedarf mehr Kraft an die Vorderachse.

Wer will, kann aber natürlich den Fokus auch auf Geschwindigkeit legen. Dann sprintet der Turbo in 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Der Turbo S benötigt 0,3 Sekunden weniger. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bis zu 318 km/h. Ab Dezember gibt es den offenen Fahrspaß auch in Deutschland.

Audi wird die US-Amerikaner mit dem A3 Sportback e-tron überraschen. Bereits auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2013 hatte der Hersteller eine seriennahe Studie gezeigt, auf der IAA stand die Serienversion, die ab dem Frühjahr 2014 auch bei den Händlern ist und die Audi jetzt auch in LA präsentiert.

Der teilelektrische Audi setzt auf einen Plug-in-Hybridantrieb, der dank Steckdosenanschluss eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern ermöglichen soll. Für den Vortrieb sorgt in diesem Fall ein 102 PS starker E-Motor, der im Gehäuse des Doppelkupplungsgetriebes untergebracht ist. Den Part des Verbrenners im Hybrid-Verbund übernimmt ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 150 PS. Arbeiten beide Triebwerke zusammen, stemmen sie 204 PS auf die Kurbelwelle.

Mercedes schickt für das betuchte kalifornische Pulikum die aktuelle Speerspitze der S-Klasse in den Ring. Der bullige Zwölfender firmiert unter dem Kürzel S 65 AMG. Aus 6 Liter Hubraumwerden 630 PS generiert und ...

... gewaltige 1000 Newtonmeter auf die Kurbelwelle gewuchtet. Bei einem Kickdown dürfte hier der Asphalt brennen. Der Spurt auf 100 km/h gelingt in 4,0 Sekunden. Die Markteinführung erfolgt gemeinsam mit dem S 63 AMG im März 2014.

Aber natürlich ist die Autoshow in LA auch eine Spielwiese der US-amerikanischen Hersteller. Die wollen wie immer nicht kleckern, sondern klotzen. Cadillac zeigt in Los Angeles die Neuauflage seines Riesen-SUV Escalade.

Der mindestens 5,18 Meter lange Allrader kann auch in einer 5,70 Meter langen Variante bestellt werden und bietet dann viel Platz. Dafür, dass der große Luxus-Cadillac von der Stelle kommt, sorgt ein 6,2-Liter-V8-Benziner mit 425 PS.

Der Escalade wird ab Frühjahr 2014 in Texas gebaut und ist ab Ende nächsten Jahres auch in Europa zu haben. Preise wurden noch nicht bekannt gegeben. Zuletzt kostete der Vorgänger in Deutschland ab 78.520 Euro.

GM kann es noch bigger mit dem Chevrolet Suburban. Neun Sitzplätze oder bis zu 3891 Liter Gepäckraum, verteilt auf 5,70 Meter und ein Leergewicht von 2,6 bis 2,9 Tonnen: ...

... Kein Wunder, dass der Chevrolet Suburban in Europa zu den großen Ausnahmeerscheinungen gehört. Zu brutal wirkt der Ahnherr aller SUVs auf unseren Straßen, ...

... und zu groß ist wohl auch der Durst der zwei über 320 PS starken V8-Motoren mit 5,3 oder 6,0 Litern Hubraum, die es auch im 2014er Modell geben wird.

Aber in den USA liebt man die Wuchtbrumme. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Konzernschwester GMC in LA mit dem baugleichen ...

... Yukon XL um die Ecke kommt. Unter der Haube der Nobel-Variante "Denali" wummert 6.2 V8 mit 426 PS.

Eine Nummer kleiner ist der Chevrolet Tahoe mit nur 5,18 Metern. Angetrieben wird er aber vom gleichen V8-Aggregat wie der Suburban und ...

... zieht damit fast vier Tonnen Anhängelast hinter sich her. Ebenfalls im Reigen der "Fat Boys" dabei ist ...

... ein Brite. Erstmals seit 20 Jahren gibt es wieder eine Langversion des Range Rover. Der gestreckte Geländewagen soll vor allem Kunden in China, dem Nahen Osten und den USA als Alternative zu extralangen Oberklasselimousinen locken.

Das Längenwachstum um rund 20 Zentimeter auf 5,20 Meter soll vor allem den Passagieren in der zweiten Reihe zugutekommen. Dort legt die Beinfreiheit um 14 Zentimeter zu, wodurch auch ein spezieller Einzelsitz mit großzügig verstellbarer Lehnenneigung Platz findet.

Für den Antrieb dürften die bekannten Motoren mit bis zu 510 PS zum Einsatz kommen, für 2014 ist ein Hybridantrieb angekündigt. Die Preisliste für den langen Geländewagen wird wohl erst jenseits der 150.000-Euro-Marke starten.

Auch Ford baut sein SUV-Programm in Europa aus. Mit dem Mittelklassemodell Edge kommt 2015 der hierzulande bislang größte Crossover der Marke auf den Markt. In den USA ist der Konkurrent von Modellen wie Audi Q5 und BMW X3 bereits seit 2006 in erster Generation zu haben.

Die zweite Auflage, die dann auch nach Deutschland kommen soll, wird auf der Los Angeles Auto Show ihre Premiere feiern. Der Edge ordnet sich in der Modellhierarchie oberhalb des Mini-SUV Ecosport und des zuletzt deutlich gewachsenen Kompakt-SUV Kuga ein. Die Technik stammt vom neuen Mittelklasse-Modell Mondeo, ...

... auf dem auch die Vans S-Max und Galaxy basieren werden. Für den Antrieb dürften Vierzylinder-Turbomotoren zum Einsatz kommen, in den USA wird es wohl zusätzlich einen klassischen V6 geben. Ob der Europa-Edge auch hier gebaut wird, ist noch nicht bekannt. Als wahrscheinlicher gilt jedoch der Import aus den USA.

Mit dem neuen Urban SUV Konzept plant Honda einen neuen Mini-SUV in der Liga von Renault Captur, Nissan Juke und Opel Mokka. Der kleine Crossover mit Genen des kommenden Honda Jazz wird in Los Angeles erstmals gezeigt.

Der 4,30 Meter lange Geländewagen soll ab Anfang 2014 in Europa mit den aus Jazz und Civic bekannten Hybrid- und Dieselantrieben angeboten werden.

Mit dem kleinen Crossover besetzt Honda ein Segment, in dem die Japaner bis dato nicht präsent waren.

Wie man die sportliche Speerspitze der Marke Subaru weiterentwickeln könnte, zeigen die Japaner mit dem WRX Concept. Auf der IAA bereits ausgestellt, soll der Renner jetzt auch den US-Amerikanern schmackhaft gemacht werden.

Der WRX Concept ist breiter und flacher als das derzeitige Serienmodell. Die sportliche Version des Subaru Impreza ist als Vier- oder Fünftürer mit 300 PS ab 47.000 Euro erhältlich. Die Baureihe WRX wurde vor allem als Basisfahrzeug für Rallye-Einsätze bekannt.

Die Coupé-Variante des Jaguar F-Type kommt im Frühjahr 2014 auf den Markt. Premiere feiert der Sportwagen voraussichtlich in Los Angeles.

Bei Technik und Motorisierung gleicht der geschlossene Zweisitzer der offenen Version: ...

... Zur Wahl stehen zwei V6-Benziner mit 340 PS und 380 PS sowie ein V8 mit 495 PS – jeweils per Kompressor aufgeladen. Die Preise für den Porsche Cayman-Konkurrenten sind noch nicht bekannt, sie dürften aber bei rund 70.000 Euro starten.

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