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Donnerstag, 05. Juli 2018

Extremdürre und Waldbrandgefahr: Die Feuerwehr kämpft bis zum Umfallen

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Kersten Blaschczok hat derzeit einen der wichtigsten Jobs in Deutschland: Der Teamleiter des Regionalverbands Ruhr (RVR) untersucht und dokumentiert die Folgen von Waldbränden - hier einen kleinen im nordrhein-westfälischen Haard. (Foto: dpa)

Kersten Blaschczok hat derzeit einen der wichtigsten Jobs in Deutschland: Der Teamleiter des Regionalverbands Ruhr (RVR) untersucht und dokumentiert die Folgen von Waldbränden - hier einen kleinen im nordrhein-westfälischen Haard.

Kersten Blaschczok hat derzeit einen der wichtigsten Jobs in Deutschland: Der Teamleiter des Regionalverbands Ruhr (RVR) untersucht und dokumentiert die Folgen von Waldbränden - hier einen kleinen im nordrhein-westfälischen Haard.

Fachmänner wie Blaschczok sollen dabei helfen, Waldbrände zu erkennen und vorherzusagen, damit sie schnellstmöglich gelöscht werden können.

Denn Deutschland leidet seit Wochen unter anhaltender Trockenheit. Flüsse wie der Rhein im rheinland-pfälzischen Nackenheim trocknen aus, Felder verwandeln sich in leicht entzündliche Graslandschaften.

Doch selbst aufwendige Überwachung und Aufklärung helfen nur begrenzt: Meist reicht ein Funke, um brachliegende Felder und ausgetrocknete Wälder in Brand zu stecken.

In Groß Laasch in Mecklenburg-Vorpommern standen Anfang Juli bereits mehrere Hektar Feld und Wald in Flammen.

Wegen der starken Rauchentwicklung musste die angrenzende Autobahn 14 vorübergehend gesperrt werden.

Auch bei Rostock hat es diesen Sommer schon gebrannt.

Anfang Juli musste die Feuerwehr ein Getreidefeld löschen.

In diesem Fall hatte ein brennender Vogel das Feuer ausgelöst. Er war in eine Oberleitung geflogen, in Brand geraten und tot in das ausgetrocknete Feld gestürzt.

Besonders hoch ist die Brandgefahr derzeit in Ostdeutschland. Nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, ...

... auch in Brehna in Sachsen-Anhalt hat es bereits gebrannt.

Vereinzelt haben die Behörden deswegen schon öffentliche Grillplätze geschlossen.

Ähnlich ist die Lage in Brandenburg.

In Limsdorf im Landkreis Oder-Spree standen rund 100 Hektar eines Kiefernwaldes in Flammen.

Die Löscharbeiten zogen sich mehr als 13 Stunden hin.

Aber auch der Westen bleibt nicht verschont, wie dieses Bild aus dem Sauerland in Nordrhein-Westfalen belegt.

Die anhaltende Brandgefahr verlangt den Feuerwehren alles ab.

Die Einsatzkräfte kämpfen oft stundenlang bei großer Hitze und in schwerer Schutzkleidung gegen die Flammen an.

Bis zur totalen Erschöpfung.

Aber nicht nur am Einsatzort leisten die Feuerwehren Akkordarbeit.

Auch in den Einsatzzentralen wird rund um die Uhr gearbeitet.

Ist das Feuer einmal gelöscht, müssen wieder die Beobachter ran. Sie suchen nach gefährlichen Glutnestern und stellen sicher, dass wirklich nur Hitze und Trockenheit für die Waldbrände verantwortlich waren und nicht etwa Brandstifter. (chr)

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