


Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir jemand zum ersten Mal eine Frage auf Englisch stellte, auf die ich absolut nicht vorbereitet war. Mein Kopf war wie leergefegt, mein Mund öffnete sich … und kein Wort kam heraus. Nur pure Panik.
Und dieses Schweigen?
Es fühlt sich viel länger an, als es in Wirklichkeit ist. Das Schlimmste daran: Je mehr Panik man verspürt, desto schwerer wird es, überhaupt noch Worte zu finden.
Genau deshalb schwöre ich auf einen der nützlichsten Tricks beim Sprachenlernen: Fillers – also Füllwörter. Sie verschaffen Ihnen Zeit, beruhigen die Nerven und lassen Sie selbstbewusst wirken – auch dann, wenn Ihr Kopf fieberhaft nach der richtigen Antwort sucht.
Muttersprachler verwenden ständig Fillers. Sie geben Ihnen Denkzeit, ohne dass Sie dabei wie ein stockender Roboter klingen. Anstatt zu erstarren, wirken Sie ganz natürlich – so, als würden Sie Ihre Antwort kurz überdenken.
Denken Sie einmal darüber nach:
Fillers = sofort mehr Sicherheit im Gespräch.
Ich erinnere mich, wie ich einmal zwei Londoner in einem Café belauschte. In nur fünf Minuten zählte ich zwölf Mal „you know“ (weißt du). Keines dieser Wörter war inhaltlich notwendig – und doch machten sie das Gespräch geschmeidig und freundlich.
Darum geht es: Fillers liefern keine zusätzlichen Informationen, aber sie schenken Komfort – sowohl Ihnen selbst als auch der Person, die Ihnen zuhört.
Meine besten Tipps fürs Englischlernen:
Hier sind drei einfache Beispiele für den Anfang:
Und wenn Sie ein wenig variieren möchten, probieren Sie diese Add-ons:
Nehmen Sie diese Fillers und üben Sie sie in kurzen Dialogen.
Beispiel:
Q: “What do you like to eat?” (Was essen Sie gerne?)
A: “Well… let me see… I really like pizza.” (Also … lassen Sie mich überlegen … ich mag wirklich gerne Pizza.)
Q: “Where do you live?” (Wo wohnen Sie?)
A: “That’s a good question… I live in Germany now, but I’m from Kyiv.” (Das ist eine gute Frage … ich lebe jetzt in Deutschland, aber ich komme aus Kiew.)
Q: “What do you usually eat for breakfast?” (Was essen Sie normalerweise zum Frühstück?)
A: “Hmm… let me think… usually toast and peppermint tea, after I’ve had 3 cups of coffee.” (Hm … lassen Sie mich überlegen … normalerweise Toast und Pfefferminztee, nachdem ich drei Tassen Kaffee getrunken habe.)
Q: “Do you like your job?” (Mögen Sie Ihren Job?)
A: “Well, sometimes yes… sometimes no. Like everyone, right?” (Also, manchmal ja … manchmal nein. So wie bei jedem, oder?)
Q: “Where do you want to travel?” (Wohin möchten Sie reisen?)
A: “That’s a good question… maybe Italy, but I’m not sure.” (Das ist eine gute Frage … vielleicht nach Italien, aber ich bin mir nicht sicher.)
Das Geheimnis liegt darin: Der Filler gibt Ihnen ein paar Sekunden Zeit zum Nachdenken – und gleichzeitig bleibt das Gespräch lebendig und flüssig.

Und denken Sie daran: Stille ist kein Verbrechen.
Jeder Sprachlernende friert manchmal ein. Auch mir passiert das noch – und ich mache das seit Jahrzehnten.
Das Besondere an Fillers ist: Sie bauen eine Brücke zwischen dem Schweigen in Ihrem Kopf und den Worten, die schließlich kommen. Nutzen Sie sie mit Stolz.
Suchen Sie auf YouTube nach “English dialogues” (Englische Dialoge) oder “English conversations A2” (Englische Gespräche A2). Oder schauen Sie Ihre Lieblingsserie auf Englisch und achten Sie darauf, wie Fillers dort verwendet werden.
Hören Sie genau hin, wie Sprecher Pausen machen – Sie werden Fillers überall entdecken. Wiederholen Sie sie laut, bis sie sich für Sie natürlich anfühlen.
Die heutige Challenge:
Extra-Aufgabe: Teilen Sie Ihren lustigsten Filler-Satz in den Kommentaren. (Beispiel: “Well… I don’t like Mondays, but I like cake” – Also … ich mag keine Montage, aber ich mag Kuchen.)
In der letzten Challenge haben wir mit Ihrem Wortschatz „Lego gespielt“ (weitere Informationen hierzu: September-Challenge, Tag 7 – So verbinden Sie englische Wörter zu echten Sätzen). Heute haben Sie Selbstvertrauens-Fillers hinzugefügt. Morgen, an Tag 9, geht es weiter mit echtem Englisch aus dem echten Leben – Songs, Videos, Memes, alles, was Ihr Gehirn zum Leuchten bringt.
Ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Tage der September-Challenge von A1 zu A2:



Ich bin Krystyna – ich liebe Sprachen und zeige in meinem Blog, wie man sie wirklich lernen kann. Ich spreche Russisch, Deutsch, Englisch und Ukrainisch – und lerne aktuell Italienisch, Türkisch, Spanisch und Französisch.
Für mich hat Sprachenlernen nichts mit Talent zu tun, sondern mit klaren Methoden, kleinen Routinen und echter Neugier.
In meinem Blog erfahren Sie, wie man auch mit wenig Zeit Schritt für Schritt vorankommt – ehrlich, alltagstauglich und ohne leere Versprechen.
Fragen oder Feedback?
Schreiben Sie mir gern:
contact@krioda.com