Technik

Raubkopierer unter Druck Filmindustrie wehrt sich

Die Filmindustrie hat ihre Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" intensiviert und in jüngster Zeit damit größere Erfolge erzielt. Wie die Organisatorin der Kampagne, Elke Esser, berichtete, wurden von Januar bis März mehr als 158.000 illegale Filmkopien sichergestellt, rund 700 Verfahren eingeleitet und 527 Räume durchsucht. Das sei eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2003 wurden Millionen von Raubkopien beschlagnahmt und tausende Wohnungen durchsucht. Der Schaden für die Filmindustrie wurde allein 2004 auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt.

Zu den jüngsten Ermittlungserfolgen gehöre die Zerschlagung der Gruppe "Flatline" im April, nach Angaben Essers einer der Hauptakteure im Geschäft mit illegalen Filmkopien aktueller Kinofilme in Deutschland. Vermehrt würden Undercover-Ermittler in den Internet-Tauschbörsen sowie Spezialtrupps an Szeneplätzen eingesetzt. Auch das Auktionshaus eBay unterstütze die Kampagne gegen illegale Filmkopien.

Zudem sollen in den Kinos die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden. Punktuell sei der Einsatz von Nachtsichtgeräten geplant, um das Abfilmen von der Leinwand zu verhindern. Ein Zusammenschluss mehrerer Kinos prüfe den Kauf von etwa 600 Geräten. "Die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, wird immer größer", sagte Esser. "Wir wollen aus dem Kino keinen Hochsicherheitstrakt machen, aber es wird künftig auch bei Galapremieren Sicherheitssperren wie auf den Flughäfen geben."

Quelle: ntv.de