Bilderserie
Donnerstag, 04. Januar 2018

Zum Schutz von Flora und Fauna: Die auserkorenen Arten des Jahres

Bild 1 von 38
Das ist ein Ehrenpreis - ... (Foto: picture alliance / Axel Jahn/Lok)

Das ist ein Ehrenpreis - ...

Das ist ein Ehrenpreis - ...

... genauer gesagt: ein Langblättriger Ehrenpreis (Veronica longifolia). Tatsächlich ist die Pflanze mit diesem Namen zur Blume des Jahres 2018 gewählt worden.

Die Loki-Schmidt-Stiftung befand, dass der Langblättrige Ehrenpreis, der an Rändern von Flüssen, Bächen und Auenwäldern wächst, gut geeignet ist, um 2018 für die Lebensvielfalt an Flussauen zu werben.

Der Torfmoos-Fingerwurz, der auch als Torfmoos-Knabenkraut bezeichnet wird, ist vom Arbeitskreis Heimische Orchideen zur Orchidee des Jahres 2018 gekürt worden.

Dactylorhiza sphagnicola, so der lateinische Name, wächst ausschließlich auf sauren Torfböden. Da Moore in Deutschland nur noch sehr selten sind, ist auch diese Orchidee nur noch sehr selten. Sowohl ihr Lebensraum als auch sie selbst bräuchten besonderen Schutz, erklärte der Arbeitskreis die Auswahl.

Mit der Taglilie bleibt es blumig. Die Staude des Jahres mit dem lateinischen Namen Hemerocallis soll die Sammelleidenschaft bei Gartenfreunden wecken, ist der Bund deutscher Staudengärtner sicher.

Bei den derzeit mehr als 80.000 verschiedenen Sorten von Taglilien, gibt es ein breites Spektrum an Blütenformen und -farben sowie Pflanzenhöhen.

Zudem machen sich die Blüten von Taglilien auch sehr gut auf dem Teller. Na dann: Guten Appetit.

Apropos Appetit: Die Steckrübe ist zum Gemüse des Jahres gemacht worden. Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt hat das traditionelle Gemüse ausgewählt, weil es - vor allem in den letzten Jahren - einen Wandel vom Viehfutter ...

... zum modernen, klimaschonenden Nahrungsmittel hinbekommen hat. Brassiva napus ist sehr kalorienarm und gleichzeitig reich an Mineralien und Vitaminen.

Der Anbau des Gemüses ist unkompliziert. Die Pflanzen wachsen auch bei niedrigeren Temperaturen hervorragend und ganz ohne Einsatz von Agrarchemie.

Bleiben wir beim Essen: Die Esskastanie ist nämlich zum Baum des Jahres 2018 vom gleichnamigen Kuratorium gemacht worden.

Die in Deutschland eher seltene Baumart Castanea Sativa kann gleich mit drei Dingen aufwarten: ihrer Blütenpracht, ihren Früchten und dem Holz.

Die Früchte der Esskastanie werden vor allem auf Weihnachtsmärkten als Maronis, einem gesunder Snack zum Knabbern, angeboten.

Und auch der Pilz des Jahres landet hin und wieder erst in der Pfanne und dann auf dem Teller. Damit der Wiesen-Champignon nicht länger im Schatten seines angebauten Verwandten, dem Zucht-Champignon steht, hat ihn die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. ausgesucht.

Der Wiesen-Champignon ist einer von mehr als 60 Champignon-Arten in Deutschland.

Agarius campestris ist einst ein weit verbreiteter Wiesen-Pilz gewesen, der heute immer seltener zu finden ist. Durch den starken Einsatz von Stickstoff und die intensive Nutzung von Grünland verliert er Jahr für Jahr an Lebensraum.

Kommen wir zu den gekürten Tieren: Beim Großen Fuchs handelt es sich nicht um ein Säugetier, sondern um den Schmetterling des Jahres.

Auch der tagaktive Falter leidet unter den Intensivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.

Nymphalis polychloros ist weitestgehend bekannt, dennoch sind die Bestände der Art in den letzten Jahrzehnten extrem dezimiert worden.

Die Gemeine Skorpionsfliege ist das auserwählte Insekt 2018. Das relativ unbekannte, vierflügelige Tier gehört zu den Schnabelfliegen. Es lebt an Wald-, Wiesen- und Wegrändern und hat mehr Aufmerksamkeit verdient, findet das Kuratorium des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts.

Panorpa communis hat nicht nur ein exotisches Äußeres, sondern auch ein bemerkenswert komplexen Werbe- und Liebesakt. Trotz des gefährlich klingenden Namens ist sie jedoch für den Menschen harmlos.

Genauso harmlos ist auch der Grasfrosch, der 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum Lurch des Jahres auserwählt wurde.

Auch wenn er hierzulande noch relativ häufig anzutreffen ist, nehmen die Bestände der Amphibienart ab.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, braucht auch ein vermeintlicher Allerweltslurch mit dem lateinischen Namen Rana temporaria besondere Aufmerksamkeit.

Der Dreistachliger Stichling, der auch als Gemeiner Stichling bekannt ist, hat der Deutsche Angelfischverband zum Fisch des Jahres gekürt.

Gasterosteus aculeatus ist weit verbreitet und einer breiten Bevölkerungsschicht bekannt, obwohl er weder für Angler noch aus wirtschaftlicher Sicht eine Rolle spielt.

Damit solle gezeigt werden, dass auch kleine Fischarten Aufmerksamkeit verdienten.

Dieser kleine Vogel heißt Sandregenpfeifer. Er ist der Seevogel des Jahres 2018. Das teilte der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur mit.

Die Watvögel sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. In den letzten 30 Jahren ist der Bestand auf ein Drittel, das sind rund 1000 Brutpaare, eingebrochen.

Zudem machen die Folgen des Klimawandels Charadrius hiaticula extrem zu schaffen.

Ein guter alter Bekannter ist der Star, der vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres ausgewählt wurde.

Die Bestände dieses eigentlich weitverbreiteten Singvogels nehmen stetig ab. Allein in Deutschland gingen in den letzten zwei Jahrzehnten rund eine Million Starenpaare verloren.

Je nach Nahrungsangebot, Witterung und Bruterfolg im Vorjahr schwanken die Sturnidae-Bestände im Jahr hierzulande zwischen drei und viereinhalb Millionen Paaren.

Die Wildkatze ist von der Deutschen Wildtier Stiftung ausgesucht worden. Das Wildtier des Jahres ist nachtaktiv. Es hat allerdings nur wenig mit der Hauskatze gemein.

Felis silvestris silvestris ist ein Einzelgänger und nachtaktiv. Die Tiere werden zwar kaum größer als Hauskatzen, haben allerdings einen dickeren Schwanz. Zudem sind Wildkatzen sehr menschenscheu.

Das scheue Verhalten und auch die Tarnung durch ihre Fellfärbung sind die Gründe, weshalb man sie in freier Wildbahn nie entdeckt.

Die Europäische Wildkatze gehört in den letzten Jahren zu den Gewinnern unter den Wildtieren. Dennoch dauert die Ausbreitung länger als vermutet: Grund sind die vielen Tiere, die jedes Jahr unter den Rädern von Autos sterben.

weitere Bilderserien