Bilderserie
Donnerstag, 08. Februar 2018

Vom Spiegelei zum Zweireiher: Lufthansa verpasst sich neuen Anstrich

Bild 2 von 37
Im A380-Hangar am Flughafen Frankfurt dröhnt dramatische Musik. (Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Im A380-Hangar am Flughafen Frankfurt dröhnt dramatische Musik.

Es ist der Abend des 7. Februar.

Im A380-Hangar am Flughafen Frankfurt dröhnt dramatische Musik.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr ...

... präsentiert an einer gewaltigen Boeing 747-8 ...

... und einem Airbus A321 die neue Bemalung ...

... für die rund 350 Jets der Hauptmarke des Konzerns.

Mit einem komplett überarbeiteten Markendesign werde die Lufthansa zu neuen strategischen Zielen aufbrechen, sagt Spohr ...

... unter dem Blitzlichtgewitter hunderter Journalisten und Gäste.

Vorbei ist die Zeit des als Spiegelei verspotteten gelben Logos mit blauem Kranich am Heck.

Vorbei ist die Zeit der seit gefühlten 70 Jahre bestehender Optik aus …

… einem leicht rotstichigen Blau sowie Weiß, Grau und eben jenem Gelb.

Dottergelb.

Stattdessen prangt das Heck nun in einem tiefen Blau.

Die Betrachter sind sich einig: Es sind sechs verschiedene Blaus.

Sechs Schattierungen also.

Der Rest ist weiß mit einer wohldosierten Prise Grau.

Und damit "zeitgemäß", sagt Spohr. Schlicht und dennoch modern.

Auch der Kranich hat sich verändert. Er sieht ein wenig schlanker und dynamischer aus.

Zudem ist er weiß.

Und sieht ihm verdammt ähnlich, wie ihn sein Designer Otto Firle vor ziemlich genau 100 Jahren erschuf. (Im Bild: Postminister Gisberts, 1919)

Alles in allem soll das neue Kleid der LH-Flieger nicht nur zu den dunklen Anzügen seiner Passagiere passen.

Es soll sich auch klar abgrenzen von den Designs der Mitbewerber vom Golf.

Sie und viele andere Airlines kommen nicht selten verspielt daher.

Sie setzen deutlich auf Luxus, …

… prächtige Farben …

… und viel Gold.

Die neuen Flieger der Kranichlinie gelten daher als nobler, nüchterner Gegenentwurf.

Die Europäer mögen es zwar edel, aber auch weniger auffällig.

Das Dottergelb ist aber nicht ganz verschwunden.

Es gehört weiterhin zum Markenauftritt der Lufthansa.

Es wird beispielsweise als Signalfarbe an Flughäfen gebraucht ...

… und als Auftritt der Firma im Internet.

Verschwunden ist auch das immer etwas trist und schmuddelig wirkende Grau an der Unterseite der Flieger.

Das neue Weiß untenrum wird dem Konzern allerdings so manche Wäsche mehr kosten, soll es sauber und modern daherkommen wie beabsichtigt.

Das Umlackieren aller LH-Flieger wird nahezu sieben Jahre dauern.

Bis zum Jahresende 2018 sollen es nur rund 40 sein.

Die Spiegeleier werden also noch über Jahre rund um die Welt leuchten. (ppo)

weitere Bilderserien