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Freitag, 02. März 2018

Der blonde Bond: Daniel Craig steht kurz vorm Höhepunkt

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Auch wenn es ihn nervt. (abe/dpa) (Foto: imago/Matrix)

Auch wenn es ihn nervt. (abe/dpa)

Kurz vor seinem 50. Geburtstag erlebte Daniel Craig, was es heißt, zu altern. Nach seinem Kurzauftritt bei den britischen Filmpreisen, den Baftas, am 18. Februar in London ätzten Medien und Fans im Internet über sein Aussehen.

Die Haare ergraut, das Gesicht etwas aufgedunsen, die Haut "wächsern" - Craig sei "nicht wiederzuerkennen", fand das Boulevardblatt "Daily Mail".

Vor seinem nächsten Einsatz als Geheimagent James Bond ist Craig (hier 2016 bei der Uno) vielleicht etwas aus der Form.

(Aber nicht so wie seine Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin.)

Genau das ist es allerdings, was den britischen Schauspieler an der Rolle seines Lebens am meisten stört: ...

... "Es nervt", sagte Craig 2015. "Schauspielern ist am besten, ...

... wenn man sich über sein Äußeres keine Gedanken machen muss. Und Bond ist das Gegenteil davon."

Craig wurde am 2. März 1968 in Chester geboren. Seine Karriere begann 1992 an der Seite von Morgan Freeman und Armin Mueller-Stahl in dem Drama "Im Glanz der Sonne" (Originaltitel: The Power of One).

Mitte der 1990er-Jahre sorgte er - langhaarig - in der ...

... BBC-Serie "Our Friends In The North" für Aufsehen. (im Bild: mit Greta Scacchi 1998 in "Love and Rage")

Bei der Berlinale 2000 erhielt er den "Shooting Star Award". In Deutschland war Craig damals vor allem als langjähriger Partner der Moderatorin und Schauspielerin Heike Makatsch (hier beide 1997 in "Obsession") ...

... in den Medien. Von ...

... 1996 bis 2004 waren die beiden ein Paar. (hier 2003 bei einer Filmpremiere)

Einem größeren, weltweiten Publikum bekannt wurde Craig an der Seite von Angelina Jolie in "Lara Croft: Tomb Raider" (2001), ...

... neben Tom Hanks und Paul Newman in "Road To Perdition" (2011) ...

... und als Hauptdarsteller im Thriller "Layer Cake" (2005), ...

... in dem schon etwas von seinem späteren James-Bond-Stil zu erkennen war. (im Bild: mit Sienna Miller in "Layer Cake")

Kurz darauf wurde er zu 007.

Das "Time Out"-Interview, das er direkt nach dem Dreh zu seinem bisher letzten 007-Abenteuer "Spectre" aus dem Jahr 2015 gegeben hatte, wurde Anlass monatelanger Spekulationen ...

... über mögliche Nachfolger in der Agentenrolle - ausgelöst von einem Scherz Craigs. Ob er sich vorstellen könne, noch einen Bond-Film zu machen, war er gefragt worden.

"Jetzt? Lieber zerbreche ich dieses Glas und schneide mir die Pulsadern auf", scherzte er.

Der lockere Spruch wurde in unzähligen Varianten weltweit zitiert, aber nur selten in seinem Zusammenhang. Er bereue den Satz, sagte er später.

Es war nicht das erste Mal, dass Craig schlechte Erfahrungen mit den Medien machte.

Nachdem er 2005 als neuer James Bond vorgestellt worden war, wurde er vor allem in der britischen Presse als "zu klein" und "zu blond" verspottet.

"Oberpeinlich" fanden Londoner Blätter damals auch, dass der britische Superagent bei seiner Fahrt zum Pressetermin im Marineboot eine Schwimmweste trug.

Frühere Darsteller, darunter "Ur-Bond" Sean Connery und Pierce Brosnan, verteidigten ihn damals öffentlich. (Bild: Wachsfiguren von Roger Moore, Timothy Dalton, Daniel Craig, Sean Connery, George Lazenby und Pierce Brosnan bei Madame Tussauds in Berlin)

Mit seinem ersten Einsatz als 007 in "Casino Royale" (2006) überzeugte Craig Kritiker und Fans gleichermaßen. (im Bild, mit Jeffrey Wright)

Und er hat ja dann wohl zweifellos beweisen, dass er als Bond kein Weichei, ...

.... sondern ein echt harter Hund ist.

Aber zu den Medien hat er seit dieser Zeit ein angespanntes Verhältnis. Es scheint, als würde er auch offizielle Presse-Termine meiden, soweit es geht.

Nach seinem Auftritt als blondierter, prolliger Bankräuber Joe Bang ...

... in der US-Komödie "Logan Lucky" ...

... überließ er die Interviews anderen.

Sein Privatleben hält Daniel Wroughton Craig, so sein voller Name, überwiegend von der Öffentlichkeit fern.

Man sieht den Sportfan mal als Tribünengast ...

... bei seinem geliebten FC Liverpool (im Bild) oder zuletzt mit seinem Vater beim Rugby-Turnier Six Nations in Rom.

Ansonsten tritt er öffentlich nur selten in Erscheinung. Mit seiner Ehefrau, ...

... der Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz ("Der ewige Gärtner"), lebt er abwechselnd in London und in New York.

Spätestens im kommenden Jahr wird Craig wieder im Rampenlicht stehen: ...

... Der noch unbetitelte 25. James-Bond-Film soll im November 2019 in die Kinos kommen.

"Ich denke, das war es dann", sagte er im August 2017 in einer Talkshow. "Ich will mich auf dem Höhepunkt verabschieden."

Die Dreharbeiten könnten noch in diesem Jahr beginnen.

Bis dahin wird sich Daniel Craig in Form bringen müssen.

Auch wenn es ihn nervt. (abe/dpa)

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