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Montag, 06. November 2017

Der Angreifer kam in Schwarz: Massaker in Baptistenkirche

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Etliche Einwohner kommen zur Kirche, um zu trauern und für die Opfer zu beten. Es wird lange dauern, bis sich der Ort von dem Schock erholt hat. (Foto: AP)

Etliche Einwohner kommen zur Kirche, um zu trauern und für die Opfer zu beten. Es wird lange dauern, bis sich der Ort von dem Schock erholt hat.

Trauer und Entsetzen in Sutherland Springs: ...

... In der kleinen Gemeinde in Texas, rund 50 Kilometer von San Antonio entfernt, hat sich am Vormittag des 5. November ein Blutbad abgespielt.

Die Gläubigen hatten sich zum Gottestdienst in der Baptistenkirche versammelt, als gegen 11.30 Uhr ein schwarz vermummter Mann das Feuer auf das Gebäude eröffnete.

Dann ging er in die Kirche und feuerte aus einer halbautomatischen Waffe weiter um sich.

Ein Anwohner konfrontiert den Täter kurze Zeit später mit einer Waffe. Daraufhin ließ der Schütze seine Waffe fallen und flüchtet in seinem Wagen.

Der Attentäter wurde tot aus seinem Auto geborgen. Ob er sich selbst richtete oder durch eine fremde Kugel starb, ist noch nicht geklärt.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 26-jährigen weißen Mann, der ursprünglich aus dem 35 Kilometer entfernten New Braunfels stammt und nun in San Antonio lebt.

In seinem Fahrzeug fand die Polizei viele weitere Waffen. Er trug bei dem Angriff zudem eine kugelsichere Weste.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte auf einer Pressekonferenz, es habe sich um die schlimmste Massenschießerei in der Geschichte des Staates gehandelt.

23 Menschen sind in der Kirche getötet worden, zwei weitere außerhalb. Einer kam noch ins Krankenhaus, überlebte aber nicht.

Das jüngste Opfer ist demnach fünf Jahre alt gewesen. Unter den Toten befand sich auch eine schwangere Frau.

Wie verschiedene US-Medien berichten, ist der mutmaßliche Täter ein ehemaliger Angehöriger der Air Force mit christlichem Hintergrund. So soll der 26-jährige Devin Patrick Kelley Bibelstunden gegeben haben.

Eine Sprecherin der US-Luftwaffe sagte dem Sender, ein Militärgericht habe ihn 2012 wegen Angriffen auf seine Frau und ihr gemeinsames Kind verurteilt. Zwei Jahre später sei er aus der Luftwaffe entlassen worden.

Über sein inzwischen geschlossenes Facebook-Profil soll er allerdings auch mehreren explizit atheistischen Seiten gefolgt sein.

"Wir können unseren Schmerz und unsere Trauer nicht in Worte fassen", sagte US-Präsident Trump, der sich gerade in Japan befindet. Er sicherte Texas seine volle Unterstützung zu.

In Sutherland Springs leben nur ein paar Hundert Menschen. Jeder kennt jeden. Viele haben Nachbarn und Freunde verloren.

Etliche Einwohner kommen zur Kirche, um zu trauern und für die Opfer zu beten. Es wird lange dauern, bis sich der Ort von dem Schock erholt hat.

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