


Als ich mit dem Französischlernen begann, war ich stolz darauf, das Wort „hippopotame“ auswendig zu können.
Ja, genau – Nilpferd.
Warum? Weil es sich einfach lustig anhörte.
Das Problem: Ich konnte weder „Brot“, „Milch“ noch „Wo ist die Toilette?“ sagen – aber ich war bestens vorbereitet, um in jedem Pariser Café lautstark zu verkünden: „Schaut mal, ein Nilpferd!“
Kleiner Spoiler: In Paris gibt es nicht gerade viele Nilpferde. Und es sei denn, Sie planen ein Gespräch mit einem Tierpfleger, gehört dieses Wort sicher nicht zu den Vokabeln, die Sie als Erstes brauchen.
Genau das gilt nicht nur für Französisch, sondern auch für Englisch oder jede andere Sprache, die Sie lernen.
Es ist verlockend, zu früh nach „besonderen“ oder „fancy“ Wörtern zu greifen. Sie sind unterhaltsam – aber sie helfen Ihnen nicht, im Alltag wirklich zurechtzukommen.
Was Sie am Anfang wirklich brauchen, sind Power-Wörter (power words): jene Wörter, die Sie zehnmal am Tag benutzen, oft ohne es überhaupt zu merken.
Gerade auf dem Niveau A1 denkt man schnell: „Wenn ich 1.000 Wörter lerne, dann bin ich fließend.“ Die Wahrheit ist jedoch eine andere: Sie benutzen im Alltag immer wieder dieselben rund 200 Wörter.
Und das sind nicht gerade exotische Vokabeln wie Nilpferd oder antike Kronleuchter. Es sind die einfachen, aber unverzichtbaren Begriffe: bread, phone, supermarket, park – genau die Wörter, die Ihr tägliches Leben tragen.
Diese Alltagswörter im Englischen sind wie Bausteine aus Lego. Mit ihnen lassen sich tausende Sätze zusammensetzen. Ohne sie hingegen bleibt Ihnen oft nur, hilflos auf Dinge zu zeigen – und das frustriert nicht nur Sie, sondern auch Ihr Gegenüber.
Hier sind 20 wichtige englische Alltagswörter, mit denen Sie beginnen sollten:
| Alltagswort (Deutsch) | Beispiel | Deutsche Übersetzung |
| bread (Brot) | I buy bread every morning. | Ich kaufe jeden Morgen Brot. |
| tea (Tee) | I like hot tea. | Ich mag heißen Tee. |
| coffee (Kaffee) | She drinks coffee at work. | Sie trinkt Kaffee bei der Arbeit. |
| water (Wasser) | Please bring water. | Bitte bring Wasser. |
| phone (Telefon) | My phone is on the table. | Mein Telefon liegt auf dem Tisch. |
| keys (Schlüssel) | Where are my keys? | Wo sind meine Schlüssel? |
| chair (Stuhl) | This chair is comfortable. | Dieser Stuhl ist bequem. |
| table (Tisch) | The table is new. | Der Tisch ist neu. |
| supermarket (Supermarkt) | I go to the supermarket. | Ich gehe in den Supermarkt. |
| park (Park) | We walk in the park. | Wir gehen im Park spazieren. |
| house (Haus) | Their house is small. | Ihr Haus ist klein. |
| street (Straße) | The street is quiet. | Die Straße ist ruhig. |
| bus (Bus) | The bus is late. | Der Bus kommt spät. |
| car (Auto) | He washes the car. | Er wäscht das Auto. |
| money (Geld) | I don’t have money. | Ich habe kein Geld. |
| shop (Geschäft) | The shop opens at nine. | Das Geschäft öffnet um neun. |
| bed (Bett) | I go to bed early. | Ich gehe früh ins Bett. |
| book (Buch) | This book is easy. | Dieses Buch ist leicht. |
| school (Schule) | The school is near. | Die Schule ist in der Nähe. |
| restaurant (Restaurant) | Let’s eat at the restaurant. | Lass uns im Restaurant essen. |
Sprechen Sie jedes Wort laut und deutlich dreimal hintereinander. Flüstern reicht nicht – spielen Sie es! Tun Sie so, als würden Sie einem kleinen Kind etwas beibringen oder als wären Sie der Star einer Sprachlern-Seifenoper.
Bilden Sie dann für jedes Wort einen einfachen Satz, zum Beispiel:
Auf diese Weise machen Sie aus einzelnen Wörtern lebendige Bausteine, die Ihnen im Alltag wirklich weiterhelfen.
Die beste Art, neue Wörter zu lernen, ist, sie in Aktion zu sehen. Verwandeln Sie Ihr Zuhause in einen kleinen englischen Spielplatz:
Lernen Sie Wörter nicht isoliert, sondern hören Sie, wie Menschen sie wirklich verwenden.
Hier ist mein persönlicher Trick: Nehmen Sie langweilige Wörter und setzen Sie sie in völlig verrückte Sätze.
Warum das Ganze? Weil Ihr Gehirn schräge Dinge liebt.
Sie werden sich „My bed is in the park“ (Mein Bett steht im Park) viel länger merken als den Satz „The bed is big.“ (Das Bett ist groß.)
Die heutige Challenge:
Bonus: Posten Sie Ihren lustigsten Satz in den Kommentaren. (Als ich diese Übung das letzte Mal gemacht habe, schrieb jemand: „The chair is in love with the table.“ (Der Stuhl ist in den Tisch verliebt.) Ehrlich gesagt? Poesie pur.)
Denken Sie daran: Alltagswörter = starke Sätze.
Wenn Sie diese beherrschen, werden sich Ihre Gespräche schon morgen leichter anfühlen.
Meine besten Tipps fürs Englischlernen:
Psst…
Falls Sie September Challenge Tag 1 verpasst haben: Da ging es darum, sich mit Selbstbewusstsein vorzustellen.
Und wenn Sie bereit für mehr sind – hier wartet schon die Challenge von Tag 3: Wie Sie die richtigen Fragen stellen, um ein Gespräch am Laufen zu halten.


Ich bin Krystyna – ich liebe Sprachen und zeige in meinem Blog, wie man sie wirklich lernen kann. Ich spreche Russisch, Deutsch, Englisch und Ukrainisch – und lerne aktuell Italienisch, Türkisch, Spanisch und Französisch.
Für mich hat Sprachenlernen nichts mit Talent zu tun, sondern mit klaren Methoden, kleinen Routinen und echter Neugier.
In meinem Blog erfahren Sie, wie man auch mit wenig Zeit Schritt für Schritt vorankommt – ehrlich, alltagstauglich und ohne leere Versprechen.
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Schreiben Sie mir gern:
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