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Sonntag, 07. Dezember 2014

Steine, Brandsätze, Wasserwerfer : Proteste in Griechenland eskalieren

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Krawalle erschüttern Griechenlands Hauptstadt Athen und die zweitgrößte Stadt Thessaloniki. (Foto: AP)

Krawalle erschüttern Griechenlands Hauptstadt Athen und die zweitgrößte Stadt Thessaloniki.

Krawalle erschüttern Griechenlands Hauptstadt Athen und die zweitgrößte Stadt Thessaloniki.

Es fliegen Steine und Brandsätze, ...

... ein Großaufgebot von Polizisten versucht, das Schlimmste zu verhindern...

... und die gewaltbereiten Demonstranten in Schach zu halten.

Die Zusammenstöße entzünden sich am Rande von Demonstrationen mit mehr als zehntausend Menschen.

Die Proteste erinnern an den 15-jährigen Alexis Grigoropoulos, der vor genau sechs Jahren durch Polizeischüsse getötet worden war.

Die Schüsse auf den Jugendlichen waren damals der Auftakt zu wochenlangen Jugendrevolten ungekannten Ausmaßes.

An jedem Jahrestag erinnern Demonstranten an den Jungen, ...

... wobei sie auch ihrem Zorn über den rigiden Sparkurs der Regierung Luft machen.

In diesem Jahr gehen bereits während des Protestmarsches zum zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament Schaufensterscheiben zu Bruch, Bushaltestellen werden demoliert.

Unter den Protestierern sind vor allem Schüler und Studenten sowie autonome und linksgerichtete Gruppierungen.

Die Polizei setzt Tränengas ...

... und Blendgranaten ein.

"Die Flamme vom Dezember ist noch nicht erloschen" und "Kampf gegen die antisoziale Politik und die Repression" ist auf Spruchbändern der Demonstranten in Athen zu lesen.

Auch in Thessaloniki kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit Tränengas gegen die Demonstranten vorgeht.

Zwischenfälle gibt es auch noch in mehreren anderen Städten auf dem griechischen Festland und auf Kreta.

Die Sicherheitskräfte nehmen in Athen fast 300 Menschen fest.

In diesem Jahr sprechen die Protestteilnehmer auch dem 21-jährigen Nikos Romanos ihre Unterstützung aus, einem Freund von Grigoropoulos, der den Tod des 15-Jährigen damals miterlebte.

Romanos sitzt wegen eines Raubüberfalls im Gefängnis.

Seit knapp einem Monat befindet er sich im Hungerstreik, um sein Recht, außerhalb des Gefängnisses zu studieren, einzufordern.

In den vergangenen Tagen hatte es in Griechenland bereits mehrere Solidaritätskundgebungen für den Anarchisten gegeben.

Dabei war es in Athen am Dienstag bereits zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Nun kündigen die Demonstranten weitere Proteste an.

Aber auch die Gewerkschaften wollen auf die Straße gehen.

Sie rufen zu einer Kundgebung gegen die Abstimmung über den griechischen Haushalt auf.

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