Bilderserie
Dienstag, 06. November 2018

Schüsse, Schreie und Stau: Spezialkräfte üben in Hamburg Terroreinsatz

Bild 1 von 23
Schwer bewaffnete Polizisten in Schutzanzügen laufen durch die Hafencity in Hamburg, ... (Foto: imago/Chris Emil Janßen)

Schwer bewaffnete Polizisten in Schutzanzügen laufen durch die Hafencity in Hamburg, ...

Schwer bewaffnete Polizisten in Schutzanzügen laufen durch die Hafencity in Hamburg, ...

... Verletzte liegen blutend auf den Straßen. Es sind Schreie und Schüsse zu hören.

Doch was täuschend echt aussieht und klingt, ist eine Anti-Terror-Übung.

Einsatzkräfte aus ganz Deutschland üben in Hamburg den Ernstfall.

An vier Stellen in der Stadt werden unter realistischen Bedingungen Anschlagsszenarien durchgespielt.

Etwa 850 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland beteiligen sich an der Aktion, ...

... darunter auch die Bundespolizei-Eliteeinheit GSG9.

Ein Szenario: Terroristen greifen in einem U-Bahnhof einen Zug an, in mehreren Waggons detonieren Sprengsätze.

Aufgabe der Spezialkräfte: Sie müssen zunächst den U-Bahnhof umstellen, stürmen, um dann ...

... gegen vier Terroristen vorgehen.

Die Waffen der Einsatzkräfte sind blau gekennzeichnet, im Lauf stecken Platzpatronen.

Bei der Übung probt die Polizei die Taktik im Ernstfall.

Der Probe-Einsatz findet teilweise unter Ausschluss der Medien und Öffentlichkeit statt, ...

...denn die Taktik soll geheim bleiben.

Außerdem proben die Einsatzkräfte, wie sie Verletzte retten und versorgen können.

Die möglichst schnelle Versorgung der Verletzten sei das Wichtige an der Übung gewesen, erklärt der Polizeipräsident.

140 Statisten nehmen an der Übung teil. Es sind Polizeischüler und englische Darsteller. Sie spielen Passanten und Verletzte.

Die Einsatz-Probe ist auch ein Stresstest für die Krankenhäuser, die sich um die fingierten Verletzten mit Schussverletzungen kümmern müssen.

Besonders das Bundeswehrkrankenhaus ist in den den Anti-Terror-Einsatz involviert.

Das Krankenhaus bekommt zunächst die Nachricht, dass vier bis fünf Menschen verletzt seien, später wird ...

... die Zahl - wie im Ernstfall auch - immer mehr nach oben korrigiert. Am Ende werden bis zu 50 Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Übung verlangt den Hamburgern einiges ab. Vor allem in der Innenstadt kommt es während des Berufsverkehrs aufgrund der Übung zu Einschränkungen.

Das ist durchaus gewollt. Denn der Ernstfall soll so realitätsnah wie nur möglich geprobt werden (kpi/dpa).

weitere Bilderserien