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Sonntag, 04. März 2018

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Flo hat uns den Arsch gerettet"

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Gladbachs Trainer Dieter Hecking ist vom Endergebnis nur mäßig begeistert. "Wir haben sehr viel investiert. Die beiden Gegentore müssen wir besser verteidigen. Als Zakaria und Kramer unten waren, ist die Stabilität verloren gegangen." (Foto: imago/siwe)

Gladbachs Trainer Dieter Hecking ist vom Endergebnis nur mäßig begeistert. "Wir haben sehr viel investiert. Die beiden Gegentore müssen wir besser verteidigen. Als Zakaria und Kramer unten waren, ist die Stabilität verloren gegangen."

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen (2:2)

Gladbachs Trainer Dieter Hecking ist vom Endergebnis nur mäßig begeistert. "Wir haben sehr viel investiert. Die beiden Gegentore müssen wir besser verteidigen. Als Zakaria und Kramer unten waren, ist die Stabilität verloren gegangen."

Sein Gegenüber, Florian Kohfeldt ist schon zufriedener: "Wir wollten gewinnen, und das wäre auch möglich gewesen. Aber in der ersten Hälfte haben wir nicht so den Zugriff bekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Punkt ist nach dem 0:2 für die Moral sehr wichtig."

Thomas Delaney sorgt für den Anschlusstreffer, hat aber dennoch so seine Probleme: "Also, ehrlich gesagt, meine Füße fühlen sich an wie Eisklumpen. Das ist schon nicht so ganz angenehm, gehört aber mit dazu."

Am Ende jubeln die Werder-Fans deutlich lauter. Für sie wirkt das Unentschieden wie ein Sieg.

Eintracht Frankfurt - Hannover 96 (1:0)

Drei Punkte, aber dennoch hat Eintracht-Coach Niko Kovac was zu meckern. "Unterm Strich war der Sieg verdient, obwohl es kein ansehnliches Spiel war. Heute zählt einzig und allein der Erfolg."

Den Sieg hat er seinem Spieler Danny da Costa zu verdanken. Der trifft erstmals in der Bundesliga. Auf die Frage, ob er dafür ein Ständchen bringen muss oder eher einen ausgeben, sagt er klar: "Ich denke, keiner will mich hier singen hören."

Und wieder einmal kommt der Video-Assistent zum Einsatz. André Breitenreiter muss zusehen, wie seiner Mannschaft ein Elfmeter wieder aberkannt wird. Der 96-Trainer danach aber ganz fair: "Für eine Schwalbe will ich auch keinen Elfmeter haben."

Schalke 04 - Hertha BSC (1:0)

"Wir sind ein bisschen traurig. Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgemacht und waren in der zweiten dominant. Trotzdem haben wir verloren, obwohl wir mehr verdient hatten", sagt Hertha-Trainer Pal Dardai.

Er weiß auch, woran sein Team gescheitert ist: "Ohne Tore geht es nicht. Deshalb hat Schalke gewonnen."

Domenico Tedesco weiß aber auch, dass seine Schalker im Moment das nötige Glück haben. "Am Ende haben wir es nach Hause geschaukelt."

Warum nämlich? "Hertha ist eine Mannschaft, die enorm eklig ist. Die erste Halbzeit war gut, die zweite sehr schlecht. Wir haben keine zweiten Bälle mehr gewonnen, dann kriegst du keinen Ballbesitz."

Also Friede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten! Der Grund der Aufregung ist Max Meyer und sein Vertragspoker.

Von dem ist Manager Christian Heidel mächtig bedient: "Momentan habe ich den Eindruck, dass es in eine Richtung gehen soll, dass Schalke 04 da sitzt und zittert von morgens bis abends, ob ein Spieler den Vertrag verlängert. Das ist nicht die Position von Schalke."

FC Augsburg - 1899 Hoffenheim (0:2)

Erstmals seit dem 5. November gewinnt 1899 ein Auswärtsspiel. "Wir sind froh, endlich wieder mit drei Punkten in den Kraichgau zu fahren", sagt Julian Nagelsmann daher auch.

Sein Torwart, Oliver Baumann, drückt es noch pointierter aus: "Oh, ist das schön."

Baumanns Gegenüber, Martin Hitz, hat mit der Niederlage nur wenig Probleme. "Es gibt keinen Grund, sich gegenseitig zu zerfleischen." Recht hat er auf Tabellenplatz neun.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen (1:2)

Für Neu-Trainer Bruno Labbadia läuft es beim VfL Wolfsburg nicht. Zwei Spiele - ein Unentschieden, eine Niederlage.

Was denkt er über den Abstiegskampf? "Das ist der berühmte Kopf, der da eine Rolle spielt."

Für Stefan Kießling könnte der Tag dagegen kaum schöner sein. Seine Mannschaft siegt und er spielt seine 400. Bundesligapartie. "Einfach der Wahnsinn."

Glücklich ist auch sein Trainer: "Unser Sieg ging absolut in Ordnung. Meine Mannschaft hat auf die Heimniederlage gegen Schalke 04 damit genau die richtige Antwort gegeben", sagt Heiko Herrlich.

Hamburger SV - FSV Mainz 05 (0:0)

Bester Mann auf dem Platz: Florian Müller. Der 20-Jährige debütiert für Mainz im Tor.

Und macht gleich mal Filip Kostic das Leben schwer - indem er dessen Elfmeter hält.

Alle Mainzer wissen dementsprechend, bei wem sie sich bedanken müssen. "Flo hat uns heute den Arsch gerettet", sagt Danny Latza. Trainer Sandro Schwarz drückt es etwas gewählter aus: "Was Flo Müller in seinem ersten Spiel abgerissen hat, war überragend."

HSV-Trainer Bernd Hollerbach flüchtet sich in Phrasen: "Jedem war bewusst, dass das Spiel sehr wichtig ist, um wieder ranzukommen. Mir tut es unfassbar leid für die Mannschaft, dass wir uns nicht belohnt haben. Es liegt in meiner Natur, niemals aufzugeben. Wir haben noch neun Endspiele, müssen aber nicht drumherum reden, dass es richtig schwer wird."

In die gleiche Kerbe schlägt auch Sportdirektor Jens Todt: "Wir brauchen ein paar außergewöhnliche Wochen."

Die Fans dagegen sind realistischer.

Der Mainzer Trainer Schwarz hat da schon mehr zu lachen: "Aus unserer Sicht war es ein glücklicher Punkt, aber auch einer für die Moral. Wir haben uns in Unterzahl gewehrt, 90 Minuten gekämpft."

RB Leipzig - Borussia Dortmund (1:1)

Das Spiel ist hart umkämpft.

Zunächst darf Leipzig jubeln ...

... weil Jean-Kevin Augustin trifft.

Doch dann kommt Marco Reus - und gleicht zum 1:1 aus.

Sein Trainer Peter Stöger adelt ihn: "Man ist nicht außergewöhnlich intelligent, wenn man sagt, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist."

Zwar ist es für Leipzig wieder kein Sieg, aber Willi Orban hat eine Theorie: "Wir sind jetzt die Jäger. Vielleicht liegt uns das jetzt ein bisschen mehr." Schließlich rangiert RB nur noch auf Tabellenplatz sechs. (ara)

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