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Freitag, 11. Februar 2011

Burt Reynolds : Der Schnauzbartmann wird 75

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Männer wie Burt Reynolds gibt es heute nicht mehr oder zumindest nur noch ganz selten. Der Sohn eines Halbblut-Indianers schrieb Geschichte auf dem Weg von ganz unten nach oben und wieder zurück.

Männer wie Burt Reynolds gibt es heute nicht mehr oder zumindest nur noch ganz selten. Der Sohn eines Halbblut-Indianers schrieb Geschichte auf dem Weg von ganz unten nach oben und wieder zurück.

Männer wie Burt Reynolds gibt es heute nicht mehr oder zumindest nur noch ganz selten. Der Sohn eines Halbblut-Indianers schrieb Geschichte auf dem Weg von ganz unten nach oben und wieder zurück.

Er ließ sich als erster männlicher Star nackt für ein Magazin fotografieren, kassierte Millionengagen und verlor sie. Er kämpfte mit Drogen und hatte zahllose Liebschaften und Affären.

Und ein Burt Reynolds wusste immer, wie man sich als Bilderbuch-Macho wirkungsvoll in Szene setzt.

Charme, Lässigkeit und gutes Aussehen lassen Reynolds' Antlitz zu einem der unverwechselbarsten Gesichter in der Filmwelt werden.

Eigentlich beginnt der Sunnyboy eine Karriere als aufsteigender Sportstar im Football, ehe eine Knieverletzung den Traum vom Spitzensport zerstört.

Als 19-Jähriger geht Reynolds nach New York, schlägt sich als Küchenhilfe und Türsteher durch - und hofft auf eine Karriere im Fernsehen. (Aufnahme vom Mai 1959)

Und hat Glück: Filmproduzenten werden auf den jungen Mann aufmerksam (wohl auch weil er dem jungen Marlon Brando so ähnlich sieht), sie verschaffen ihm erste Rollen in Filmen und Fernsehserien. (Reynolds links, Brando rechts)

1972 gelingt ihm der Durchbruch mit John Boormans verstörendem Filmmeisterwerk "Beim Sterben ist jeder der Erste". Reynolds spielt darin einen Naturburschen, der seine Wohlstandsfreunde durch einen traumatisch düsteren Abenteuer-Trip in die amerikanische Wildnis führt. (Aufnahme vom September 1972)

Sein Image des coolen, harten Mannes ist geboren.

Reynolds etabliert sich in der ersten Riege der Schauspieler und ist überall ein gern gesehener Gast.

Für einige Jahre zählt er zu den erfolgreichsten und bestbezahlten Filmstars in den USA.

Es folgen erfolgreiche Filme, die Reynolds' Image als kantigen Charmebolzen unterstreichen: "Straßen der Nacht" (1975), "Das schönste Freudenhaus in Texas" (1982), "Der Mann, der die Frauen liebte" (1983).

In seinen besten Jahren während der späten 1970er und frühen 1980er Jahren, als er die bis dahin höchsten Gagen kassiert, liegen ihm - trotz Oberlippenbartes! - ...

... die Frauen zu Füßen.

1984 beginnt der Abstieg, als ihm bei Aufnahmen zu "City Heat" (mit Clint Eastwood als Filmpartner) ein Stuntman versehentlich statt des präparierten einen richtigen Stuhl ins Gesicht schlägt.

Monatelang muss er einen Spezialisten aufsuchen, der seinen Kiefer repariert. In dieser Zeit wird Reynolds eigenen Angaben zufolge süchtig nach Schlaftabletten. Danach geht es stetig bergab. Erst bleiben die Freunde weg - dann die Rollen.

Die berufliche Krise hält an, bis ihm Mitte der 90er Jahre ein kleines Comeback als schleimiger Gouverneur in "Striptease" an der Seite von Demi Moore gelingt.

1998 beeindruckt sein Spiel in Paul Thomas Andersons genialem Kultfilm "Boogie Nights" auch die Kritiker. Reynolds verkörpert den Pornoproduzenten Jack Horner, ...

... er gewinnt den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung.

Zuletzt trat er in TV-Serien auf, außerdem betreibt er in Florida ein Institut zur Ausbildung des Film- und Theaternachwuchses.

Reynolds unterhält das Publikum aber nicht nur mit Film- und Fernsehrollen, sondern auch mit seinem Privatleben.

Nach einer ersten kurzen Ehe in den 60er Jahren landet er durch Affären mit den Schauspielerinnen Sally Field und ...

... Dinah Shore, ...

... der Tennisspielerin Chris Evert und weiteren Frauen verlässlich in den Schlagzeilen.

"Ich bin ein guter Freund und ein guter Schauspieler, aber als Ehemann tauge ich nicht viel", sagte Reynolds einmal.

1988 heiratet er die Schauspielerin Loni Anderson.

Doch auch dieses Glück steht unter keinem guten Stern.

Die Scheidung ereilt ihn 1993 - und ist eine der schmutzigsten in der Geschichte von Hollywood.

Heute lebt Reynolds (hier mit Adoptivsohn Quinton) weitgehend von Kurzauftritten und der Vermarktung seines Images als Stilikone vergangener Jahre.

Am 11. Februar 2011 begeht der Schauspieler seinen 75. Geburtstag. Das Alter fordert Tribut, die Gesundheit macht ihm zu schaffen - doch noch immer mischt Reynolds im Showgeschäft mit.

Es gehe ihm "ganz fabelhaft", und er würde am liebsten 199 Jahre alt werden, sagte Reynolds im vergangenen Jahr dem US-Magazin "People". Es klang ein wenig, als wolle er sich selbst Mut machen, denn hinter Reynolds lagen damals schwierige Monate.

Ein Herzchirurg hatte ihm einen vierfachen Bypass gelegt. Ein halbes Jahr zuvor war er auf Entziehungskur, um seine Abhängigkeit von Medikamenten zu bekämpfen.

Doch er kam zurück und gab schon bald wieder Interviews. Er fühle sich prächtig und so stark, als könne er Bäume ausreißen.

Seinem Image als Vorzeige-Amerikaner der alten Schule, den Macho-Allüren, der gierigen Lebenslust und dem nicht enden wollendem Optimismus, wird Burt Reynolds auch mit 75 Jahren wohl noch lange nicht abschwören. (dsi, AFP).

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