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Dienstag, 10. Dezember 2013

Wenn die Trauer Gräben zuschüttet: Die Welt feiert ihre Ikone Nelson Mandela

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Es schüttelt wie aus Kübeln an diesem großen Tag in Südafrika. (Foto: AP)

Es schüttelt wie aus Kübeln an diesem großen Tag in Südafrika.

Es schüttelt wie aus Kübeln an diesem großen Tag in Südafrika.

Das Land gedenkt seines größten Sohnes, Nelson Mandela, ...

... und aus aller Welt sind die Staats- und Regierungschefs zur Trauerfeier angereist.

Neben dem amtierenden US-Präsidenten Barack Obama versammeln sich auch seine Vorgänger George W. Bush (r) und Bill Clinton (l) im Stadion.

"Wir sind jetzt bei 91 bestätigten Staats- und Regierungschefs plus 10 früheren Staatschefs", teilt der Sprecher des südafrikanischen Außenministeriums, Clayson Monyela, nicht ohne Stolz kürzlich mit.

Jeder, der Rang und Namen hat ...

... und irgendwie prominent ist, kommt zu diesem Großereignis.

Zumindest fast jeder.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt in Berlin, ...

... wo sie sich ins Kondolenzbuch für Mandela einträgt.

Sie verpasst dabei eine einzigartige Gedenkfeier für einen der Großen des vergangenen Jahrhunderts.

Auch Zehntausende Südafrikaner nehmen an der Zeremonie teil, ...

... die bisweilen mehr einem fröhlichen Fest als einer Trauerveranstaltung ähnelt.

"Mandela, akekho ofana nawe", "Mandela, es gibt keinen anderen wie dich", rufen die Massen im gigantischen Johannesburger Stadion.

Der Sprechgesang ist ohrenbetäubend und zeigt, wie sehr die Südafrikaner ihren Nationalhelden lieben.

Von der Ausstrahlung Mandelas zeugen auch die Reden, die an diesem Tag gehalten werden. "Südafrika hat einen Helden verloren, die Welt einen Mentor", sagt etwa UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Auch Obama würdigt sein Vorbild Madiba, wie Nelson von seinen Freunden genannt wird.

Dieser habe ihn sehr beeinflusst und ihn dahin gebracht, wo er nun sei.

Zumindest scheint er ihn nun auch zu einer großen Geste gebracht zu haben, die es seit Jahrzehnten nicht gab.

So schüttelt er als erster US-Präsident seit Jahrzehnten die Hand eines kubanischen Staatschefs - zur offensichtlichen Freude von Raul Castro.

Die Trauerfeier zeigt aber auch: Das Land am Kap steht nach Mandelas Tod vor schwierigen Zeiten.

So sehr Mandelas Familie, Obama und ehemalige südafrikanische Präsidenten bejubelt werden, ...

... für den amtierenden Präsidenten Jacob Zuma gibt es vor allem ein Pfeifkonzert.

"Es scheint, als seien wir hier, um zwei Präsidenten zu verabschieden", heißt es später auf Twitter.

Und wenn die letzten Trauergäste gegangen sind, bleiben doch die Probleme des Landes, die Arbeitslosigkeit, die Kriminalität, die marode Wirtschaft.

Nur gibt es den großen Vater Madiba nicht mehr.

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