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Freitag, 10. August 2012

Von Le Pen bis Pussy Riot: Madonna auf Mission

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Licht aus! (Foto: picture alliance / dpa)

Licht aus!

Licht aus!

Spot an!

Madonna lässt es auf ihrer aktuellen Tournee ...

... mal richtig krachen. Also, wir meinen ...

... wirklich so richtig. In ...

... musikalischer Hinsicht ja sowieso. Und auch ...

... ihre Bühnenbilder haben es in sich - immer ...

... irgendwo zwischen Erotik, aber auch ...

... religiösen, ...

... mystischen ...

... und anderen Anspielungen. Egal, ...

... wo die Sängerin auftritt - überall stehen die Fans Schlange ...

... und pilgern in Scharen zu ihren Konzerten. Gleichwohl ...

... sorgt sie auch nicht bei allen für Begeisterung. Star-DJ Paul van Dyk etwa kritisierte Madonna: "Ich finde, sie hätte einfach nach ihrem guten 'Ray of Light'-Album aufhören sollen." Seit dieser Veröffentlichung von 1998 begeistere ihn die Pop-Queen nicht mehr. Noch ...

... härter ging Elton John mit der bald 54-Jährigen (am 16. August 2012) ins Gericht: "Sie ist so ein Alptraum, ihre Karriere ist vorbei." All das ...

... ist jedoch gar nichts im Vergleich zu dem, was ihr aus politischen ...

... und kirchlichen Kreisen nun zum Teil an Ablehnung entgegen schlägt. Klar, ...

... natürlich nicht ganz unprovoziert von Madonna. Ihr ...

... absichtlicher Busenblitzer in Istanbul war da ja noch vergleichsweise harmlos, wenngleich viele ihn als bewussten Affront gegen den konservativen Islam in der Türkei werteten ...

... und manch einer ihn sogar in eine Reihe mit den nackten Protestformen ...

... der ukrainischen Frauenrechtsaktivistinnen von "Femen" stellte. Auch ...

... ihr Angriff gegen die französische Rechtsextreme Marine Le Pen, der sie auf ihrer Videoleinwand ein Hakenkreuz ins Gesicht projizierte, sorgte für einigen Wirbel, jedoch ...

... vornehmlich bei der Attackierten selbst. Le Pen erstattete Anzeige gegen Madonna wegen angeblicher Beleidigung. Richtig zur Sache ...

... ging es jedoch erst, seit Madonna in Russland eingetroffen ist. Nachdem sie sich ...

... zunächst in Moskau mit der inhaftierten und angeklagten russischen Punkband "Pussy Riot" ...

... solidarisch gezeigt hatte, ...

... nahm sie nun auch bei ihrem Auftritt in St. Petersburg kein Blatt vor den Mund und sprach sich vor den Konzertbesuchern gegen die Diskriminierung Homosexueller aus. Während sie ...

... aus der Bevölkerung durchaus einige Unterstützung ...

... für ihre Anliegen erfährt, ...

... scheint ihr von staatlichen und kirchlichen Stellen der blanke Hass entgegen zu schlagen. Nicht zuletzt Russlands stellvertretender Regierungschef Dmitri Rogosin, ein enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, ...

... zog über die Sängerin vom Leder. "Der Teufel soll sie holen", ätzte er ebenso wie: "Leg' das Kreuz ab oder zieh dir einen Schlüpfer an." Noch drastischer ...

... war seine Twitter-Botschaft: "Jede frühere b ... will im Alter jedem moralische Lektionen erteilen, besonders bei Auftritten im Ausland." Der Buchstabe "b" steht in Russland für "Hure", auch wenn Rogosin fadenscheinig zurückgewiesen hat, dies damit gemeint zu haben.

"Wir werden nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft mit dem Spülwasser aus der höllischen Küche des Imperiums des Bösen gefüttert wird", drohte auch ein schwulenfeindlicher Lokalpolitiker in St. Petersburg. Und wohl nicht zuletzt auch wegen der von der Pop-Queen verwendeten religiösen ...

... Motive zerrissen oder verbrannten manch radikale Gläubige in den russischen Metropolen Fotos der Sängerin. Dabei ist selbstverständlich klar, ...

... ganz egal, wie man zu Madonnas Auftreten und Musik stehen mag, ...

... ihr Engagement für Toleranz und Menschenrechte, ...

... mit dem sie vermutlich mehr Menschen erreicht als so mancher Politiker, kann man selbstredend nur uneingeschränkt unterstützen. In diesem ...

... Sinne sagen wir es mit ihrem Hit "Give Me All Your Luvin": L-U-V Madonna, Y-O-U you wanna, keep trying, don't give up!

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