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Montag, 11. Juni 2018

"Auf dem Feld sind alle gleich": FC Maxima kickt gegen Rassismus

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Weit weg von seiner Heimat Usbekistan hat Rustam Mustafakulov in der WM-Gastgeberstadt Sankt Petersburg sein zweites Zuhause gefunden. (Foto: REUTERS)

Weit weg von seiner Heimat Usbekistan hat Rustam Mustafakulov in der WM-Gastgeberstadt Sankt Petersburg sein zweites Zuhause gefunden.

Weit weg von seiner Heimat Usbekistan hat Rustam Mustafakulov in der WM-Gastgeberstadt Sankt Petersburg sein zweites Zuhause gefunden.

In der russischen Nordhauptstadt spielt er Fußball mit anderen Einwanderern.

Der 34-Jährige spielt für den FC Maxima, eine Amateurmannschaft, die eigens für die Integration von Einwanderern gegründet wurde.

Mustafakulov sagt, regelmäßiger Sport und die enge Team-Kameradschaft halten ihn auf Trab. "Wir spielen seit vielen Jahren zusammen, wir sind alle Freunde geworden", sagt der Fensterputzer, der in seiner Heimat Usbekistan Fußballprofi war.

Der FC Maxima, zu dem auch Spieler aus Turkmenistan, Kamerun, Mali, Armenien und Ägypten gehören, wurde 2007 in Sankt Petersburg gegründet, einer der elf russischen Städte, in denen die FIFA-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

Mustafakulov erzählt, das Leben in Russland sei nie leicht gewesen.

Einige Einheimische hätten Kommentare zu seiner Nationalität abgegeben und Ausländer beschuldigt, ihnen die Arbeitsplätze wegzunehmen.

Der Gründer des Teams, Bakhtiyar Yusupov, sagt, er habe das Team so aufgestellt, dass sich die Spieler "unabhängig von ihrem sozialen Status zu Hause fühlen".

"Auf dem Feld sind alle gleich", betont der Mann, der das Team bis heute trainiert.

Der FC Maxima hat an den St. Petersburger Stadtmeisterschaften teilgenommen, einem Wettbewerb für Amateurfußballer. 2017 hat der Klub den vierten Platz belegt.

Einige der Spieler hoffen, das Team als Startrampe für ihre Fußball-Karriere zu nutzen.

Auch Mohammed Hafez, der nach Russland zog, nachdem er seine spätere Frau Natalia in einem Badeort in seiner Heimat Ägypten getroffen hatte, hofft, von Scouts entdeckt zu werden.

Der 27-Jährige träumt davon, dem Aufstieg des ägyptischen Liverpool-Stürmers Mohamed Salah nacheifern zu können.

"Ich habe schon immer davon geträumt, Profifußballer zu werden. Ich werde nicht aufgeben. So Gott will, wird mein Traum wahr", sagt Hafez.

Die meisten Migranten haben es in Russland schwer: Sie finden nur schlecht bezahlte Jobs und werden laut Menschenrechtsorganisationen diskriminiert, angegriffen und immer wieder von der Polizei kontrolliert.

Die russischen Behörden bestreiten, dass Migranten misshandelt werden, und sagen, dass Dokumentenkontrollen für die nationale Sicherheit erforderlich sind. (uzh/rts)

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