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Dienstag, 28. Oktober 2008

Internet macht's möglich: Deutsche sind Händlervolk

Immer mehr Deutsche nutzen das Internet als Warenumschlagplatz - und betätigen sich zunehmend selbst als Verkäufer. Im vergangenen Jahr haben 13 Millionen Deutsche zwischen 16 und 74 Jahren Waren oder Dienstleistungen online verkauft, meldet der Branchenverband BITKOM. Das ist gut jeder Fünfte in dieser Altersgruppe, deutlich mehr als vor einigen Jahren. 2004 waren es noch 9 Millionen, 2002 lediglich 3 Millionen. Der Studie liegen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat zugrunde.

Europaweit liegen die Deutschen damit auf Platz zwei in der Verkäufer-Statistik. Nur die Dänen sind noch aktiver, 22 Prozent von ihnen stellten im letzten Jahr Waren zum Verkauf ins Netz. ). Im Rest der EU sei die Begeisterung für Verkäufe im Web noch nicht ganz so groß, meldet die BITKOM. Im Schnitt nutze nur jeder Zehnte das Netz für diese Zwecke. Wenige Online-Händler gebe es in den südosteuropäischen und baltischen Staaten.

Wer regelmäßig und viel verkauft beziehungsweise versteigert, muss aufpassen, dass er juristisch gesehen nicht zum Unternehmer wird. Nur Privatverkäufer können nämlich Widerrufs- und Gewährleistungsrecht ausschließen. Allerdings ist nicht geregelt, bei welcher Grenze der Privatverkäuferstatus endet. Klar ist allerdings: Beschafft man Waren, um sie weiterzuverkaufen, dann gilt man auf jeden Fall als Unternehmer und muss entsprechende Steuern zahlen.

Quelle: n-tv.de