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Donnerstag, 01. März 2018

Weiße Pracht in Marokko: Bergdorf leidet unter hartem Winter

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Die Hänge des Atlas-Gebirges sind in diesen Tagen schneebedeckt. (Foto: AP)

Die Hänge des Atlas-Gebirges sind in diesen Tagen schneebedeckt.

Die Hänge des Atlas-Gebirges sind in diesen Tagen schneebedeckt.

Seit Jahrzehnten hat es in den marokkanischen Bergen nicht mehr so heftig geschneit.

Zumindest die Kinder im Bergdorf Tighanimin ...

... können der ungewohnten weißen Pracht etwas abgewinnen.

Doch die meisten Dorfbewohner wünschen, der Schnee würde bald wieder tauen.

Das Dorf ist auch bei besseren Witterungsbedingungen schon schwer zu erreichen, nur auf engen und schlecht befestigten Straßen kommt man hierher.

Autos ohne Allradantrieb sind hier verloren, im Zweifelsfall sind Esel das Transportmittel der Wahl.

Doch jetzt ist das Dorf weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Die felsigen Bergpfade sind zum Teil zugeschneit, die Temperaturen liegen unter dem Gefrierpunkt.

Der knapp zwei Kilometer lange tägliche Schulweg der Kinder ist damit noch beschwerlicher und gefährlicher.

Für die Menschen im Dorf, die zumeist Hirten sind, bringt der Schnee noch mehr Probleme.

In der Nähe gibt es kaum noch Futter für die Tiere, also müssen sie an weit entfernte Weideplätze gebracht werden.

Auch die Suche nach Brennholz wird jeden Tag schwieriger.

Spätestens wenn die Sonne untergeht, ziehen sich die Menschen in die Häuser zurück.

Doch die Behausungen haben weder Strom noch fließendes Wasser.

In den kalten Nächten versammeln sich die Familien um den kleinen Ofen.

Durch die offenen Türen und Fenster weht Schnee herein.

Viele Männer des Dorfes würden sich normalerweise in Agadir oder Marrakech um Arbeit bemühen.

Doch daran ist derzeit nicht zu denken.

Die Alten wissen: Manchmal taut der Schnee erst im Juni. Es liegen noch harte Monate vor den Bewohnern von Tighanimin. (sba)

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