


Als ich Englisch gelernt habe, führte ich ein kleines Notizbuch mit Wörtern wie „bread“, „bus“, „happy“ und „cat“. Auf diese Wörter war ich richtig stolz – fast wie auf kleine Trophäen.
Aber sobald ich sie im Gespräch nutzen wollte, klang es so: „Bread. Bus. Happy. Cat.“ – nicht gerade Shakespeare und sicher nicht wie ein Muttersprachler.
Der entscheidende Trick ist nicht, Wörter zu sammeln, sondern sie zu verbinden. Genau das bringt Sie von zufälligen Listen zu echtem, lebendigem Englisch.
Stellen Sie sich Ihren Wortschatz wie Lego-Steine vor. Ein einzelner Stein nützt wenig. Setzen Sie mehrere zusammen, entsteht plötzlich eine Burg, ein Raumschiff – oder zumindest ein Stuhl, der nicht zusammenklappt.
Wenn Sie bekannte Wörter mit neuen verknüpfen, dann:
Nehmen Sie Wörter, die Sie diese Woche gelernt haben (z. B. Lebensmittel, Routinen, Berufe, Hobbys), und packen Sie sie in eine kleine Geschichte mit 5–6 Sätzen.
Beispiel: “I wake up in the morning and drink coffee. My cat watches me from the chair. Then I go to the supermarket because I want bread for lunch. In the evening, I call my friend, and we talk about our jobs. At night, I read a book and go to bed.”
(„Ich wache morgens auf und trinke Kaffee. Meine Katze beobachtet mich vom Stuhl aus. Dann gehe ich in den Supermarkt, weil ich Brot fürs Mittagessen möchte. Am Abend rufe ich meine Freundin an, und wir sprechen über unsere Jobs. Nachts lese ich ein Buch und gehe ins Bett.“)
Nicht aufregend? Stimmt.
Aber es ist eine Geschichte. Und eine Geschichte bleibt leichter im Gedächtnis als zwanzig einzelne, „einsame“ Wörter.
Meine besten Tipps fürs Englischlernen:
Ihr Gehirn merkt sich Merkwürdiges besonders gut – trauen Sie sich also, die Story ruhig schräg zu machen:
Beispiel: “In the morning, I drink tea with my dog. We go to the supermarket together. He buys bread, I buy pizza. At night, he studies English, and I sleep on the sofa.”
(„Morgens trinke ich Tee mit meinem Hund. Wir gehen zusammen in den Supermarkt. Er kauft Brot, ich kaufe Pizza. Nachts lernt er Englisch, und ich schlafe auf dem Sofa.“)
Sie müssen darüber lachen – und genau deshalb erinnern Sie sich daran.
Öffnen Sie YouTube und suchen Sie nach “short English stories A1–A2”.
Gute Startpunkte sind u. a.:
Hören Sie eine Geschichte, schreiben Sie 10 neue Wörter heraus und verfassen Sie dann Ihre eigene Version, in der Sie genau diese Wörter verwenden.
Geschichten gehören nicht ewig ins Notizbuch. Sprechen Sie sie laut, nehmen Sie sich auf und teilen Sie sie mit einer Lehrkraft, einem Partner, einer Freundin – oder sogar hier in den Kommentaren.
Je öfter Sie sie erzählen, desto natürlicher fühlt es sich an.
Die heutige Challenge:
Extra-Punkte: Posten Sie Ihre witzigste Zeile in den Kommentaren.
Beispiel: “My dog studies English.” („Mein Hund lernt Englisch.“) – immer noch ein Favorit.
Noch am Aufholen? Tag 6 war unser Grammatik-Boost: Präsens & das Verb „to be“ verstehen.
Heute haben Sie kleine Wort-Brücken gebaut. Morgen, an Tag 8, geht’s weiter: Souverän sprechen in Gesprächen (alias: wie man nicht mitten im Satz einfriert).
Ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Tage der September-Challenge von A1 zu A2:



Ich bin Krystyna – ich liebe Sprachen und zeige in meinem Blog, wie man sie wirklich lernen kann. Ich spreche Russisch, Deutsch, Englisch und Ukrainisch – und lerne aktuell Italienisch, Türkisch, Spanisch und Französisch.
Für mich hat Sprachenlernen nichts mit Talent zu tun, sondern mit klaren Methoden, kleinen Routinen und echter Neugier.
In meinem Blog erfahren Sie, wie man auch mit wenig Zeit Schritt für Schritt vorankommt – ehrlich, alltagstauglich und ohne leere Versprechen.
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