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Montag, 26. Februar 2018

Der Vorbote von 9/11: Der erste Anschlag auf das WTC

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... der Anschlag auf das World Trade Center vor genau 25 Jahren. (Foto: AP)

... der Anschlag auf das World Trade Center vor genau 25 Jahren.

Im Nachhinein erscheint er wie ein Vorlauf, wie eine Warnung: ...

... der Anschlag auf das World Trade Center vor genau 25 Jahren.

Am 26. Februar 1993 um 12.17 Uhr Ortszeit erschüttert eine gewaltige Explosion das Wahrzeichen der Millionenstadt New York.

Selbst in den oberen Geschossen spüren die Menschen noch die Erschütterung.

"Es fühlte sich wie ein Gewitter an", berichtet damals Shannon Murphy, der im 101. Stock arbeitete, der "Washington Post".

In wenigen Minuten ist das Stockwerk mit Rauch gefüllt.

Bei der Explosion sterben sechs Menschen, ...

... 1042 weitere werden verletzt.

Später stellt sich heraus:

Hinter dem Anschlag stecken islamistische Terroristen um Ramsi Ahmet Jussef.

Es ist der erste islamistische Terroranschlag auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten.

Geistiger Führer der Gruppe soll der blinde Scheich Omar Abd el-Rahman sein, der 1993 festgenommen und "wegen einer Verschwörung, Bauwerke in die Luft zu sprengen", angeklagt wird.

1996 wird er zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, was für Islamisten weltweit zu einem Signal wird. Auch für Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

Ziel der Terroristen 1993 ist es eigentlich, den Nordturm zum Einsturz zu bringen und auf den Südturm stürzen zu lassen.

Die Konsequenzen wären verheerend gewesen.

Schließlich halten sich zur Tatzeit rund 50.000 Menschen in den Twin Towers auf.

Doch es fehlt den Terroristen an Sprengstoff, letztlich geht der Anschlag noch vergleichsweise glimpflich aus.

Dabei hat selbst die Bombe, die die Terroristen in der Tiefgarage zünden, noch eine gewaltige Sprengkraft: 700 Kilo Harnstoffnitrat, deponiert in einem Transporter.

Die Explosion reißt in die Garagen des World Trade Centers ein gigantisches Loch: 60 mal 4 Meter groß.

Die Detonation bringt auch die Betondecke zum Einsturz.

Einige der unteren Stockwerke werden verwüstet.

Es ist ein "Nachmittag des reinen Chaos", heißt es in der "Washington Post".

Qualm und Brände breiten sich in dem Gebäude aus.

Für die New Yorker Feuerwehr wird es einer der größten Rettungseinsätze.

"Ich war nicht vorbereitet auf das Szenario, das mich in der Lobby erwartete", so Polizeichef Donald Burns.

"Der Rauch war so schwarz, dass die Sicht selbst mit einer Taschenlampe nicht mehr als einen knappen Meter reichte."

Viele Menschen stecken stundenlang in den oberen Stockwerken oder in den Fahrstühlen fest und rechnen mit dem Schlimmsten.

"Ich liebe euch sehr. Seid gute Menschen. Macht wundervolle Dinge in eurem Leben", schreibt Carl Selinger in seinem Abschiedsbrief an seine Familie aus einem verrauchten Fahrstuhl.

Die Stadt New York trifft der Anschlag ins Mark. "Der Bombenanschlag auf das WTC war ein Ereignis von gewaltigem Ausmaß, ...

... der größte Vorfall, mit dem die New Yorker Feuerwehr in ihrer 128-jährigen Geschichte jemals zu tun hatte", schreibt Feuerwehrchef Anthony Fusco in seinem Abschlussbericht später.

Er kann nicht ahnen, dass nur wenige Jahre danach ein Anschlag ganz anderen Ausmaßes New York - und in der Konsequenz auch weite Teile der Welt - erschüttern wird.

Am 11. September 2001 zielen islamistische Terroristen wieder in das Herz der Handels- und Finanzwelt in New York.

Diesmal steckt Osama bin Laden, Chef der Terrororganisation Al-Kaida, hinter dem Anschlag.

Er bedient sich allerdings nicht einer Bombe, sondern zweier entführter Passagierflugzeuge, die in die Zwillingstürme des World Trade Centers fliegen.

Die Gebäude gehen in Flammen auf, ...

... 2976 Menschen kommen ums Leben.

Die Stadt New York ist eines ihrer Wahrzeichen beraubt.

Vom World Trade Center bleibt nichts mehr als Staub und Asche. Eine neue Zeitrechnung beginnt.

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