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Mittwoch, 21. Februar 2018

Spektakulär und preisgekrönt: Jury kürt Pressefoto des Jahres

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Oder hier, wenn ein Nashorn kurz vor seiner Freilassung in die Wildnis in Botswana steht, nach seiner Umsiedlung aus Südafrika. (Foto: Neil Aldridge)

Oder hier, wenn ein Nashorn kurz vor seiner Freilassung in die Wildnis in Botswana steht, nach seiner Umsiedlung aus Südafrika.

"Welt-Pressefotos des Jahres": Die Fotografen dieser Bilder fangen bedeutsame Momente ein. Sie zeigen, wie sich die Welt im vergangenen Jahr verändert hat.

Einige Fotos sind bedrückend, ...

... sie machen traurig ...

... oder wütend, ...

... andere faszinieren ...

... und machen Freude.

Die Bilder regen zum Nachdenken an, ...

... sie berühren.

Wegschauen ...

... fällt da schwer.

Nominiert für die Hauptkategorie "Pressefoto des Jahres 2018" war Patrick Brown für dieses Bild von toten Rohingya-Flüchtlingen, einer muslimischen Minderheit. Sie ertranken, nachdem ihr Boot kenterte. Von 100 Menschen überlebten nur 17.

So wie sie versuchten Hunderttausende verfolgte Rohingya ...

... aus Myanmar nach Bangladesch zu flüchten, wie auch diese Bilder von Kevin Frayer zeigen.

Viele überlebten die Flucht nicht.

Nominiert war auch dieses Foto von Adam Ferguson. Zu sehen: die von der Terrormiliz Boko Haram in Nigeria entführte 14-jährige Aisha. Die Terroristen wollten sie ...

... und andere Entführte als Selbstmordattentäter missbrauchen und legten ihnen Sprengstoff um.

Doch den Mädchen gelang die Flucht.

Toby Melville hat dieses Foto nach dem Terroranschlag auf der Westminster Bridge in London aufgenommen - es gehörte zu den nominierten Bildern.

Der Attentäter war mit einem Auto in Fußgänger gerast. Er tötete fünf Menschen und verletzte Dutzende.

Die Terrormiliz Islamischer Staat beanspruchte die Tat für sich.

Ivor Prickett wurde gleich mit zwei Bildern aus dem Irak nominiert. Dieses hier zeigt, wie Zivilisten für Hilfsgüter anstehen, nachdem der IS aus Mossul vertrieben worden war.

Hier trägt ein irakischer Soldat nach der Schlacht um Mossul einen Jungen.

Die Kämpfe hatten monatelang gedauert. Tausende Zivilisten starben, große Teile der Stadt liegen in Trümmern.

Gewinner des Hauptpreises für das "Pressefoto des Jahres" ist dieses Bild von Ronaldo Schemidt von den Protesten in Venezuelas Hauptstadt Caracas. Es zeigt, wie der Demonstrant Victor Salazar Feuer fängt, nachdem er mit anderen Demonstranten versuchte, ein Polizei-Motorrad zu zerstören und dessen Tank explodierte. Salazar überlebte schwer verletzt.

"Er repräsentiert nicht nur sich selbst und sich selbst brennend, sondern auch die Idee von einem brennenden Venezuela", hieß es von der Jury über Schemidts Foto. Ähnliche Aufnahmen (hier zu sehen) von dem brennenden Demonstranten machte auch Juan Barreto.

Bei den Protesten gegen die Regierung hatte es heftige Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Dutzende Menschen starben.

Zu den Gewinnern gehören auch zwei deutsche Fotografen. Ausgezeichnet wurde Jesco Denzel mit einen ersten Preis in der Kategorie "Zeitgenössisches Einzelbild". Lagos, Nigeria: Touristen kommen mit einem Boot in die informelle Siedlung "Makoko", die teilweise aus Pfahlbauten besteht. Da Baugrund knapp ist, droht den rund 150.000 Bewohnern die Zwangsräumung.

Thomas P. Peschak wurde gleich mehrfach ausgezeichnet ...

... für Fotos in den Kategorien Umwelt und Natur.

Insgesamt hat die Jury des "World Press Photo" Preise in acht Kategorien vergeben, 42 Fotografen waren mit ihren Bildern nominiert.

Darunter war auch dieses Foto von Ryan M. Kelly, der den Moment der mutmaßlichen Autoattacke in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia festhielt. Ein mutmaßlicher Neonazi war nach einem Aufmarsch Rechtsextremer in eine Gruppe Gegendemonstranten gefahren - offenbar absichtlich.

In den Wochen danach reiste der Fotograf Espen Rasmussen durch drei US-Bundesstaaten ...

... und dokumentierte, dass viel Angst, Aggression und sogar Hass vorhanden sind.

Andere Fotos zeigen den Alltag der Menschen ...

... mit ihren Müllmassen, ...

... die Mensch und Umwelt belasten.

Die Fotos zeigen auch Prostituierte im russischen St. Petersburg, ...

... zu sehen sind außerdem Innovationen. Hier modern gesteuerte landwirtschaftliche Flächen ...

... und hier eine wassersparende Form der Landwirtschaft, beides in den Niederlanden.

Auf den ersten Blick ein schöner Vogelschwarm - doch hier wird vor allem ...

... die Abholzung im Amazonas-Gebiet in Brasilien dokumentiert, ...

... ebenso wie der gigantische Fleischkonsum der Menschen. Im Bild: eine Hühnerfabrik in China.

Die Fotos zeigen auch den Aufschwung in China. Durch gestiegene Einkommen ...

... stieg die Nachfrage unter anderem nach Fleisch und Fertiggerichten.

Immer wieder geht es um Gewalt, zum Beispiel Gewalt gegen diese Mädchen in Kamerun.

Ihre Brüste wurden mit heißen Gegenständen verbrannt.

Hinter der Praxis des "Brustbügelns" steht unter anderem die Absicht, ...

... Mädchen so unattraktiver zu machen, um sie vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

Auch das Massaker von Las Vegas ist auf den nominierten Fotos zu sehen.

Der Attentäter hatte von einem Hotelzimmer aus auf Konzertbesucher gefeuert. Er tötete 58 Menschen und sich selbst.

Einige Bilder geben aber auch Hoffnung ...

... zum Beispiel, wenn wie hier Frauen auf Sansibar, das zu Tansania gehört, schwimmen lernen. Denn das ist in dem Land bisher nicht selbstverständlich.

Oder hier, wenn ein Nashorn kurz vor seiner Freilassung in die Wildnis in Botswana steht, nach seiner Umsiedlung aus Südafrika.

Nicht zuletzt zeigen einige der nominierten Bilder auch die Schönheit dieser Welt.

Zum Beispiel die Artenvielfalt auf den ...

... Galapagosinseln und den Sternenhimmel darüber.

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