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Sonntag, 21. Juni 2015

Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch

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Sie sind klein und unscheinbar, solange sie ... (Foto: imago/blickwinkel)

Sie sind klein und unscheinbar, solange sie ...

Sie sind klein und unscheinbar, solange sie ...

... nicht zugestochen haben. Dann ...

... versenken sie ihren Kopf im Gewebe und saugen, was das Zeug hält - bis sie schließlich ...

... prall mit Blut gefüllt von ihrem Opfer abfallen. Weltweit sind rund ...

... 900 Zeckenarten bekannt. Viele von ihnen sind bedeutende Krankheitsüberträger. So geht zum Beispiel die ...

... Borreliose, die an der sogenannten Wanderröte zu erkennen ist, meist auf das Konto von Zecken. Während Borreliose unter normalen Umständen gut mit Antibiotika behandelbar ist, ...

... gibt es gegen FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kein Gegenmittel. Sie wird ebenfalls von Zecken übertragen. FSME geht mit grippeähnlichen Symptomen und ...

... Fieber einher, kann aber auch zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten führen. Eine Behandlung ist nur symptomatisch möglich. Die Prognose ...

... der schweren Verläufe ist ungünstig. Mittlerweile zählen in Deutschland ...

... 145 Kreise zu den FSME-Risikogebieten. Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden 2014 ...

... 229 Menschen in Deutschland durch einen Zeckenstich mit dem FSME-Erreger infiziert.

Die kleinen Blutsauger verursachen hierzulande so viele Krankheitsfälle wie kein anderes Tier. Dabei sind nur etwa ...

... zwei Prozent der Zecken in den Risikoregionen mit FSME befallen. Jeder 50. bis 100. Biss führt zur Erkrankung. Doch für alle, die in den Risikogebieten leben und mit Zecken in Berührung kommen könnten, ist ...

... Vorbeugung möglich: Gegen FSME kann man sich impfen lassen. Für die ...

... Grundimmunisierung sind drei Piekser in bestimmten zeitlichen Abständen nötig. Nach etwa drei bis fünf Jahren steht dann die Auffrischung an. Doch auch ohne Impfung ist es möglich, ...

... sich vor Zeckenstichen weitgehend zu schützen. So sollte man es zum Beispiel vermeiden, durch hohes Gras zu laufen. Auch im ...

... Unterholz sitzen oft Zecken. Wer Lust auf einen Waldspaziergang hat, trägt dabei am besten ...

... helle, den Körper möglichst großflächig bedeckende Kleidung. Darauf erkennt man ...

... die Tiere besser und kann sie noch vor dem Stich beseitigen. Auch empfiehlt es sich, ...

... Socken zu tragen und diese über die Hose zu ziehen. Wer sich ...

... mit Insektenspray einsprüht, hält Zecken meist wirkungsvoll auf Distanz. Die Tierchen mögen diesen Geruch nicht. Doch bei allen Vorsichtsmaßnahmen ist es ...

... trotzdem ratsam, den Körper nach einem Aufenthalt in der Natur nach Zecken abzusuchen. Die Tiere ...

... krabbeln so lange auf der Haut herum, bis sie eine für den Stich geeignete Stelle gefunden haben. Das sind dann meist dünne, warme oder feuchte Hautpartien wie etwa die Kniekehlen oder Achselhöhlen.

Dort ritzt die Zecke mit ihren Mundwerkzeugen die Haut ein, schiebt den Stachel in die Wunde und saugt. Speichel, den sie in die Wunde abgibt, verhindert, dass das Blut gerinnt. Er kann die erwähnten Krankheitserreger enthalten.

Der Stechapparat der Zecke ist symmetrisch mit Widerhaken besetzt. Deshalb ist es so schwierig, die Zecke aus der Haut herauszuziehen. Das aber sollte möglichst schnell geschehen. Denn je länger sich eine Zecke festsaugt, umso größer ist das Infektionsrisiko.

Zeckenzangen sind zur Entfernung der Tiere ebenso geeignet wie ...

... Zeckenkarten. Wichtig ist, dass ...

... der Körper des Tieres bei der Entfernung nicht zerquetscht wird, denn sonst können Bakterien unter die menschliche Haut gepresst werden. Auch muss ...

... wirklich die gesamte Zecke - mitsamt Kopf - herausgezogen werden, sonst kann sich die Einstichstelle entzünden.

Auf Öl sollte man bei der Zeckenentfernung tunlichst verzichten. Zwar ersticken die Tiere daran, aber bevor es so weit ist, erbrechen sie sich. Dabei scheiden sie Erreger aus - unmittelbar in die Stichstelle hinein.

Einen Zeckenstich sollte man vorsichtshalber im Kalender dokumentieren. Die Inkubationszeit von Borreliose beträgt 5 bis 29 Tage, bei FSME treten die ersten Symptome 2 bis 20 Tage nach der Infektion auf. Wer die ...

... einst am Körper hängende Zecke aufhebt, kann sie ...

... im Labor auf Krankheitserreger analysieren lassen. Das Ergebnis ist unter Umständen ein erster Hinweis auf eine eigene Infektion.

Zecken werden übrigens ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius aktiv. Schon im Frühjahr warten sie ...

... in Wiesen und an Wegrändern auf Wirte, an denen sie sich bedienen können. Ab dann also ...

... ist Vorsicht geboten - ganz besonders in den FSME-Risikogebieten. (asc)

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