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Freitag, 12. Oktober 2018

Mallorca nach der Sintflut: Stadt muss neu aufgebaut werden

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Nach dem heftigen Unwetter auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich das Wasser längst zurückgezogen. Doch erst allmählich wird das Ausmaß der Zerstörung ersichtlich. (Foto: AP)

Nach dem heftigen Unwetter auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich das Wasser längst zurückgezogen. Doch erst allmählich wird das Ausmaß der Zerstörung ersichtlich.

Nach dem heftigen Unwetter auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich das Wasser längst zurückgezogen. Doch erst allmählich wird das Ausmaß der Zerstörung ersichtlich.

Wo die Flut teilweise meterhoch stand, liegt nun das, was die Wassermassen mitgerissen haben: Schlamm ...

... und jede Menge Trümmer.

Den Ort Sant Llorenç des Cardassar, 60 Kilometer östlich von Palma, trifft es besonders hart.

Einwohner versuchen, ihre Häuser von den Spuren der Flut zu reinigen und die Schäden zu beheben.

Die Schlammspuren an Häuserwänden reichen teilweise bis zu drei Meter hoch.

Das Unwetter wütete am Dienstagabend: Innerhalb von nur zwei Stunden fielen mehr als 230 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel.

Daraufhin trat ein Bach über die Ufer - die Wassermassen rissen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellte.

Drei Tage später waten die Einwohner von Sant Llorenç des Cardassar immer noch knöcheltief durch die braune Brühe.

In dem Ort helfen mehr als 300 Einsatzkräfte beim Aufräumen.

Unter ihnen sind auch Soldaten. Seite an Seite schaufeln sie mit den Einwohnern den Schlamm von den Straßen und räumen Trümmer weg.

Unter den Helfern ist auch ein prominentes Gesicht: Der mallorquinische Tennis-Star Rafael Nadal zieht sich wenige Stunden nach der Katastrophe Gummistiefel über und greift zum Besen. Dann schippt er den Schlamm aus einer Autowerkstatt, die unter Wasser stand.

Etliche Einwohner haben fast alles verloren, was sie besitzen.

Ein Helfer beschreibt die Lage in Sant Llorenç des Cardassar im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung so: "Wir müssen die ganze Stadt wieder aufbauen, sauber machen und aus jedem Haus das Wasser pumpen und schöpfen."

Mittlerweile ist es traurige Gewissheit, dass durch das Unwetter zwölf Menschen ums Leben kamen. Darunter auch drei Deutsche.

Ein Paar und ein Journalist verloren in der Sintflut ihr Leben. Das Paar starb nahe der Ortschaft Artà im Nordosten der Insel.

Der Mann und die Frau sollen auf der Insel gelebt haben und 63 und 61 Jahre alt gewesen sein. Der Reporter hatte auf Mallorca Urlaub gemacht. Als er gerade auf dem Weg zum Flughafen nach Palma war, um eine Bekannte abzuholen, wurde er von dem Unwetter überrascht. Sein Auto wurde zur tödlichen Falle.

Unter den Todesopfern sind auch ein britisches Paar und eine Niederländerin.

Ein Achtjähriger wird noch vermisst. Das Kind, seine Mutter und seine Schwester wurden ebenfalls im Auto von den Fluten überrascht. Die Mutter konnte ihre Tochter retten. Als sie auch ihren Sohn aus dem Auto befreien wollte, wurde der Wagen mitgerissen. Später wurde die Leiche der Frau gefunden.

Von dem Jungen fehlt weiterhin jede Spur. Bis zu 800 Helfer suchen zeitweise nach dem Kind. Doch es besteht kaum noch Hoffnung, es lebend zu finden. (kpi/dpa/AFP)

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