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Freitag, 02. März 2018

Nicht mehr zu retten: Abriss des A20-Lochs hat begonnen

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Denn nachdem die Autobahn dort in den vergangenen Monaten ... (Foto: dpa)

Denn nachdem die Autobahn dort in den vergangenen Monaten ...

Der Begriff Autobahn-Loch bekommt an der A20 bei Tribsees gerade noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

Denn nachdem die Autobahn dort in den vergangenen Monaten ...

... immer weiter weggebröckelt war, ...

... hat nun der Rückbau begonnen.

Ein Bagger trägt den Straßenbelag ab.

Zuvor waren bereits Schutzplanken abmontiert worden.

Mit den Arbeiten sollen unter anderem Zufahrtswege für die Baufahrzeuge geschaffen werden, ...

... die später für den Rückbau des gesamten Straßendammes gebraucht werden.

Seit September 2017 waren die Schäden ständig größer geworden.

Kur darauf ist die A20 zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Bad Sülze nicht mehr befahrbar.

Wo eigentlich Autos in die Urlaubsgebiete an der Ostsee rollen sollen, klaffen immer größer werdende Löcher.

Schließlich erstrecken sich die Verwerfungen auf rund 95 Metern Länge.

Der Anblick, der sich den Messtrupps bietet, hat kaum noch etwas mit einer Autobahn gemein.

Der Bau der Autobahn war im Dezember 2005 nach elf Jahren Bauzeit abgeschlossen worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schnitt nahe dem nun abgebrochenen Teilstück das Band durch.

Der deutsche Autobahnplaner Deges bekräftigt schon beim Auftreten der ersten Schäden, ...

... dass die Autobahn auf dem Stand der damaligen Technik und des Regelwerks gebaut worden sei.

Doch 12 Jahre später zeigen sich zunächst Risse, kurz darauf brechen Teile der Fahrbahn regelrecht weg.

Über Wochen hinweg senkt sich der Boden Zentimeter für Zentimeter, bis dort schließlich lange und tiefe Krater klaffen.

Mehrere Tausend Kubikmeter Erde sacken weg.

Zunächst werden nur der Standstreifen und eine Fahrbahn gesperrt.

Gutachter gehen zu diesem Zeitpunkt noch davon aus, dass eine Vollsperrung nicht nötig sein wird.

Hilflos registrieren Beobachter jedoch, wie jeden Tag weitere Stücke der Autobahn in die Tiefe fallen.

Die A20 ist deshalb seit dem Herbst 2017 in diesem Bereich vollständig gesperrt.

Betreten verboten, vor allem für Gaffer. Denn selbst das Laufen hier ist inzwischen gefährlich.

Grund für die Probleme ist, dass die Autobahn über einer sogenannten Torflinse verläuft.

Diese war beim Bau mit vielen kleinen Betonkernen stabilisiert worden. Es könnte sein, dass diese Kerne die Last nicht gehalten haben.

Vermesser des Landesamtes kontrollieren zwischenzeitlich zweimal täglich mit Höhenmessungen die Fahrbahnoberfläche.

Doch längst haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet.

Der Autobahnabschnitt muss komplett neu gebaut werden.

Zunächst soll bis zum Spätsommer 2018 eine Behelfsbrücke aus Stahl errichtet werden.

Dem Schweriner Verkehrsministerium zufolge wird die Autobahn dann zumindest wieder einspurig in beide Richtungen befahrbar sein.

Die Ausschreibung dafür läuft bereits und auch Bundesverkehrsminister Christian Schmidt sagt die volle Unterstützung des Bundes zu.

"An Geld soll es hier wirklich nicht fehlen", so der Minister vor Ort.

Teuer wird der Ersatzbau des 700 Meter langen Abschnitts westlich und eines 100 Meter langen Abschnitts östlich der Trebel-Brücke in jedem Fall.

Mit maximal 150 Millionen Euro rechnet das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern, bis 2021 wird es wohl dauern. (sba/dsi)

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