CDU-"Pop-Star" ohne Hausmacht: Ursula von der Leyen
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Für Ursula von der Leyen ist es so etwas wie die Krönung ihrer Arbeit.Bild 1 von 29 Die CDU gab sich bei ihrem Parteitag in Hannover im Dezember 2007 im Rahmen des neuen Parteiprogramms auch neue Grundsätze zur Familienpolitik.Bild 2 von 29 Sie tragen die Handschrift der quirligen Bundesministerin, die seit zwei Jahren Schritt für Schritt und gegen teilweise massiven Widerstand ihre Partei kontinuierlich in Richtung moderne Familienpolitik getrimmt hat.Bild 3 von 29 "Sie ist der Pop-Star der CDU", freut sich CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla über die ?Bild 4 von 29 ? nach Kanzlerin Angela Merkel ?Bild 5 von 29 ? Umfrage-Vize-Königin der Partei.Bild 6 von 29 "Die heilige Johanna der Kinderbetreuung - aber ohne Schwert", schimpfte einst SPD-Chef Kurt Beck ...Bild 7 von 29 ... über die "Produktpiraterie" der siebenfachen Mutter auf dem früher ureigensten SPD-Feld.Bild 8 von 29 Die von der Leyen-Bilanz hat aber einen Schönheitsfehler: Im ursprünglichen Programm-Entwurf für den Parteitag stand das umstrittene Betreuungsgeld (SPD-Spott: "Herdprämie") nicht drin.Bild 9 von 29 Erst nach Interventionen aus einigen CDU-Landesverbänden hat die Antragskommission dafür gesorgt, dass die zusätzliche Leistung für die Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in die Kita schicken, sondern zu Hause betreuen wollen, jetzt in einem Sonderantrag ins Programm kommt.Bild 10 von 29 Von der Leyen selbst hegt dabei immer noch erhebliche Vorbehalte gegen ein Betreuungsgeld. Ihr Argument: Gerade bildungsferne, gerade ärmere Familien bekommen mit dem Betreuungsgeld einen Anreiz, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken.Bild 11 von 29 Doch um den Unionsfrieden nicht zu gefährden suchte sie kürzlich demonstrativ das Gespräch mit der neuen CSU-Spitze (im Bild: mit CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer). Man versicherte sich gegenseitiger Unterstützung.Bild 12 von 29 Die braucht von der Leyen, weil sie sonst den für ihre weiteren Reform-Pläne benötigten Rückhalt unter den Amtsträgern der Union verlieren könnte.Bild 13 von 29 Vor allem bei den "Traditionalisten" in der Unionsfraktion gab es in den vergangenen Monaten Grummeln. Einige Familienpolitiker fühlten sich bei von der Leyens frühem Vorstoß für einen massiven Ausbau der Krippenplätze überrumpelt.Bild 14 von 29 Die Betonung der Rolle der berufstätigen Mütter sei einseitig. Auch habe es an Absprachen bei der Besetzung wichtiger Beratergremien gefehlt, sagen die Kritiker.Bild 15 von 29 Bei der Diskussion über Testkäufe durch Jugendliche im Staatsauftrag mit dem Ziel, illegalen Vertrieb von Gewaltvideos und Alkohol aufzuspüren, ...Bild 16 von 29 ... wurde von der Leyen sogar von Merkel selbst zurückgepfiffen.Bild 17 von 29 Manche sehen diese gelegentlichen Dissonanzen auch als Folge der fehlenden Verankerung der Ministerin in der Unionsfraktion.Bild 18 von 29 Von der Leyen hat kein Abgeordnetenmandat und auch nicht die Absicht, 2009 für den Bundestag zu kandidieren.Bild 19 von 29 Die mit einem Mandat verbundenen zusätzlichen Termin-Belastungen wolle sie ihrer Familie nicht zumuten, heißt es in ihrer Umgebung.Bild 20 von 29 So wird die Medizinerin zwar CDU-Präsidiumsmitglied bleiben, aber weiterhin in der Union keine richtige Hausmacht haben.Bild 21 von 29 Die politische Quereinsteigerin hat aber auch so schon in der eigenen Partei so viel bewegt, dass sie aus jeder künftigen Wahlkampfstrategie der CDU kaum wegzudenken ist.Bild 22 von 29 "Für uns ist die Frau ein Glücksfall", sagt etwa Berlins Großstadt-Wahlkämpfer Friedbert Pflüger über seine Parteikollegin.Bild 23 von 29 "Echte Wahlfreiheit" zwischen Beruf...Bild 24 von 29 ... und Familie, ...Bild 25 von 29 ... die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, ...Bild 26 von 29 ... der beitragsfreie Kindergartenplatz, ...Bild 27 von 29 ... ein Familiensplitting - ...Bild 28 von 29 ... vor der "Ära von der Leyen" waren dies im konservativen Lager der Unionsparteien absolute Tabu-Themen. (Alle Fotos: AP, dpa)Bild 29 von 29