


Das erste Mal, als ich mich auf Englisch vorstellen musste, blieb ich komplett blockiert. Nicht, weil ich die Wörter nicht kannte. Ich hatte „My name is Krystyna“ mindestens fünfzig Mal in mein Notizbuch geschrieben und im Schlafzimmer geübt. Doch als es ernst wurde, bekam ich Panik, murmelte etwas, das eher klang wie „Mynameiskristyinafromukraynethankyoubye“, und rannte zurück auf meinen Platz, bevor überhaupt jemand reagieren konnte.
Ein klassischer A1-Moment.
Aber hier ist der Punkt: Sich vorstellen zu können, ist Ihr goldenes Ticket in jeder Sprache.
Auf A1-Niveau schaffen Sie es vielleicht, Ihren Namen zu nennen und Ihr Herkunftsland zu erwähnen. Auf A2-Niveau hingegen können Sie wirklich etwas über sich selbst erzählen – was Sie beruflich machen, was Ihnen gefällt und vielleicht sogar, wovon Sie träumen.
Genau diesen Sprung gehen wir heute gemeinsam an.
Stellen Sie sich Sprachniveau A1 vor wie das Warten im Vorraum einer Party. Sie sind zwar technisch gesehen schon drin, aber Sie nehmen am eigentlichen Geschehen noch nicht teil.
Mit A2 hingegen öffnen sich die Türen: Sie können aktiv mitreden. Sie sind nicht mehr „die stille Ausländerin“ oder „der stille Ausländer“, sondern plötzlich „die interessante Person mit eigenen Meinungen, Hobbys und – ja – vielleicht auch fragwürdigem Geschmack bei Pizzabelägen“.
Genau darum geht es in dieser September-Challenge: um kleine, aber kraftvolle Schritte, die Sie sichtbar und hörbar machen.
Das heutige Ziel: Lernen Sie, sich auf Englisch vorzustellen – und zwar so, dass es nicht klingt, als würden Sie einfach nur Ihren Reisepass vorlesen.
Meine besten Tipps fürs Englischlernen:
Fangen wir mit 20 Wörtern an, die Sie im Alltag wirklich brauchen:
Vielleicht sind das keine glamourösen Wörter – niemand erwartet von Ihnen, dass Sie „antidisestablishmentarianism“ auswendig lernen. Aber: Diese Vokabeln sind Ihr Werkzeugkasten. Sie sind die Wörter, die Sie jeden einzelnen Tag einsetzen können.
Der wahre Sprung von A1 zu A2 gelingt durch Verbindung. Lernen Sie nicht nur den Satz auswendig – spielen Sie damit. Geben Sie ihm eine kleine, witzige Wendung:
Sehen Sie? Plötzlich stellen Sie sich nicht nur vor – Sie geben Ihrem Gegenüber einen Grund zu lächeln, zu lachen oder nachzufragen.
Übertreiben Sie es nicht: 15–20 Minuten täglich reichen völlig. Ein einziger Tag mit spielerischen Vorstellungen bringt Ihrem Englisch mehr als zwei Stunden trockener Grammatikdrills.
(Fragen Sie mich nach der Zeit, als ich sechs Stunden lang deutsche Adjektivendungen gepaukt habe – und trotzdem keinen Kaffee bestellen konnte. #Traumatisch.)
Hier ein Beispiel, wie ich mich vorstellen würde:

My name is Krystyna. I’m from Ukraine, but I’ve been living in Cyprus after many years in Germany. I work as a blogger and writer, sharing my stories about language learning and expat life. I like hiking, enjoying good wine and food, and practicing pilates.
(Mein Name ist Krystyna. Ich komme aus der Ukraine, lebe jetzt auf Zypern, nachdem ich viele Jahre in Deutschland verbracht habe. Ich arbeite als Bloggerin und Autorin und teile meine Geschichten über das Sprachenlernen und das Leben als Expat. Ich mag Wandern, guten Wein und gutes Essen genießen und Pilates.)
Die heutige Aufgabe ist einfach:
Denken Sie daran: Tag 1 geht nicht um Perfektion, sondern ums starke Loslegen. An Tag 10 werden Sie über diese Vorstellung schmunzeln und staunen, wie leicht sie Ihnen inzwischen fällt.
Also: Tief durchatmen und breit lächeln.
Jetzt sind wir gespannt: Wer sind Sie?
Psst …
Falls Sie die Übersicht verpasst haben: Schauen Sie im Challenge-Hub vorbei – dort finden Sie den gesamten Plan:
Und wenn Sie bereit sind für mehr: Morgen (Tag 2) geht es um Power-Wörter, die Sie wirklich benutzen.


Ich bin Krystyna – ich liebe Sprachen und zeige in meinem Blog, wie man sie wirklich lernen kann. Ich spreche Russisch, Deutsch, Englisch und Ukrainisch – und lerne aktuell Italienisch, Türkisch, Spanisch und Französisch.
Für mich hat Sprachenlernen nichts mit Talent zu tun, sondern mit klaren Methoden, kleinen Routinen und echter Neugier.
In meinem Blog erfahren Sie, wie man auch mit wenig Zeit Schritt für Schritt vorankommt – ehrlich, alltagstauglich und ohne leere Versprechen.
Fragen oder Feedback?
Schreiben Sie mir gern:
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