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Sonntag, 25. Februar 2018

Ohne Moos was los: Leers Weg aus der Jahrhundertkrise

Von Julian Vetten

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Die 35.000-Einwohner-Stadt lockt Besucher mit ihrem pittoresken Stadtkern und ... (Foto: Julian Vetten)

Die 35.000-Einwohner-Stadt lockt Besucher mit ihrem pittoresken Stadtkern und ...

Wer sich von der ostfriesischen Kunst der Entschleunigung inspirieren lassen möchte, kommt an Leer nicht vorbei: ...

Die 35.000-Einwohner-Stadt lockt Besucher mit ihrem pittoresken Stadtkern und ...

... viel Wasser. Da macht ein Besuch sogar im Winter Spaß. Leer als Touristenhochburg? Vor 30 Jahren hätten da die meisten noch ungläubig den Kopf geschüttelt.

Nicht zu Unrecht, damals war der Ort eine astreine Industriestadt, die nach ...

... "Spanplatten, Öl, Tabak und Keksen" roch, wie sich der ehemalige Bürgermeister Wolfgang Kellner erinnert. Reich waren die Leeraner nie, doch als Anfang der 1980er ...

... peu à peu die wichtigsten Betriebe schließen mussten, ging es wirtschaftlich bergab mit der Stadt.

Das traurige Finale des Industriesterbens fand 1987 statt, als mit der Jansen-Werft der größte Arbeitgeber vor Ort seine Pforten schließen musste.

Auch die Proteste der Arbeiter konnten gegen die wirtschaftliche Realität nichts ausrichten. Über Jahre hinweg trug Leer den zweifelhaften Titel als ärmste Stadt Deutschlands, teilweise überschritt die Arbeitslosigkeit die 30-Prozent-Rate.

Am Stadtleben selbst ließ sich der wirtschaftliche Niedergang allerdings nie wirklich ablesen: ...

... In der Fußgängerzone wurde weiter fröhlich flaniert ...

... und auch im Eiscafé genossen die Ostfriesen augenscheinlich das Leben.

Selbst die schmalen Altstadtgassen präsentierten sich damals fast genauso schmuck ...

... wie heute.

Einzig die Halbinsel Nesse ist anno 2018 kaum noch wiederzuerkennen.

Wo vor 30 Jahren Industrie(brachen) das Gelände dominierten, ...

... ist heute eine Hafencity in Miniaturausführung entstanden: Technologieunternehmen, Reedereien mit repräsentativen Firmensitzen und ...

... nicht unbedingt schöne, dafür aber schicke, neue Wohnhäuser belegen die Halbinsel nun mit Beschlag.

Auch neu: eine Uferpromenade. Gäbe es die wie auf diesem Foto von 1987 (mit dem Ruderclub im Mittelpunkt) heute nicht, hätte man ...

... auf wunderschöne Sonnenuntergänge wie diesen keine so fantastische Sicht.

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