Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:10 Rosenmontagszug in Düsseldorf endgültig abgesagt +++

Der traditionelle Rosenmontagszug in Düsseldorf wird im kommenden Jahr wegen der Pandemie nicht stattfinden. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hat den für den 15. Februar geplanten Zug nun endgültig abgesagt. Es bleibe wegen der Krise keine andere Wahl, erklärt die Karnevalsgesellschaft. "Jedem Karnevalisten blutet das Herz, wenn er den Höhepunkt einer Session ersatzlos streichen muss", erklärt CC-Präsident Michael Laumen. Die Gesundheit der Menschen habe aber absoluten Vorrang.

+++ 23:36 Facebook löscht Falschinformationen zur Corona-Impfung +++
Facebook will Impfgegnern keine Plattform geben: Falsche Informationen über Corona-Impfstoffe sollen künftig gelöscht werden. Dabei gehe es unter anderem um von Experten widerlegte Behauptungen zur Sicherheit und Effizienz der Impfungen, teilte das Unternehmen mit. Auch Verschwörungstheorien werden betroffen sein - etwa dass Mittel an bestimmen Bevölkerungsgruppen ohne deren Zustimmung getestet würden oder Microchips enthielten. Die härtere Gangart sei die Fortsetzung der Linie des Online-Netzwerks, Beiträge zu löschen, die Menschen in der realen Welt schaden könnten, hieß es.

+++ 22:47 Fauci korrigiert Aussagen zur britischen Impfstoff-Zulassung +++
Der US-Experte Anthony Fauci hat seine Bemerkungen über die vergleichsweise schnelle Zulassung des Pfizer/Biontech-Impfstoffs in Großbritannien revidiert. Er habe sagen wollen, dass eine übereilte Zulassung in den USA schlecht wäre, weil es dort viele Impfskeptiker gebe, erklärt er dem Sender BBC. Keinesfalls unterstelle er den britischen Zulassungsbehörden schlampige Arbeit.

+++ 22:26 Pfizer halbiert wohl Auslieferungsmenge seines Impfstoffs +++
Pfizer hat einer Zeitung zufolge wegen Problemen bei der Lieferkette seine Auslieferungsziele für seinen Impfstoff gekappt. Nun werde mit der Hälfte der ursprünglichen Menge gerechnet, berichtet das "Wall Street Journal". Hintergrund sei eine unzureichende Qualität der Ausgangsstoffe. Eine Stellungnahme des US-Pharmakonzerns lag zunächst nicht vor. Pfizer entwickelt den Impfstoff zusammen mit Biontech aus Deutschland.

+++ 22:04 Italien macht Skigebiete bis 6. Januar dicht +++
Mit einem neuen Dekret und weiteren Einschränkungen für die Menschen will die Regierung in Italien eine weitere Corona-Welle verhindern. Alle Skigebiete blieben bis zum 6. Januar geschlossen, teilt Ministerpräsident Giuseppe Conte mit. Zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar müssen Italiener, aber auch Touristen, die aus dem Ausland nach Italien einreisen, demnach in Quarantäne. Zur Länge der Quarantäne machte der Anführer der Mitte-Links-Regierung allerdings keine Angaben. Die landesweit geltende Ausgangssperre bleibt Conte zufolge weiter bei 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Eine Ausnahme sei die Silvesternacht: Dann werde die Sperre von 22 Uhr am 31. Dezember bis 7 Uhr am Neujahrstag verlängert. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ 21:46 Kurz: Migranten "importierten" Corona-Fälle durch Heimatbesuche +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seine viel kritisierte Aussage wiederholt, dass das Corona-Virus im Sommer durch Auslandsreisen von Menschen mit Migrationshintergrund "eingeschleppt" worden sei. Die Alpenrepublik habe durch Reiserückkehrer, vor allem vom Balkan, ein Drittel des Infektionsgeschehens im Sommer "importiert", sagte Kurz der "Bild". "Das ist einfach ein Faktum, das ist keine Schuldzuweisung, sondern schlicht und ergreifend die Realität", so Kurz. Österreichs Regierung verkündete am Mittwoch eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten rund um Weihnachten und Neujahr. Das gilt praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Balkan, hieß es. An Kurz' Wortwahl gab es heftige Kritik.

+++ 21:34 Acht Bundesländer melden vierstellige Zuwächse an Neuinfektionen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen acht Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 4960 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (4680), Baden-Württemberg (3063), Sachsen (2685), Hessen (1520), Niedersachsen (1312), Berlin (1244) und Rheinland-Pfalz (1047). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen an diesem Donnerstag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Der Freistaat verzeichnet 65,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 23.268 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.119.609 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 23.268 Neuinfektionen hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt deutlich über dem Donnerstagswert von vor sieben Tagen (26.11.: 22.222 Neuinfektionen) sowie leicht über dem Niveau von vor 14 Tagen (19.11.: 23.151).

Wie ernst die Lage drei Wochen vor Heiligabend ist, zeigt zudem der Blick auf die Sterbefälle. Erst am Mittwoch hatten die Bundesländer mit insgesamt 512 Todesfällen den bislang höchsten Tageszuwachs gemeldet. Nun erreichte die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Toten in Deutschland den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie: Insgesamt wurden an diesem Donnerstag weitere 453 Fälle registriert, sodass hierzulande insgesamt 17.865 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben sind. Der aktuelle Donnerstagswert übersteigt das Niveau von vor einer Woche (26.11.: 431 Corona-Tote) und liegt noch deutlicher über dem Wert von vor 14 Tagen (19.11.: 268). Als aktuell infiziert gelten rund 304.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,83 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 83 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 0,89). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3980 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2381 davon werden beatmet. Rund 5227 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP