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Donnerstag, 08. Februar 2018

Bären, Stahltropfen und Dackel: Olympia-Maskottchen - von kuschelig bis total skurril

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Glücklicherweise gibt es bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang keine Fehlgriffe, was das Maskottchen angeht. (Foto: dpa)

Glücklicherweise gibt es bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang keine Fehlgriffe, was das Maskottchen angeht.

Glücklicherweise gibt es bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang keine Fehlgriffe, was das Maskottchen angeht.

Mit dem weißen Tiger Soohorang gibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Spielen in Südkorea ein niedliches Gesicht.

Übersetzt bedeutet Soohorang Schutz und Tiger. Begleitet wird das kleine Raubtier von ...

... dem asiatischen Schwarzbären Bandabi, der das Maskottchen der Paralympics ist.

Vorgänger von Soohorang und Bandabi sind Vinicius und Tom. Sie treten 2016 in Rio de Janeiro in Erscheinung.

Bei dem gelben Männchen, das manche Kritiker als Mischung aus Affe und Katze beschreiben, handelt es sich um schlicht um eine Tierfigur.

Viele Athleten kritisieren die Olympischen Sommerspiele in Brasilien als die "schlechtesten Spiele aller Zeiten". Das lag vermutlich nicht nur an Vinicius.

Besser als das gelbe Tierwesen kommen Zaika, Bely Mishka und Leopard 2014 in Sotschi an.

Die Entscheidung für den Leoparden, den Hasen und den Polarbären fällt per Telefonabstimmung.

London wählt 2012 Wenlock, ein futuristisches Männchen mit nur einem Auge.

Der Name leitet sich von der britischen Ortschaft Much Wenlock ab, in der Pierre de Coubertin die Idee für die Wiederbelebung der Olympischen Spiele gehabt haben soll.

Ein Kinderbuch-Autor schreibt sogar eigens eine Geschichte zu dem Zyklopen, der an einen Stahltropfen angelehnt ist.

Wenlock soll zeigen, wie kuschelig Stahl sein kann. Na dann umarmen wir künftig mal einen U-Bahn-Pfeiler.

Zum Knuddeln sind dagegen die Maskottchen der Winterspiele 2010 in Vancouver.

Miga, eine Mischung aus Orca-Wal und Kermodebär, sowie Bigfoot Quatschi und ihr Freund Mukmuk, das Murmeltier, repräsentieren die Ureinwohner Kanadas.

Noch niedlicher können es nur die Chinesen. Bei den Sommerspielen 2008 in Peking laufen Wesen namens Fuwa auf: Beibei, Jingjing, Huanhuan, Yingying und Nini.

Dabei handelt es sich um einen Fisch, einen Panda, eine Fackel, eine Tibetantilope und eine Schwalbe.

Zusammengesetzt bilden die fünf Namen den Satz "Willkommen in Peking".

Wesentlich kühler halten es dagegen Neve und Gliz.

Zum Schmelzen bringen der Schneeball und der Eiswürfel aber weder Eisschnellläuferin Claudia Pechstein noch das Publikum im Winter 2006 in Turin.

Die Olympia-Maskottchen sollen eigentlich Wärme und Geborgenheit vermitteln. Vielleicht hätte man sich dann nicht für Eis und Schnee entscheiden sollen.

Athena und Phevos treten zu Olympia 2004 in Athen zum Duell an.

Die Geschwister sind antiken Göttern nachempfunden, können die Schmach der nicht zugesprochenen Spiele 1996 aber auch nicht wettmachen. Der 100. Geburtstag der Olympischen Spiele findet damals nämlich nicht in ihrer griechischen Heimat statt, sondern in Atlanta.

In Salt Lake City verkörpern Coal, Powder und Copper die Winterspiele 2002.

Der amerikanische Schwarzbär, der Schneeschuhhase und der Kojote sind an die Kultur der Ureinwohner Utahs angelehnt und tragen Ketten mit indianischen Felszeichnungen um den Hals.

Das sind Olly, Syd und Milie.

Die Maskottchen die Olympiade 2000 in Sydney tragen zwar einprägsame Namen, stehen aber nicht unbedingt für die bekanntesten Tiere Australiens. Der Ameisenigel, der Kookaburra und das Schnabeltier sollen Großzügigkeit, die Umwelt und das damalige Millenium repräsentieren.

1998 bei den Winterspielen in Nagano geht es dann maskottchenmäßig wieder verrückter zu: ...

... Nein, dass sind nicht die Teletubbies und die Snowlets entstammen auch nicht der Sesamstraße.

Die vier Eulen namens Sukki, Nokki, Lekki und Tsukki stehen ganz simpel für die vier Jahre zwischen zwei Winterspielen - auch Olympiade genannt. Kreativ ist das nicht gerade.

Auch in Atlanta ist es nicht besser: Bei Izzy handelt es sich nicht um den berühmten Karl Klammer des Microsoft-Word-Schreibprogramms (hier mit Sprinterin Grit Breuer), sondern ...

... um das erste abstrakte am Computer geschaffene Geschöpf. Die Figur der Sommerspiele 1996 ist nämlich erstmals keinem Tier nachempfunden.

In Lillehammer dürfen die Biathletinnen Uschi Disl, Antje Harvey Misersky und Sylke Hummanik mit Hakon und Kristin kuscheln.

Die beiden Königkinder tragen norwegische Wikingertracht und stehen für die Olympischen Winterspiele 1994.

Cobi, der katalanische Schäferhund, mutet besonders kubistisch an und ...

... ist das Maskottchen der Sommerspiele von 1992 in Barcelona, muss sich den Platz aber mit ...

... dem Kobold Magique teilen.

Denn 1992 gibt es zum letzten Mal sowohl eine Winter- als auch eine Sommerolympiade innerhalb eines Jahres. Magique ist im französischen Albertville im Einsatz.

Schon einmal finden die Olympischen Spiele in Südkorea statt, nämlich 1988 in Seoul.

Die Südkoreaner setzen mit Hodori schon einmal auf ein klassisches Tier. Der junge Tiger ist fester Bestandteil der koreanischen Kultur - und posiert hier mit Rennradfahrer Robert Lechner.

Wesentlich westlicher geht es im selben Jahr im kanadischen Calgary zu.

Die zwei Eisbären Hidy und Howdy tragen nicht nur sehr bezeichnende Namen, sondern ...

... auch sehr spezielle Kostüme, die gut zu einem texanischen Barbecue passen würden.

Noch US-amerikanischer ist eigentlich nur Sam, der Weißkopfseeadler.

Das Tier ist nicht nur Symbol der USA, sondern auch Maskottchen der Sommerspiele 1984 in Los Angeles.

Den rechten Gesellen haben wir schon vorgestellt, bei dem linken handelt es sich um ...

... den kleinen Wolf Vucko. Er sorgt 1984 bei den Spielen in Sarajevo für einen Imagewechsel.

Plötzlich gilt der Wolf in Bosnien-Herzegowina nicht mehr als furchterregend und ist stattdessen ...

... ein beliebtes Kuschelobjekt - nicht nur für die Eisschnellläuferinnen Andrea Schöne und Karin Kania, den Skispringer Jens Weißflog oder die Eiskunstläuferin Katarina Witt.

Mischa, der Bär erlebt 2014 in Sotschi ein Revival. Die erste Version taucht bei den Sommerspielen 1980 in Moskau auf.

Er ist damals so populär, dass ihm sogar ein eigener TV-Cartoon gewidmet wird. An seinem Gürtel hängen die fünf olympischen Ringe, die die fünf Kontinente symbolisieren.

Das ist Waschbär Rocky. Er soll eigentlich das lebende Maskottchen der Winterolympiade 1980 in Lake Placid im US-Bundesstaat New York sein. Doch Rocky Racoon stirbt kurz vor Beginn der Wettkämpfe und wird deshalb ...

... durch Roni Racoon ersetzt.

Streit gibt es nicht etwa wegen des gestorbenen Waschbärs, sondern wegen des Plakats, auf dem Roni ursprünglich die fünf Ringe berührt. Das ist zu viel für das IOC und wird deshalb geändert.

Das soll was genau sein?

Ah, ein Biber. 1976 werden die Olympischen Sommerspiele in Montreal abgehalten. Symboltier ist Amik.

Wirklich schöner ist der Schneemann von Innsbruck auch nicht.

Er heißt ganz schlicht Schneemann und verkörpert die "Spiele der Einfachheit". Na, wenigstens das ist gelungen.

Das erste offizielle Olympia-Maskottchen ist dieses kleine Kerlchen in zarten Farben.

Von Waldi, dem Dackel kann nicht einmal Fußballlegende Uli Hoeneß die Finger lassen.

Waldi wird 1972 in München sogar eine eigene Modekollektion gewidmet.

Der typische Bayer steht für Werte, die von Sportlern damals gefordert werden: Widerstandsfähigkeit, Beharrlichkeit und Beweglichkeit. Wadenbeißerei gehört wohl nicht dazu. (lsc)

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