Bilderserie
Freitag, 16. März 2018

Wahl-Show in Russland: Wo die Helfer mit Schneemobilen unterwegs sind

Bild 1 von 31
Die Russen wählen am 18. März ihren Präsidenten … (Foto: REUTERS)

Die Russen wählen am 18. März ihren Präsidenten …

Die Russen wählen am 18. März ihren Präsidenten …

… und der Sieger steht so gut wie fest.

Umfragen zeigen, dass Wladimir Putin bereits im ersten Wahlgang etwa 70 Prozent der Stimmen erobern dürfte und sich damit eine vierte Amtszeit bis 2024 sichert.

Seine insgesamt sieben Herausforderer stellen für ihn keine Gefahr dar.

Eine logistische Herausforderung ist indes die Wahl selbst.

Die Abstimmung begann wegen der vielen Zeitzonen im größten Land der Welt bereits am Dienstag, dem 13. März, an entlegenen Orten des Fernen Ostens.

Sie endet am Sonntagabend in der Ostsee-Exklave Kaliningrad um 19 Uhr MEZ.

In den schwer zugänglichen Gebieten Sibiriens - in den Regionen Sachalin und Magadan - durften die Menschen bereits ihre Stimme abgeben.

Auch auf der Halbinsel Kamtschatka, in Nordostsibirien in dem Gebiet der Tschuktschen, in Jakutien im Osten und in der Amur-Region (Südostsibirien) begann die Wahl früher.

In ihren Jurten werden die meisten Wähler die Namen der Kandidaten zum ersten Mal gehört haben.

Bis auf den Wladimir Putins natürlich.

Unter den ersten Wählern waren auf Krillon die Leuchtturmwärter.

Anschließend waren die Menschen auf Moneron gefragt, einer Insel südwestlich von Sachalin.

Die Mitglieder der Wahlkommission müssen ihre Flüge immer aktuell planen. Das Wetter kann jedem Einsatz einen Strich durch die Rechnung machen.

So besuchen sie beispielsweise per Hubschrauber in der nördlichen Ewenken-Region …

… die Rentier-Hüter ...

... und mehrere Bergbauunternehmen.

Manchmal sind sie auf Schneemobile, Geländewagen, Lkw ...

... und andere Ausrüstungen angewiesen, …

… um den extrem niedrigen Temperaturen von bis zu minus 50 Grad zu widerstehen.

Die Wahlhelfer sind zu entlegenen Siedlungen, ...

... Basislagern ...

... und Wetterstationen unterwegs.

In so manch abgelegener Region ist die Kommunikation nur über den Militärfunk möglich.

Dennoch investiert die Moskauer Zentralregierung Millionen von Rubel, um diesen wenigen Wählern die Stimmabgabe zu ermöglichen.

Die Arbeit der Wahlhelfer wird von der internationalen Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwacht.

Die Beobachter sollen verhindern, dass es wie vor zwei Jahren bei den Parlamentswahlen in Russland zu versuchten Wahlfälschungen kommt.

Damals hatten Jugendliche Geld bekommen, weil sie mehrfach ihre Stimme abgaben und dafür die Namen älterer Menschen nutzten, die selbst nicht zur Wahl gingen.

Bei all dem Aufwand für die Stimmabgabe der wenigen Menschen im fernen Osten des größten Landes der Erde kommt es der Regierung von Wladimir Putin offenbar darauf an, …

… das Gefühl von freien, demokratischen und fairen Wahlen zu vermitteln.

Sie müssen zumindest tief in der russischen Bevölkerung als halbwegs real angesehen werden.

weitere Bilderserien