Das Finanzsystem und die weltweite Wirtschaft leiden.Bild 1 von 43 Doch wie kam es dazu? Ausgangspunkt ist die seit dem vergangenen Sommer andauernde Krise auf dem US-Immobilienmarkt.Bild 2 von 43 Amerikanische Banken waren jahrelang sehr großzügig bei der Vergabe von Krediten an private Hausbauer.Bild 3 von 43 Auch wenig solvente Kunden bekamen ein Darlehen - in der Hoffnung, dass die Häuserpreise immer weiter steigen.Bild 4 von 43 Diese Forderungen reichten die Institute an andere Banken weiter - auch außerhalb der USA.Bild 5 von 43 Dann hebt die US-Notenbank nach einer langen Niedrigzinsphase das Zinseniveau schrittweise wieder an. Viele Kreditnehmer geraten in Schwierigkeiten.Bild 6 von 43 Ende 2006 ist der jahrelange Boom am US-Immobilienmarkt vorüber. Die in astronomische Höhen hochgeschnellten Hauspreise brechen ein.Bild 7 von 43 Von niedrigen Zinsen und großzügiger Vergabe angelockt, können einkommenschwache Kreditnehmer ihre Raten nicht zahlen.Bild 8 von 43 In den USA stehen Millionen Häuser zum Verkauf, darunter zahlreiche neu gebaute.Bild 9 von 43 Viele Hypothekenkredite drohen auszufallen, was wiederum zu einem erheblichen Verfall der forderungsbesicherten Wertpapiere führt.Bild 10 von 43 Der Markt für diese Papiere trocknet regelrecht aus - mit den entsprechenden Konsequenzen für die Bilanzen der Banken, die in diese Papiere investierten.Bild 11 von 43 Deshalb trauen sich die Geschäftsbanken - nicht nur in den USA - kaum noch. Der Handel mit kurzfristiger Liquidität unter den Banken nimmt deutlich ab.Bild 12 von 43 Zugleich verliert das Wirtschaftswachstum in den USA wegen des schwächelnden Immobilienmarkts zunehmend an Dynamik, was die US-Notenbank zu kräftigen Zinssenkungen veranlasst.Bild 13 von 43 Neben Hausbesitzern gehören Hypothekenfinanzierer zu den ersten Opfern der Krise. So meldet New Century Insolvenz an und streicht mehr als 3000 Arbeitsplätze.Bild 14 von 43 Dennoch beschwichtigt US-Notenbankchef Ben Bernanke: Die Hypothekenkrise werde die Wirtschaft nicht beeinträchtigen.Bild 15 von 43 Das stellt sich als Irrtum heraus. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland greift die Krise um sich.Bild 16 von 43 Nach Hypothekenfinanzierern geht es Banken an den Kragen. In Deutschland sind die IKB und die Sachsen LB besonders hart betroffen.Bild 17 von 43 Die IKB wird von einem Bankenpool um die staatliche KfW mit einer Milliardenbürgschaft am Leben gehalten.Bild 18 von 43 Die Sachsen LB wird von der Regierung um Ministerpräsident Milbradt an die LBBW verkauft.Bild 19 von 43 Drei deutsche Investmentfonds schließen vorübergehend, weitere Anbieter folgen. Die US-Hypothekenkreditfirma Home Mortgage entlässt 90 Prozent ihrer 7000 Mitarbeiter.Bild 20 von 43 Da sich Banken aus Misstrauen kaum noch Geld für das kurzfristige Tagesgeschäft leihen, stellt die Europäische Zentralbank fast 95 Mrd. Euro zur Verfügung.Bild 21 von 43 Die US-Notenbank zieht mit. In den folgenden Tagen pumpen Zentralbanken weltweit mehr als 300 Mrd. Euro in die Märkte.Bild 22 von 43 Die WestLB räumt ein Engagement von 1,2 Mrd. Euro auf dem Immobilienmarkt ein.Bild 23 von 43 Mitte August folgt die US-Hypothekenbank Aegis Mortgage dutzenden US-Finanzinstituten und beantragt Gläubigerschutz.Bild 24 von 43 Zudem greift die Krise auf dem Hypothekenmarkt auf andere Sektoren über. Die US-Geldmanagement-Firma Sentinel friert Vermögenswerte ihrer Kunden ein.Bild 25 von 43 Entgegen allen Beteuerungen von Politikern und Experten drückt die Kreditkrise die Konjunkturerwartungen für Deutschland.Bild 26 von 43 Ende August haben mehr als 50 US-Hypothekenfirmen ihre Tätigkeit eingestellt. Die Krise kostet zehntausende Arbeitsplätze - wegen Auftragsrückgängen auch in der Baubranche.Bild 27 von 43 Der US-Immobilienfinanzierer Countrywide streicht 12.000 Stellen, das entspricht einem Fünftel der Jobs bei dem Marktführer.Bild 28 von 43 Die britische Hypothekenbank Northern Rock bekommt von der englischen Zentralbank eine Finanzspritze von 25 Mrd. Euro. Später wird die Bank verstaatlicht.Bild 29 von 43 Vor den Filialen der Bank bilden sich lange Schlangen. Die Kunden wollen ihr Erspartes in Sicherheit bringen.Bild 30 von 43 Die US-Investmentbank Merrill Lynch verbucht einen Verlust von 2,2 Mrd. US-Dollar, der Konzern muss acht Mrd. US-Dollar abschreiben.Bild 31 von 43 Konzernchef Stan O'Neil nimmt seinen Hut und kommt damit einem Rausschmiss zuvor. Er erhält einen millionenschwere Abfindung.Bild 32 von 43 Die Großbank Citigroup schreibt im November ebenfalls mehrere Milliarden US-Dollar ab. Konzernchef Charles Prince muss gehen, auch er bekommt Millionen.Bild 33 von 43 Europas größte Bank, die HSBC, schreibt im dritten Quartal im Geschäft mit schlecht besicherten Hypothekenanleihen 3,4 Mrd. US-Dollar ab.Bild 34 von 43 Die LBBW spricht von Belastungen in Höhe von 800 Mio. Euro. Auch die US-Bank Wachovia...Bild 35 von 43 und die Deka-Bank, das Fondsinstitut der deutschen Sparkassen, berichten von Belastungen im dreistelligen Millionenbereich.Bild 36 von 43 Bei der Ratingagentur Moody's stehen wegen der Hypothekenkrise weltweit Kreditpapiere im Wert von mehr als 100 Mrd. US-Dollar auf dem Prüfstand.Bild 37 von 43 Im Januar verzeichnet das Kreditkarten-Unternehmen American Express wegen steigender Zahlungsausfälle im vierten Quartal einen Verlust von 440 Mio. US-Dollar.Bild 38 von 43 Die US-Regierung beschließt ein 140-Mrd-Dollar Konjunkturpaket, um eine Rezession zu verhindern.Bild 39 von 43 Höhepunkt der Krise ist die Beinahe-Insolvenz der Investmentbank Bear Stearns. Nur ein Notverkauf an den Konkurrenten J.P. Morgan rettet die Bank vor der Pleite.Bild 40 von 43 Die Fed senkt den Leitzins erneut kräftig um 75 Basispunkte auf 2,25 Prozent. Erwartet werden weitere Zinssenkungen auf bis zu unter zwei Prozent.Bild 41 von 43 Dann wäre das Leitzinsniveau wieder fast dort angekommen, wo es bis 2003 rangierte.Bild 42 von 43 Experten sehen in den niedrigen Zinsen einen wesentlichen Grund für die Blasenbildung am US-Immobilienmarkt und damit eine wesentliche Ursache für die Hypothekenkrise.Bild 43 von 43