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Mittwoch, 27. Dezember 2017

Ballhaus, Cornell, Hefner, Kohl: Prominente Todesfälle des Jahres 2017

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Wir blicken auf das Jahr 2017 zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die in den vergangenen zwölf Monaten gestorben sind. (Foto: imago/Eibner Europa)

Wir blicken auf das Jahr 2017 zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die in den vergangenen zwölf Monaten gestorben sind.

Wir blicken auf das Jahr 2017 zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die in den vergangenen zwölf Monaten gestorben sind.

Roman Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident Deutschlands. Die berühmteste Rede seiner Amtszeit, die als "Ruck-Rede" in die Geschichte einging, hielt er 1997: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzständen. Alle sind angesprochen, alle müssen Opfer bringen, alle müssen mitmachen."

Er galt als Mahner, Antreiber und Mutmacher. Vor seiner Zeit als Bundespräsident war der Jurist und CDU-Politiker Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Herzog starb am 10. Januar im Alter von 82 Jahren. Politiker aus Regierung und Opposition würdigten ihn als unermüdlichen Werber für Reformen und als manchmal unbequemen Geist.

Der Staatsakt für Herzog fand am 24. Januar im Berliner Dom statt. Herzog sei ein "Geschenk für unser Land" gewesen, sagte dabei Bundespräsident Joachim Gauck. EU-Ratspräsident Donald Tusk erinnerte an Herzogs "Ruck-Rede" und mahnte an, dass auch durch Europa heute ein Ruck gehen müsse.

Der britische Fotograf und frühere Ehemann von Prinzessin Margaret, Lord Snowdon, starb am 13. Januar mit 86 Jahren. Antony Armstrong-Jones, 1. Earl of Snowdon ...

... und Margaret waren von 1960 bis 1978 verheiratet. Beide hatten sich gegenseitig Affären vorgeworfen. Margaret, die 2002 starb, war die Schwester der britischen Königin Elizabeth II. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder David und Sarah hervor.

Der US-Astronaut Eugene Cernan war Kommandant der Raumfähre "Apollo 17" im Dezember 1972. Er war der elfte von zwölf Menschen, die den Mond betraten, und ist bis heute der letzte, der auf dem Mond war. Cernan starb am 16. Januar; er wurde 82 Jahre alt.

Jaki Liebezeit (2.v.l.) war Schlagzeuger der Krautrock-Band Can. Sie war eine der führenden avantgardistischen Bands der 1970er-Jahre. Can mixte Klassik, Free Jazz und Rock mit komplizierten Harmonien und elektronischen Effekten und wurde zum Vorreiter von New Wave und Elektro-Pop. Liebezeit starb am 22. Januar mit 78 Jahren.

Viele Filme, in denen John Hurt mitspielte, schrieben Kinogeschichte. Darunter waren "12 Uhr nachts - Midnight Express", der Horrorfilm "Alien", die Literaturadaption "1984", der Spätwestern "Dead Man" oder "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels".

Jüngeren Kinofans ist der britische Schauspieler als der Zauberstab-Verkäufer Garrick Ollivander in den "Harry Potter"-Filmen bekannt. Berühmt wurde Hurt aber vor allem durch David Lynchs Film "Der Elefantenmensch" von 1980. Hurt starb im Alter von 77 Jahren am 25. Januar, am selben Tag wie ...

... Mary Tyler Moore. Die Schauspielerin und Komikerin zählt zu den beliebtesten TV-Stars der USA und wird als Vorreiterin für starke Frauenrollen verehrt. Sie wurde in den 60er- und 70er-Jahren durch Sitcoms wie "The Dick Van Dyke Show" und die "Mary Tyler Moore Show" bekannt. Mit einer ernsten Rolle im Oscar-prämierten Familiendrama "Eine ganz normale Familie" (1980), dem Regiedebüt von Robert Redford, gewann Moore einen Golden Globe. Sie wurde 80 Jahre alt.

Einen Tag später starb Ex-Bundesligaprofi Michael Tönnies. In seiner Profizeit bestritt er 33 Bundesligaspiele für den MSV Duisburg und 7 für den FC Schalke 04. In der 2. Liga stürmte er für die SpVgg Bayreuth, Rot-Weiss Essen, Duisburg und den Wuppertaler SV. In der Saison 1990/1991 wurde er als MSV-Profi Torschützenkönig der 2. Liga. Tönnies starb überraschend im Alter von nur 57 Jahren; er hatte zuvor jedoch immer wieder an Atemproblemen gelitten und im April 2013 eine Lungen-Transplantation bekommen.

Die Schauspielerin Inge Keller wurde eine der letzten großen Theaterdiven genannt. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Wolfgang Langhoff, Peter Stein oder Thomas Langhoff. Das Fernsehen der DDR übertrug ihr wichtige Rollen. Keller starb am 6. Februar mit 93 Jahren.

Der US-Sänger Al Jarreau war mit seiner Mischung aus Jazz, Soul und Pop einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation. Er wurde mit sieben Grammys ausgezeichnet. Wenige Tage vor seinem Tod am 12. Februar hatte er seinen Rückzug von der Bühne verkündet und als Grund Erschöpfung angegeben. Al Jarreau wurde 76.

Kim Jong-nam war der älteste Sohn von Kim Jong-il, dem 2011 gestorbenen Machthaber Nordkoreas. Er wurde am 13. Februar auf dem Flughafen von Kuala Lumpur bei einem Anschlag getötet. Zwei Frauen hatten ihm das Nervengift VX ins Gesicht gerieben. Vermutet wird, dass hinter dem Anschlag der nordkoreanische Geheimdienst steckt. Kim Jong-nam wurde 45 Jahre alt.

Der Diplomat Witali Tschurkin war seit 2006 der Ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen und im UN-Sicherheitsrat. Auf dem diplomatischen Parkett war er als harter Verhandlungspartner und schlagfertiger Redner bekannt. Im Laufe seiner mehr als 40-jährigen Karriere hatte Tschurkin viele Posten inne. Von 1992 bis 1994 war er Vize-Außenminister, danach vier Jahre Botschafter bei der Nato und in Belgien. Er starb am 20. Februar kurz vor seinem 65. Geburtstag.

Den Fernsehzuschauern ist der Schauspieler Martin Lüttge vor allem als Kommissar Bernd Flemming im "Tatort" in Erinnerung. Doch auch in anderen Produktionen wie "Forsthaus Falkenau" und am Theater war Lüttge zu sehen. Er starb mit 73 Jahren am 22. Februar.

Der US-Schauspieler Bill Paxton spielte die Hauptrolle als Meteorologe im Katastrophenfilm "Twister" von 1996. In "Apollo 13" (im Bild, 1995) war er einer der Nasa-Astronauten. International bekannt wurde Paxton vor allem durch Nebenrollen in Kassenschlagern, darunter "Titanic" (1997), "Aliens - Die Rückkehr" (1986) und "True Lies - Wahre Lügen" (1994). Er arbeitete auch als Produzent und Regisseur. Paxton wurde 61 Jahre alt. Er starb am 25. Februar.

Jutta Winkelmann (l.) war eine Ikone der Hippie-Bewegung in den 60er-Jahren. Sie und ihre Zwillingsschwester Gisela Getty wurden als Flower-Power-Zwillinge und Vertreter der 68er-Bewegung berühmt. In der "Kommune 1" praktizierte Winkelmann die freie Liebe mit Rainer Langhans und anderen. Mit Langhans, der Fotografin Anna Werner und dem Fotomodell Brigitte Streubel gründete Winkelmann in den 1970er-Jahren den Münchner "Harem" als spirituelle Lebensgemeinschaft. 2014 machte sie ihre Krebserkrankung öffentlich, der sie am 27. Februar mit 67 Jahren erlag.

Joni Slegde (2.v.l.) war die zweitälteste der vier Schwestern, die als Soul- und Funkgruppe Sister Sledge in den 1970er- und 1980er-Jahren die Charts in den USA und Europa erobert hatten. Der große Durchbruch gelang ihnen ab 1979; erst mit ihrer Single "He's the Greatest Dancer" und kurz darauf mit "We Are Family", einem Hit, der zur echten Disco-Hymne wurde. Joni Sledge starb am 10. März im Alter von 60 Jahren.

Der frühere sozialdemokratische Bundesminister und Kanzleramtschef Horst Ehmke starb am 12. März. Der Jura-Professor war als Chef der Regierungszentrale von 1969 bis 1972 eine wichtige Stütze für Kanzler Willy Brandt. An der Durchsetzung der Ostpolitik war Ehmke als "Spezialist für alles", wie ihn Brandt nannte, entscheidend beteiligt. Ehmke wurde 90 Jahre alt.

Chuck Berry war einer der Pioniere des Rock'n'Roll, einer der größten Songschreiber und besten Gitarristen seiner Zeit. 1955 nahm er seine erste Single auf und landete mit "Maybellene" gleich einen Erfolg. Es folgten viele Hits wie "Rock and Roll Music" und "Johnny B. Goode". Berry wurde zu einem der ersten großen schwarzen Musikstars in den USA, ...

... der auch beim weißen Publik Erfolg hatte. Er wurde 1985 in die Blues Hall of Fame und 1986 als erstes Mitglied in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Chuck Berry starb am 18. März im Alter von 90 Jahren.

Die Kinderärztin Ingeborg Syllm-Rapoport war 1938 nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen worden, weil ihre Mutter Jüdin war. Damit fiel sie unter die "Rassengesetze" der Nationalsozialisten. Sie emigrierte in die USA, ging 1952 nach Ost-Berlin und wurde Professorin für Neugeborenenheilkunde an der Charité. 77 Jahre später, im Alter von 102 Jahren, holte sie die Prüfung nach und nahm dann ihre Doktorurkunde entgegen. Sie starb am 23. März mit 104 Jahren.

Die Schauspielerin Christine Kaufmann war schon als Kind ein Star: Als Neunjährige eroberte sie 1954 im Film "Rosen-Resli" die Herzen der Zuschauer. Für ihr Hollywooddebüt in "Stadt ohne Mitleid" erhielt sie einen Golden Globe. Schlagzeilen machte 1963 ihre Heirat mit dem 20 Jahre älteren Hollywoodstar Tony Curtis, mit dem sie zwei Töchter bekam (hier 1964 mit Baby Alexandra); die Ehe verlief aber unglücklich. Nach der Scheidung kehrte sie nach Deutschland zurück, ...

... wo ihr das Comeback gelang: Sie war in TV-Serien wie "Der Kommissar" und "Derrick" zu sehen und gewann mit Regisseuren des Neuen Deutschen Films Profil. So drehte sie mit Rainer Werner Fassbinder die Filme "Lola" und "Lili Marleen". Unvergessen sind ihre Auftritte in der TV-Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" Anfang der 80er-Jahre. Kaufmann konnte hier als Mauerblümchen Olga ihr komödiantisches Talent zeigen. Kaufmann starb am 28. März mit 72.

Der russische Dichter Jewgeni Jewtuschenko machte sich vor allem als Dichter der Entstalinisierung und des Tauwetters in den 1960er-Jahren einen Namen. Ein berühmtes Gedicht von 1963 kritisierte "Stalins Erben". In dem Gedicht "Babi Jar" erinnerte Jewtuschenko an den deutschen Massenmord an Kiewer Juden 1941 und verband dies mit Warnungen vor dem Antisemitismus in der Sowjetunion. Er starb am 1. April mit 84 Jahren in den USA.

Michael Ballhaus war einer der berühmtesten Kameramänner der Welt. Mit seiner 360-Grad-Kamerafahrt, dem "Ballhaus-Kreisel", hat er Filmgeschichte geschrieben, in Hollywood gehörte er zu den wenigen Deutschen, die in der Spitzenliga spielten. 25 Jahre lang arbeitete Ballhaus mit den wichtigsten Regisseuren zusammen, etwa mit Francis Ford Coppola, Mike Nichols, Robert Redford und Wolfgang Petersen. Allein sieben Filme entstanden aus der künstlerischen Beziehung mit US-Starregisseur Martin Scorsese.

Im Februar 2016 bekam der Gestalter von Meisterwerken wie "Good Fellas" und "Gangs of New York" auf der Berlinale den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Fast erblindet wegen einer Augenerkrankung, war die Auszeichnung in seiner Heimatstadt nochmals eine besondere Liebeserklärung. Ballhaus starb am 12. April mit 81 Jahren.

Frank Dostal machte sich in den 1960er-Jahren als Sänger der Hamburger Beatband Rattles und später bei der Band Wonderland einen Namen, die Achim Reichel mitgegründet hatte. Später arbeitete Dostal vor allem als Liedtexter, so etwa bei "Die Wanne ist voll", Baccaras Hit "Yes Sir, I can boogie" und Vadder Abrahams "Lied der Schlümpfe". Dostal starb am 18. April. Er wurde 71 Jahre alt.

Mehr als 60 Filme hat Regisseur Jonathan Demme (r.) gedreht. Doch keines seiner Werke ist so präsent wie "Das Schweigen der Lämmer", der Blockbuster von 1991. Vor allem das Gesicht des Serienkillers Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins, l.) mit seinem ledernen Maulkorb hat sich ins Gedächtnis des Kinopublikums eingebrannt.

"Das Schweigen der Lämmer" brachte Demme den Oscar für die beste Regie, zudem war der Psychoschocker sein erster großer Erfolg an den Kinokassen. Mit dem Aidsdrama "Philadelphia" erntete Demme zwei Jahre später wieder reichlich Applaus und eine weitere Oscar-Nominierung.

Einer seiner letzten Erfolge war die Neuverfilmung des Kultklassikers "Der Manchurian Kandidat" mit Denzel Washington und Meryl Streep (2004, im Bild). Demme drehte noch bis kurz vor seinem Tod. Am 26. April starb er im Alter von 73 Jahren.

Der DDR-Armeegeneral Heinz Keßler war von 1985 bis zu seinem Rücktritt im November 1989 Verteidigungsminister. Er blieb bis zum Lebensende seinen Überzeugungen treu. Der Bau des antifaschistischen Schutzwalls sei richtig gewesen, hatte er noch Jahre nach dem Mauerfall gesagt. 1994 wurde er wegen Anstiftung zum Totschlag von DDR-Flüchtlingen zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt, von der er aber wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nur einen Teil absitzen musste. Es war die höchste Strafe im Prozess gegen frühere SED-Politbüro-Mitglieder. Keßler starb mit 97 Jahren am 2. Mai, ...

... am selben Tag wie A.R. Penck. Der Maler, Grafiker, Bildhauer und Jazzmusiker wurde mit seinen Strichmännchen, Kreuzzeichen und Totenköpfen international bekannt. Wie Sigmar Polke und Gerhard Richter gehörte Penck zu den bedeutenden Kunstprotagonisten, die aus der DDR in den Westen kamen. Der Künstlernomade galt als Vater der "Neuen Wilden" und hielt sich vom Kunstbetrieb fern. Penck wurde 77.

Am Tag darauf starb Daliah Lavi. Die israelische Schauspielerin und Sängerin war vor allem in den 70er- und 80er-Jahren erfolgreich. Den meisten Zuschauern dürfte sie als Indianerin Paloma neben Lex Barker in "Old Shatterhand" in Erinnerung sein. Sie arbeitete aber auch mit anderen internationalen Stars wie Yul Brynner, Dean Martin oder Curd Jürgens.

1969 begann ihr steiler Aufstieg als Sängerin. Sie sang zunächst israelische Lieder in einer britischen Fernsehsendung, kurz darauf hatte sie ihren ersten Plattenvertrag. Dann gelang ihr mit "Oh, wann kommst du" ein Charterfolg. Sie sang auch auf Italienisch, Französisch und Spanisch, aber vor allen in Deutschland feierte sie große Erfolge. Lavi wurde 74 Jahre alt.

Chris Cornell gehörte zu den Pionieren des Grunge-Rock. Wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain in Seattle geboren, gründete er 1984 Soundgarden, die zusammen mit Nirvana, Alice in Chains und Pearl Jam zu den führenden Bands der Grunge-Bewegung in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren gehörte. Als Solokünstler lieferte er mit "You know my name" den Soundtrack zum James-Bond-Film "Casino Royale". Sein plötzlicher Tod am 18. Mai schockierte die Musikwelt - Fans, Familie und Freunde gleichermaßen.

Die Autopsie brachte Klarheit: Der 52-Jährige hatte sich nach einem Konzert in seinem Hotelzimmer in Detroit erhängt. Cornell litt viele Jahre unter starker Drogen- und Alkoholabhängigkeit, galt allerdings seit spätestens 2003 als clean. Wie seine Ehefrau Vicky Cornell berichtet, habe Chris ihr in einem späten Telefonat nach dem Konzert gebeichtet, dass er möglichweise "ein oder zwei" Ativan-Tabletten zu viel genommen habe. Deshalb habe sie später die Security alarmiert, um nach ihm sehen zu lassen.

Er war bereits international bekannt als smarter Draufgänger Simon Templar in "The Saint". Doch erst die Rolle als "Geheimagent 007" machte Roger Moore zum Superstar. Keiner spielte James Bond so oft wie er (sieben Mal von 1973 bis 1985), niemand zeigte den Geheimagenten mit so viel Humor - auch wenn Kritiker sagen, er habe Ian Flemings Agentenstoff zum Klamauk verkommen lassen. Bond-Darsteller Daniel Craig hingegen ...

... zollte Moore nach der Nachricht von dessen Tod Respekt und machte ihm das Kompliment: "Keiner macht es besser". Nach seiner Pensionierung als 007 konzentrierte er sich zunehmend auf die Hilfe für bedrohte Kinder und für Tiere: Moore war für das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Tierschutzorganisation Peta aktiv. Am 23. Mai erlag er im Alter von 89 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat einem Krebsleiden.

Dass Eleganz und Bequemlichkeit kein Widerspruch sind, ist vielleicht der wichtigste Nachlass von Laura Biagiotti. Ihr Name steht für lässige Kreationen aus edlen Materialien. In Erinnerung bleibt sie aber vor allem wegen eines Duftes - ...

... wegen des Parfüms "Roma", das die Designerin 1988 als Hommage an ihre Heimatstadt auf den Markt gebracht und das einen wahren Triumphzug um die Welt angetreten hatte (im Bild ihre Tochter Lavinia 2003 mit dem Flakon im Antik-Stil). Laura Biagiotti starb am 26. Mai im Alter von 73 Jahren, einen Tag ...

... vor Gregory "Gregg" Allman. Er war Gründer der Allman Brothers Band, die mit "Jessica" und "Ramblin' Man" in den 70er-Jahren den Southern Rock prägte. 1995 schaffte die Gruppe es in die Liste der "Rock and Roll Hall of Fame"-Mitglieder. Allman war in den 1970er-Jahren ...

... mit Cher verheiratet. Sie trennten sich nur wenige Tage nach ihrer Hochzeit, versöhnten sich dann wieder und bekamen einen Sohn. Sie nahmen auch ein gemeinsames Duett-Album namens "Allman and Woman" auf. Gregg Allman starb im Alter von 69 Jahren.

Diktator Manuel Noriega regierte Panama bis Ende 1989. Er war zunächst ein enger Verbündeter der USA und stand jahrelang auf der Gehaltsliste des CIA. Ende der 1980er-Jahre fiel er jedoch wegen seiner Verbindungen zum kolumbianischen Medellín-Kartell in Ungnade. 1989 ordnete US-Präsident George Bush die US-Militärintervention "Just Cause" in Panama an, um Noriega zu stürzen ...

... und in den USA vor Gericht zu stellen. Dort saß er auch eine Haftstrafe wegen seiner Verwicklung in den Drogenhandel ab. Noriega war im März 2017 wegen eines Gehirntumors operiert und nach einer Komplikation in ein künstliches Koma versetzt worden. Er starb am 29. Mai.

Tankred Dorst war einer der meistgespielten Autoren des deutschen Gegenwartstheaters. In seinen mehr als 50 Stücken setzte sich der vielfach preisgekrönte Dramatiker mit den Fragen der menschlichen Existenz auseinander. Große Regisseure wie Peter Zadek und Hans Neuenfels arbeiteten eng mit ihm zusammen. 2006 gab er mit einer Neuinszenierung von Wagners "Ring" sein Debüt als Opernregisseur. Dorst starb mit 91 Jahren am 1. Juni.

Der englische Dirigent Sir Jeffrey Tate zählte zu den renommiertesten und vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Neben den Musikdramen Richard Wagners waren die Werke von Mozart und Richard Strauss Schwerpunkte in seinem Repertoire. Erst am 19. April war Tate im Buckingham Palace von Prinz William zum Ritter geschlagen worden - als Anerkennung für seine internationalen Verdienste um die britische Musik.

Tate lebte seit mehr als 30 Jahren mit dem Deutschen Klaus Kuhlemann zusammen, mit dem er auch verheiratet war. Obwohl beide auch einen Wohnsitz in London hatten, lebten sie die meiste Zeit in ihrem Haus in Detmold in Ostwestfalen. Der Chefdirigent der Hamburger Symphoniker starb am 2. Juni im Alter von 74 Jahren.

Der saudische Waffenhändler Adnan Kashoggi gehörte in den 80er-Jahren zu den umstrittensten Figuren des Jetsets. Er hatte zu besten Zeiten ein Milliardenvermögen aufgebaut und in der Zeit des Kalten Krieges viele einträgliche Waffendeals geschlossen. Kashoggi wurde 82; er starb am 6. Juni.

Der Schauspieler Adam West war in den 1960er-Jahren als Superheld Batman in der gleichnamigen Serie bekannt geworden. Die Serie feierte weltweit Erfolge und ist bis heute Kult. Danach fand West nur noch kleinere Rollen und arbeitete auch als Synchronsprecher, unter anderem für die Serie "Family Guy".

2016 hatte er einen Gastauftritt bei der Sitcom "The Big Bang Theory". West starb am 9. Juni mit 88 Jahren.

Anita Pallenberg, eine in Rom geborene Deutsch-Italienerin, war ein echtes "Rock Chick", Model, Schauspielerin und gleich mehrfach mit den Rolling Stones liiert: zunächst mit Brian Jones, auch mit Mick Jagger soll sie was gehabt haben. Keith Richards wurde für zwölf Jahre ihr Lebensgefährte. Aus dieser Beziehung ...

... stammen drei Kinder: Marlon Richards (im Bild, 1970), Angela Richards und Tara Jo Jo Gunne Richards (er starb 1976 kurz nach der Geburt). In einem Interview im August 2016 sagte Pallenberg: "Ich bin bereit zu sterben. ... Jetzt bin ich über 70 und um ehrlich zu sein: Ich hätte nicht gedacht, dass ich älter als 40 werde". Sie starb schließlich mit 73, am 13. Juni.

Der CDU-Politiker Helmut Kohl prägte die Bundesrepublik Deutschland wie kaum jemand sonst: Er regierte von 1982 bis 1998, war Kanzler der Einheit - die deutsche Wiedervereinigung gilt als sein größter Erfolg - und ein Wegbereiter der Europäischen Union. Ein Vierteljahrhundert lang führte er die CDU. Aber Kohl stand auch für Reformstau, Aussitzen und Spendenaffäre.

Bundespräsident Steinmeier würdigte nach dem Tod des Altkanzlers dessen Einsatz für die Aussöhnung und das Zusammenwachsen in Europa. Insbesondere hob er Kohls "segensreiche Bereitschaft zur Versöhnung" mit Frankreich hervor. Unvergessen: die symbolische Geste 1984 am ehemaligen Schlachtfeld von Verdun - Kohl und Frankreichs Präsident Mitterrand Hand in Hand.

Nicht nur Deutschland trauerte um Kohl, auch international war die Anteilnahme groß. Michail Gorbatschow bezeichnete Kohl als herausragenden Politiker, der deutliche Spuren in der Weltgeschichte hinterlässt.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton lobte Kohls visionäre Führungskraft. Damit habe Kohl Deutschland und Europa auf das 21. Jahrhundert vorbereitet. "Er war aufgerufen, einige der monumentalsten Fragen seiner Zeit zu beantworten. Indem er sie richtig beantwortete, machte er die Wiedervereinigung eines starken, prosperierenden Deutschlands möglich und die Schaffung der Europäischen Union."

Seit einem Sturz und Schädel-Hirn-Trauma im Jahr 2008 war Kohl schwer krank und saß im Rollstuhl. Am 16. Juni starb er im Alter von 87 Jahren.

Der deutsche Country- und Schlagersänger Gunter Gabriel war in den 70er-Jahren mit Hits wie "Hey Boss, ich brauch mehr Geld" bekannt geworden. Für seine Fans war er der "deutsche Johnny Cash". Daneben sorgte der lange auf einem Hausboot in Hamburg-Harburg lebende Sänger immer wieder für Schlagzeilen jenseits der Musik: mit Alkoholabstürzen, Pleiten und gesundheitlichen Problemen.

Gabriel pflegte sein Image als Fernfahrer-Idol, Malocher-Musiker und Stimme des "kleinen Mannes". "Ein bisschen Macho, ein bisschen Punk, ein bisschen Proll" - so sah er sich. Am Vorabend seines 75. Geburtstags hatte er einen Unfall; er stürzte und brach sich den ersten Halswirbel dreimal. Er wurde mehrmals operiert, "doch er schaffte es nicht. Heute Vormittag hat das Herz eines großen Musikers aufgehört zu schlagen", so seine Agentur am 22. Juni.

Der schwedische Schauspieler Mikael Nyqvist wurde international bekannt mit der Rolle des Journalisten Mikael Blomkvist, der neben der Hackerin Lisbeth Salander die Hauptfigur der Erfolgsromane "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" des Autors Stieg Larsson ist. Seit 2011 spielte Nyqvist auch in Hollywood-Produktionen wie "John Wick" und "Mission: Impossible" mit.

In "Colonia Dignidad" stellte er 2015 den Sektenführer Paul Schäfer dar (hier mit Emma Watson). Mit 56 Jahren verlor er seinen Kampf gegen den Krebs. Nyqvist starb am 26. Juni, am selben Tag wie ...

... der Erfinder der Kinderbuchfigur Paddington Bär, Michael Bond. Der Brite wurde 91 Jahre alt. Der erste Band mit dem weltweit beliebten Bären, der nach einem Londoner Bahnhof benannt ist, war 1958 erschienen. Für Bond war das der Durchbruch. Insgesamt schrieb Bond 150 Bücher, davon gut zwei Dutzend mit dem freundlichen sprechenden Bären.

Mit Hits wie "Du kannst nicht immer 17 sein" wurde Chris Roberts zur Schlagerlegende. Seine großen Erfolge feierte er in den 70er-Jahren. "Er wurde mit Platin- und Gold-LPs, Bravo-Ottos, Goldenen Europas, Ehrenantennen, Löwen, Goldene Stimmgabeln wie Bambis ausgezeichnet, war auf mehr als 50 Titelblättern von 'Bravo' bis 'Bunte' vertreten und war der absolute Mädchenschwarm", erinnerte sein Management an die Glanzzeiten. "Mehr als 20 seiner Titel landeten in den Charts." Insgesamt verkaufte er rund 11 Millionen Schallplatten. Roberts starb am 2. Juli, er wurde 73 Jahre alt.

Kardinal Joachim Meisner war einer der umstrittensten deutschen Kirchenführer der vergangenen Jahrzehnte. 25 Jahre stand er an der Spitze des größten deutschen Bistums Köln. Der konservative Geistliche scheute keinen Konflikt und opponierte zuletzt noch gegen Papst Franziskus. Im Alter von 83 Jahren starb er am 5. Juli.

Der Schriftsteller Peter Härtling veröffentlichte in seiner mehr als 60-jährigen Schaffenszeit eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, autobiografischen Schriften und Kinderbüchern. Sein zentrales Thema war die Erinnerung. Dies bedeutete für ihn die Auseinandersetzung mit Geschichte und politischer Vergangenheit. Zahllose Schulen in Deutschland sind nach ihm benannt; er wurde vielfach ausgezeichnet. Härtling starb am 10. Juli; er wurde 83.

Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo starb am 13. Juli im Krankenhaus in Shenyang an multiplem Organversagen. Dort wurde der 61-Jährige unter Bewachung behandelt. Der chinesische Bürgerrechtler war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

Er litt unter Leberkrebs im Endstadium und wurde Mitte Juni aus der Haft in das Krankenhaus verlegt. China lehnte jedoch die Ausreise des Schwerkranken mit seiner Frau für eine Klinikbehandlung im Ausland ab. 

Hochgewachsen, gut aussehend und ein Schauspieler, der in Lee Strasbergs berühmtem Actors Studio in New York sein Handwerk gelernt hat: Martin Landau war ein vielseitiger Charakterdarsteller, der es trotzdem in Hollywood nicht immer leicht hatte. Erst 1995, nach Dutzenden Spielfilmen und zwei früheren Oscar-Nominierungen, erhielt er für seine Rolle als Bela Lugosi in "Ed Wood" (r., neben Johnny Depp) ...

... seinen ersten und einzigen Oscar als bester Nebendarsteller. Als Geheimagent Rollin Hand in der Serie "Kobra, übernehmen Sie" (Originaltitel "Mission: Impossible") war Landau in den 60er-Jahren zum TV-Star geworden. Er starb mit 89 am 15. Juli, einen Tag vor ...

... dem US-amerikanischen Gruselmeister George A. Romero. Der Filmemacher schockte 1968 mit seinem Regiedebüt "Die Nacht der lebenden Toten" die Kinogänger. Romero galt als Vater der Zombie-Filme. Er drehte ein Dutzend Gruselstreifen, darunter "Crazies", "Zombie" und "Land of the Dead", viele seiner Filme haben Kultstatus. Romero wurde 77 Jahre alt.

Am 20. Juli schockierte die Todesnachricht von Chester Bennington, dem Sänger der US-Rockband Linkin Park, die Musikwelt. "Wirklich das eindrucksvollste Talent, das ich jemals live gesehen habe", schrieb Rihanna. "Er und Linkin Park waren die freundlichsten Leute, die du hoffen konntest zu treffen", twitterte Ryan Adams.

Wie die Gerichtsmedizin feststellte, hatte Bennington Selbstmord begangen. Er wurde nur 41 Jahre alt.

Die Schlagersängerin Andrea Jürgens hatte ihre Karriere früh begonnen - nach Heintje war sie der erste große Kinderstar in Deutschland. Einem breiten Publikum wurde sie 1978 mit dem Lied "Und dabei liebe ich euch beide" bekannt. In ihrer 40-jährigen Karriere regnete es für sie Goldene, Silberne und Platin-Schallplatten, sogar eine Goldene Stimmgabel wurde ihr verliehen. Sie starb im Alter von nur 50 Jahren am 20. Juli.

Margarete "Gretel" Bergmann war 1936 eine der besten Hochspringerinnen der Welt. Vor den Olympischen Spielen in Berlin stellte die jüdische Sportlerin den deutschen Rekord von 1,60 Meter ein. Nur weil US-Amerikaner mit dem Olympia-Boykott drohten, wenn keine Juden dem deutschen Team angehören, wurde sie in die olympische Kernmannschaft beordert. Kaum war das US-Team nach Berlin aufgebrochen, wurde sie von den Nazis ausgeschlossen - offiziell aus Leistungsgründen.

Ihre Heimatstadt Laupheim benannte ihr zu Ehren ein neues Leichtathletikstadion, das sie hier 2003 besucht. Der deutsche Film "Berlin '36" mit Karoline Herfurth in der Hauptrolle erzählt ihr Schicksal. Bergmann lebte seit 1937 in den USA. Dort ist sie im stolzen Alter von 103 Jahren am 25. Juli gestorben.

Sam Shepard war ein Multitalent. Er schrieb Theaterstücke und Drehbücher, arbeitete als Schauspieler und Regisseur, gewann den Pulitzer-Preis und war für den Oscar nominiert. Zu Shepards bekanntesten Filmen gehören "Magnolien aus Stahl", die Literaturverfilmung "Homo Faber" von Volker Schlöndorff (im Bild), das Kriegsdrama "Black Hawk Down", der Liebesfilm "Wie ein einziger Tag" oder der Western "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford". Mehrmals arbeitete er ...

... mit dem deutschen Regisseur Wim Wenders zusammen. So lieferte er die Drehbuchvorlage für dessen Film "Paris, Texas", der 1984 die Goldene Palme in Cannes gewann. Später schrieb er das Buch und spielte die Hauptrolle im Wenders-Streifen "Don't Come Knocking". Daneben stammt etwa das Drehbuch des Klassikers "Zabriskie Point" von Michelangelo Antonioni von Shepard. Er starb am 27. Juli im Alter von 73 Jahren an den Folgen der Nervenkrankheit ALS.

Ihre schauspielerische Bandbreite war enorm und so vielfältig waren ihre Rollen: Liebende, Hure, Nonne, "Femme fatale" und Königin - Jeanne Moreau konnte alles spielen. Die für ihre rauchige Stimme bekannte Französin hat in ihrer mehr als 50-jährigen Karriere über 120 Filme gedreht.

Darunter sind Werke, die in die Filmgeschichte eingegangen sind, wie "Fahrstuhl zum Schafott" (im Bild) von Regisseur Louis Malle und die Dreiecksgeschichte "Jules und Jim" von François Truffaut. Moreau starb am 31. Juli mit 89 Jahren.

Jüngeren Zuschauern ist Robert Hardy vor allem aus den "Harry Potter"-Filmen bekannt, in denen er Zauberei-Minister Cornelius Fudge spielte. In seiner über 70 Jahren währenden Karriere trat er aber nicht nur im Kino, sondern auch im Theater und TV auf. Einen seiner größten Erfolge feierte er in der Rolle des britischen Premierministers Winston Churchill in der Fernsehserie "Winston Churchill: The Wilderness Years". Hardy starb am 3. August mit 91.

Der Kulturmanager Martin Roth gehörte zu Deutschlands wichtigsten Museumschefs. Er war der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Topmuseums: Von 2011 bis 2016 leitete er das Londoner Victoria and Albert Museum. Das V&A erzielte unter seiner Führung Besucherrekorde und wurde 2016 mit dem "Art Fund Prize Museum of the Year" ausgezeichnet. Roth starb im Alter von 62 Jahren am 6. August, einen Tag vor ...

... Haruo Nakajima. Zwei Jahrzehnte lang steckte der Schauspieler im Kostüm des legendären japanischen Filmmonsters Godzilla. Er spielte das Monster von den Anfängen 1954 mit "Godzilla" bis 1972 in "Frankensteins Höllenbrut". Berichten zufolge hatte er für die Rolle das Verhalten von Tieren im Zoo beobachtet. Nakajima wurde 88.

Die Aufarbeitung des Holocaust war Eberhard Jäckels Hauptforschungsthema. Bekannt wurde der Historiker vor allem durch sein Engagement für die Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Zusammen mit der Journalistin Lea Rosh drehte er auch die mehrteilige Dokumentation "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland". Jäckel starb am 15. August mit 88 Jahren.

Der Maler Karl Otto Götz war ein Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit. Unter den Nazis hatte K.O. Götz wegen seiner Vorliebe für Abstraktes Malverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er die deutsche Kunst wieder international hoffähig. Er war als einziger Deutscher Mitglied der internationalen Künstlergruppe CoBrA. Bis 1979 lehrte Götz als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Schüler Gerhard Richter und Sigmar Polke wurden weltberühmt. Götz starb am 19. August im stattlichen Alter von 103 Jahren.

Der US-amerikanische Komiker und Entertainer Jerry Lewis brachte als Grimassen-König seit Jahrzehnten Menschen auf der ganzen Welt zum Lachen. Den Durchbruch schaffte er, als er 1945 Dean Martin (l.) kennenlernte. Als Komiker-Duo Martin & Lewis gelangten die beiden zu Berühmtheit, bis sie sich nach rund zehn gemeinsamen Bühnen-Jahren zerstritten.

Lewis spielte in mehr als 80 Kino- und Fernsehfilmen und führte Regie in über einem Dutzend anderer. Er starb im Alter von 91 Jahren am 20. August.

Die französische Schauspielerin Mireille Darc war mit dem Film "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (1972, mit Pierre Richard, im Bild) international bekannt geworden. Die "kühle Blondine", die zuvor in Paris als Mannequin arbeitete, drehte rund 50 Filme, unter anderem mit Jean-Paul Belmondo und Alain Delon. Mit Delon war Darc mehrere Jahre verheiratet. Sie starb am 28. August mit 79.

Egon Günther war einer der bekanntesten Filmemacher der DDR. Einer seiner größten Erfolge war, dass die DDR mit ...

... "Lotte in Weimar" (1974) erstmals in Cannes bei den Filmfestspielen dabei war. Dass er für den Goethe-Film der Defa außerdem Lilli Palmer (r.) in den Osten vor die Kamera gelockt hatte, galt als Sensation. Nach Auseinandersetzungen mit der DDR-Führung arbeitete er ab Ende der 70er-Jahre im Westen. Nach der Wende kehrte Günther zurück und unterrichtete auch als Professor an der Filmhochschule Babelsberg. Er starb am 31. August mit 90 Jahren.

Holger Czukay war Mitbegründer und Bassist der legendären Krautrock-Band Can. Bis heute gilt Can als eine der inspirierendsten Bands der Musikgeschichte. Nachdem sich die Musikwelt im Januar schon von Schlagzeuger Jaki Liebezeit verabschieden musste, starb am 5. September auch Holger Czukay. Er wurde 79.

Am selben Tag starb Arno Rink. Der Maler gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule. Er war sieben Jahre lang Rektor der Leipziger Kunsthochschule und bildete auch den Maler Neo Rauch aus. Rink wurde 76.

Der frühere Bundesminister und langjährige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler galt bis ins hohe Alter als einer der profiliertesten und streitbarsten Vertreter der CDU. Nach seinem Tod am 12. September würdigten Politiker aller großen Parteien ihn, der im Laufe der Zeit den Wandel vom scharfzüngigen CDU-Generalsekretär zum Mitglied des globalisierungskritischen Netzwerks Attac vollzogen hatte und auch die eigene Partei nicht schonte. Die politische Karriere des promovierten Juristen und einstigen Amtsrichters ...

... hatte in Rheinland-Pfalz begonnen. Unter den Ministerpräsidenten Peter Altmeier und Helmut Kohl war er von 1967 bis 1977 Sozialminister des Landes, anschließend wurde er CDU-Generalsekretär. Kohl machte Geißler 1982 zum Familienminister. Bis zuletzt äußerte er sich zu aktuellen politischen Themen. Seine letzte ganz große Mission hatte Geißler, als er 2010 im Alter von 80 Jahren den Konflikt um das Bahnprojekt "Stuttgart 21" schlichtete. Er starb im Alter von 87 Jahren.

Frank Vincent war vor allem für seine Rolle als Phil Leotardo in "The Sopranos" bekannt, in der er sieben Staffeln lang den späteren Mafia-Boss der Luperazzi-Familie verkörperte. Er war außerdem in vielen Filmen von Kult-Regisseur Martin Scorsese vertreten, darunter "Raging Bull", "Good Fellas" oder "Casino". Vincent starb im Alter von 78 Jahren am 13. September.

Als Sohn des gleichnamigen Chefarchitekten Hitlers hatte es Albert Speer nicht leicht, sich vom Stigma des Vaters zu befreien - zumal auch er sich zum Architekten berufen fühlte. Speer junior war mit seinem Büro weltweit aktiv. Global versuchte er, seine Philosophie von einer umweltgerechten, nachhaltigen Stadtplanung umzusetzen. Dazu gehörten für ihn eine Minimierung des Flächenverbrauchs und energieeffizientes Bauen. Speer starb am 15. September; er wurde 83 Jahre alt.

Am selben Tag starb der US-Schauspieler Harry Dean Stanton. Er galt als einer der vielseitigsten Nebendarsteller in Hollywood. Der Mann mit den markanten Gesichtszügen begann seine Filmkarriere in den 50er-Jahren, zunächst mit Nebenrollen in Western. Er wirkte in mehr als 100 Kinofilmen und Dutzenden TV-Produktionen mit. Eine seiner wenigen Hauptrollen hatte er ...

... im gefeierten Einsiedler-Drama "Paris, Texas" von Wim Wenders, unter anderem an der Seite von Nastassja Kinski. Seine Darstellung des entwurzelten, umherirrenden Vaters Travis, der schließlich von der texanischen Wüste zurück in die Stadt findet, wurde viel gelobt. Der Film gewann 1984 in Cannes die Goldene Palme. Stanton wurde 91.

Charles Bradley war ein Spätstarter: Als der Erfolg sich einstellte, war der Soul-Sänger schon fast im Rentenalter. Erst 2011 hatte er mit dem Album "No Time For Dreaming" den internationalen Durchbruch geschafft. Lange Zeit arbeitete er als Koch und spielte nebenher kleine Konzerte.

Als Black Velvet trat er in Brooklyn in einer James-Brown-Tribute-Show in Brooklyn auf, wo er schließlich entdeckt wurde. 2002 veröffentlichte er seine erste Single "Take It as It Comes".

Bradley wurde wegen seiner großen Bühnenpräsenz oft mit James Brown verglichen. Zudem trug er den Beinamen "Screaming Eagle of Soul". Er starb am 23. September mit 68 Jahren.

Ulrike von Möllendorff wurde Anfang der 70er-Jahre in Westdeutschland einem breiten Fernsehpublikum bekannt, als sie beim ZDF die Moderation der Sendung "Drehscheibe" übernahm. Später präsentierte sie die Hauptausgabe der ZDF-Nachrichten "heute". Ulrike von Möllendorff starb am 24. September; sie wurde 78 Jahre alt.

Für viele war Joy Fleming die deutsche Stimme des Soul. Ihr bürgerlicher Name war Erna Liebenow. Den Namen Fleming erhielt sie von der Plattenfirma, den Vornamen Joy wählte sie selbst: "In einem Ami-Club klammerte sich ein kleines schwarzes Mädchen an mein Bein, die hieß Joy. Das wars." Die stimmgewaltige Sängerin aus Mannheim vertrat Deutschland 1975 beim Grand Prix mit dem Song "Ein Lied kann eine Brücke sein". Dafür bekam sie zwar wenige Punkte, aber viel Renommee. Die Presse feierte sie als Weltstar aus der Provinz.

Die letzten 40 Jahre lebte Fleming auf einem Bauernhof bei Mannheim. Obwohl es mit den Jahren stiller wurde um sie und sie Auftritte oft im Sitzen absolvierte, dachte sie nie ans Aufhören. Sie gab im Frühjahr 2017 ein Konzert und kündigte ein neues Album an. Fleming starb am 27. September im Alter von 72 Jahren.

So hatte Hugh Hefner es am liebsten: umgeben von (jungen) Blondinen - hier an seinem 75. Geburtstag 2001 mit seinen sieben Freundinnen Tiffany, Tina, Michelle, Dalene, Stephanie, Kimberley und Regina May. Der Gründer des "Playboy" ...

... machte es zum berühmtesten Männermagazin der Welt. Barbusige Mädchen im Großformat waren ein mittelgroßer Skandal, als er 1953 seine ersten "Playboy"-Hefte an US-Kiosks brachte. Die Nummer 1 hatte sogar Marilyn Monroe auf dem Cover ...

... und nackt und ganzseitig im Heft. Die Mischung aus Nacktaufnahmen, Artikeln, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit Frauen veränderte in den folgenden Jahrzehnten nach und nach die Moralvorstellungen der US- Gesellschaft.

Hefner verwandelte das Hasenkopf-Logo in eine weltweite Marke und schuf ein Imperium, dessen Wert heute auf 500 Millionen Dollar geschätzt wird. Begonnen hatte er laut "Hollywood Reporter" mit 8000 Dollar. Hefner starb im Alter von 91 Jahren am 27. September.

Das Film- und Fernsehpublikum kannte den Schauspieler Andreas Schmidt aus Filmen wie "Sommer vorm Balkon", außerdem wirkte er in vielen Fernsehreihen wie "Tatort" und "Polizeiruf 110" mit. Er gehörte zum Team des KZ-Dramas "Die Fälscher", das 2008 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde.

Im April 2009 erhielt Schmidt den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller für seinen Auftritt in "Fleisch ist mein Gemüse", der Verfilmung der Biografie des Schriftstellers Heinz Strunk. Zuletzt war Schmidt Anfang 2017 im Kinderfilm "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" zu sehen. Schmidt starb am 28. September; er wurde nur 53.

Der US-Musiker Tom Petty hatte seit den 70er-Jahren (hier 1977) solo und mit seiner Band Tom Petty & the Heartbreakers Welterfolge gefeiert. New Wave-Songs wie "American Girl", "Free Fallin'" und "I Won't Back Down" wurden zu Hits. Im Lauf seiner über 40 Jahre langen Karriere verkaufte er mehr als 80 Millionen Alben und wurde für 18 Grammys nominiert, von denen er drei gewann.

Kurz vor seinem Tod am 2. Oktober hatte Petty mit seinen "Heartbreakers" eine Tournee abgeschlossen, die sie sich selbst zum 40. Jubiläum geschenkt hatten. Eine Abschiedstour sollte es sein. Aber mit der Musik aufhören wollte Petty noch lange nicht. Er starb überraschend im Alter von 66 Jahren.

Der kurdische Politiker Dschalal Talabani wurde im April 2005 als erster Nicht-Araber Präsident des Irak. Er war bis 2014 Staatsoberhaupt des Landes. Talabani starb am 3. Oktober in einem Krankenhaus in Deutschland.

Jean Rochefort gehörte zu Frankreichs Lieblingsschauspielern. Der Nachwelt hinterließ er mehr als 150 Kino- und Fernsehfilme, darunter "Der Große Blonde mit dem schwarzen Schuh", "Der Mann der Friseuse" (im Bild) ...

.. und "Der Graf von Monte Christo" (Mitte, mit Gerard Depardieu und Ornella Muti). Rocheforts Karriere begann Mitte der 50er-Jahre, Anfang der 60er war er bereits ein gefragter Schauspieler. Er arbeitete mit Regiegrößen wie Bertrand Tavernier, Luis Buñuel, Robert Altman und Patrice Leconte. Die Arbeit vor der Kamera sah er eigentlich mehr als Nebenerwerb, denn sein Interesse ...

... galt ursprünglich dem Theater. Er spielte auf vielen Pariser Bühnen und feierte dort Erfolge. Erst Tavernier weckte Rocheforts Interesse für den Film. In seiner Freizeit mied er das Rampenlicht und widmete sich den Pferden, er besaß einen Pferdehof. Über sich selbst sagte er einmal, dass er zu Frankreichs Kulturgut gehöre wie der Schinken von Bayonne. Rochefort starb mit 87 am 13. Oktober.

Den Namen Daphne Caruana Galizia kannte hierzulande kaum jemand - das änderte sich am 16. Oktober, als die maltesische Bloggerin offenbar Opfer eines gezielten Anschlags wurde. Sie hatte mit einem Artikel über die Grenzen Maltas hinaus für Aufsehen gesorgt, in dem sie schrieb, dass eine in den "Panama Papers" erwähnte Firma der Frau des Regierungschefs gehöre. Die 53-Jährige hatte sich zwei Wochen vor dem Anschlag wegen Morddrohungen an die Polizei gewandt.

Die französische Schauspielerin Danielle Darrieux wurde mit Streifen wie "Der Reigen" und "Madame de ..." in den 50er-Jahren ein internationaler Filmstar. Sie stand damals im Mittelpunkt vieler prächtiger Kostümfilme.

Noch bis vor wenigen Jahren stand Darrieux vor der Kamera. Sie war etwa in "8 Frauen" zu sehen (im Bild, mit Isabelle Huppert). Sie starb im Alter von 100 Jahren am 17. Oktober.

George Young war der ältere Bruder der AC/DC-Musiker Malcolm und Angus. Er war bis zur Auflösung 1969 mit der Band The Easybeats erfolgreich. Gemeinsam mit seinem Bandkollegen Harry Vanda schrieb er die Hits "Love Is In The Air" und "Friday On My Mind" und produzierte die ersten Alben von AC/DC. Die Band ist mit Songs wie "Highway to Hell" und "Thunderstruck" eine der kommerziell erfolgreichsten Rockgruppen aller Zeiten. George Young starb mit 70 Jahren am 2. Oktober.

Der legendäre Rock'n'Roll- und Bluessänger Fats Domino wurde mit seiner unverkennbaren Stimme zu einer prägenden Figur von Blues und Rock'n'Roll. Antoine Domino, wie der aus New Orleans stammende Musiker mit bürgerlichem Namen hieß, war aber auch für sein wildes bis übermütiges Klavierspiel bekannt.

Vor allem in den 1950er-Jahren nahm er viele Hit-Singles auf wie "Blueberry Hill", "Ain't That a Shame" und "I'm Walkin'". Domino wurde in den USA in die Hall of Fame beider Musikgenres aufgenommen (Hier mit Jerry Lee Lewis und James Brown bei der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame im Januar 1986.)

Als Hurrikan "Katrina" im August 2005 über New Orleans wütete, verlor Domino seine Klaviere, Gold- und Platinalben sowie viele Erinnerungsstücke seiner Karriere. Er musste mit einem Boot aus seinem überfluteten Haus im Stadtteil Lower Ninth Ward gerettet werden. Er ließ es renovieren und zog dort wieder ein. Fats Domino starb am 24. Oktober mit 89 Jahren.

Die Schauspielerin Karin Dor ist Millionen Zuschauern als Bond-Girl in "James Bond 007 - Man lebt nur zweimal" an der Seite von Sean Connery bekannt - sie war das einzige deutsche Bond-Girl. Außerdem war Dor in mehreren Karl-May-Verfilmungen zu sehen. Dor starb mit 79 am 6. November.

Als einer der "Helden von Bern" wurde Hans Schäfer (Mitte links) mit der DFB-Mannschaft unter Sepp Herberger 1954 Fußball-Weltmeister. Er war der erste deutsche Nationalspieler, der an drei WM-Endrunden hintereinander teilnahm (1954, 1958, 1962). In 39 Länderspielen erzielte er 15 Tore.

Schäfer wurde wegen seiner großen Nase von Freunden und guten Bekannten "de Knoll" genannt. Er starb knapp drei Wochen nach seinem 90. Geburtstag am 7. November, am selben Tag wie ...

... der Schauspieler Hans-Michael Rehberg. Er gehörte zu den beliebtesten TV-Gesichtern, meist in Nebenrollen. Einem großen Fernsehpublikum wurde er vor allem als Bischof Sebastian Hemmelrath aus der Fernsehserie "Pfarrer Braun" (im Bild) bekannt. Auch in vielen TV-Krimis wie "SOKO Kitzbühel" und "Derrick" trat Rehberg auf. Kinorollen hatte er unter anderem in "Die Wand" und "Schindlers Liste". Er wurde 79.

Der US-Schauspieler John Hillerman (l.) begann seine Karriere als Broadway-Schauspieler und war in vielen TV-Serien und Kinofilmen zu sehen. Aber keine Rolle ist so eng mit ihm verbunden wie die des schrulligen Hausverwalters Jonathan Quayle Higgins III. in der Detektivserie "Magnum" (1980-1988). Hillerman wurde 84 Jahre alt; er starb am 9. November.

Malcolm Young (l.) war neben seinem Bruder Angus (r.) einer der Gründer der legendären australischen Rockgruppe AC/DC, die weltweit bisher mehr als 200 Millionen Platten verkaufte. Malcolm Young litt seit mehreren Jahren an Demenz. 2014 musste er deswegen nach 41 Jahren die Band verlassen. Er starb im Alter von 64 Jahren am 18. November.

Die tschechische Tennisspielerin Jana Novotna gewann in den 14 Jahren ihrer Profi-Karriere 24 Titel im Einzel und 76 im Doppel. Sie war in der Weltrangliste die Nummer zwei im Einzel und die Nummer eins im Doppel. 1998 holte sie gegen die Französin Nathalie Tauziat ihren einzigen Grand-Slam-Titel. Sechs Jahre nach ihrem Rücktritt wurde Novotna 2005 in die Tennis Hall of Fame aufgenommen. Sie starb am 19. November im Alter von nur 49 Jahren nach einer Krebserkrankung.

Der frühere Sektenführer und verurteilte Mehrfachmörder Charles Manson starb am selben Tag nach fast 50 Jahren im Gefängnis im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Kalifornien. Manson war ein Kleinkrimineller mit einem langen Vorstrafenregister, ...

... als er 1967 in San Franciscos Hippie-Szene als charismatischer Kommunenanführer Anhänger um sich scharte. Die "Manson Family" ließ sich dann in Südkalifornien nieder. Im August 1969 stiftete Manson eine Handvoll seiner Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles an. Unter den Opfern war die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Manson hatte die Morde nicht selbst verübt, wurde aber nach einem langen, spektakulären Mordprozess ...

... als Drahtzieher der Verbrechen verurteilt. Im Frühjahr 1971 erhielten Manson und seine engsten Anhänger die Todesstrafe. Das Strafmaß wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in lebenslange Haft umgewandelt. Manson saß zuletzt im Staatsgefängnis von Kalifornien in Corcoran ein. Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm bereits ein Dutzend Mal verwehrt. Die nächste Bewährungsanhörung war für 2027 angesetzt.

Dieter Bellmann wurde bekannt als der langjährige Hauptdarsteller Dr. Gernot Simoni in der ARD-Serie "In aller Freundschaft". Seine fast 50-jährige Karriere hatte nach dem Studium an der Theaterhochschule Leipzig am dortigen Schauspiel begonnen, wo er auch als Regisseur arbeitete, wie später am Kabarett Leipziger Pfeffermühle. Mit "In aller Freundschaft" ab 1998 wurde Bellmann dann zum Publikumsliebling. Er starb mit 77 Jahren am 20. November.

David Cassidy war in den 70er- Jahren als singender Mädchenschwarm Keith in der Fernsehserie "Die Partridge Familie" bekannt geworden. Auch die Musik aus der Serie wurde zum Welterfolg. Cassidy starb am 21. November im Alter von 67 Jahren.

Der Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday füllte ganze Stadien und gehörte zu Frankreichs Musikikonen. Er hat in seiner über 50-jährigen Karriere so viel Goldene und Silberne Schallplatten bekommen wie kaum einer seiner Landsleute. Hallyday, mit bürgerlichem Namen Jean-Philippe Smet, hatte seine musikalische Laufbahn in den frühen 60er-Jahren mit Schlagern begonnen, ehe er auf Rockmusik umsattelte. Er war bis zuletzt einer der größten Stars im französischen Showbusiness. Hallyday starb am 6. Dezember mit 74.

Der als "Hemdenkönig" bekannt gewordene Unternehmer und Designer Otto Kern war seit den 1970er-Jahren als Modeunternehmer aktiv, gab von den 1990er-Jahren an aber mehr und mehr das Geschäft in andere Hände. Seit 2000 gehört der Markenname Otto Kern zum Männermode-Konzern Ahlers. Kern zog sich ins Privatleben zurück. Er war viermal verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Kern starb am 10. Dezember im Alter von 67 Jahren.

Der deutsche Filmproduzent Wolf C. Hartwig (hier mit seiner Frau Véronique Vendell) landete mit dem berüchtigten "Schulmädchen-Report" in den 1970er-Jahren einen Kinohit in der Bundesrepublik. Er produzierte in seinem Leben mehr als 80 Filme, darunter viele Abenteuerfilme. Über Nacht zum Millionär aber ...

... machte ihn der schlüpfrige "Schulmädchen-Report". Die Kinoserie, in der auch bekannte Schauspieler wie Heiner Lauterbach ihre Karriere begannen, war Teil einer Sexfilm-Welle der 70er. Für den Kriegsfilm "Steiner - das eiserne Kreuz" erhielt Hartwig 1977 einen Bambi. Seine letzten Spielfilme erschienen Mitte der 80er-Jahre. Hartwig starb am 18. Dezember im Alter von 98 Jahren.

Greta Wehner war die Stieftochter des SPD-Politikers Herbert Wehner (1906-1990) und heiratete ihn später. Nach seinem Tod ...

... lebte sie seit 1996 in Dresden. In der Heimatstadt ihres Mannes gründete sie 2003 die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, die demokratische und politische Bildung in Sachsen unterstützt. Greta Wehner starb mit 93 Jahren am 23. Dezember. (abe/dpa)

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