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Sonntag, 21. Juni 2015

Lack- und Lederfans legen ab: Das "Torture Ship" tuckert über den Bodensee

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Ob als Leder-Drache oder angekettet in Ganzkörper-Lackmontur: Vor den Augen Hunderter Schaulustiger sind am 20. Juni 2015 Lack- und Lederfans zu einer besonderen Bootstour über den Bodensee aufgebrochen. (Foto: dpa)

Ob als Leder-Drache oder angekettet in Ganzkörper-Lackmontur: Vor den Augen Hunderter Schaulustiger sind am 20. Juni 2015 Lack- und Lederfans zu einer besonderen Bootstour über den Bodensee aufgebrochen.

Ob als Leder-Drache oder angekettet in Ganzkörper-Lackmontur: Vor den Augen Hunderter Schaulustiger sind am 20. Juni 2015 Lack- und Lederfans zu einer besonderen Bootstour über den Bodensee aufgebrochen.

Mit ausgefallenen und einigen sehr offenherzigen Kostümen begaben sie sich auf das "Torture Ship".

Dabei ließen sich weder Besucher noch Teilnehmer vom Regenwetter beeindrucken.

Nach Angaben des Veranstalters war das Event ausverkauft, etwa 550 Menschen fuhren auf dem Schiff mit. 2000 Schaulustige an Land hätten die ausgefallenen Gäste begrüßt, heißt es.

Nach Kritik im Vorjahr musste sich das Erotikschiff an strengere Regeln halten. Beispielsweise gibt es keinen Darkroom mehr.

Die Bodensee-Schiffsbetriebe hatten ihre Regeln für Charterverträge verschärft. So darf es nun keine "gesonderten Einrichtungen für sexuelle Handlungen" mehr geben. Ein Swingerschiff wäre verboten - das "Torture Ship" darf aber fahren, weil es als Tanzschiff gilt.

Auch Betten sind an Bord tabu. Zudem ist das Schiff in diesem Jahr etwas kleiner, es hat ein Stockwerk weniger als im Vorjahr.

Die Erotikschiffe hatten 2014 hitzige Diskussionen in der Bodenseeregion ausgelöst. Eine CDU-Kommunalpolitikerin bezeichnete sie als "unanständig". Auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt lehnte die "Vermietung von Schiffen aus der BSB-Flotte für Sex-Veranstaltungen" ab.

Organisatoren müssen ab diesem Jahr ein Nutzungskonzept vorlegen und die geplante Veranstaltung beschreiben.

Weitere ähnliche Schiffe sollen in diesem Jahr nicht fahren. Die Veranstalter hatten sich im vergangenen Jahr heftig gegen die Kritik an ihren Schiffen gewehrt.

Das "Torture Ship" fahre bereits seit vielen Jahren auf dem Bodensee, sagte Siegmund damals. "Und jetzt tun alle so, als hätten sie noch nie was davon gehört." Er wehre sich auch jetzt noch gegen den Begriff Sex-Veranstaltung.

"Im Prinzip ist das wie beim Christopher Street Day. Da kommt ein ganz kunterbuntes Völkchen - Schwule, Lesben, Fetischisten. Die Leute freuen sich einfach, dass sie sich mal so anziehen können." (jki/dpa)

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