Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:11 Berliner Bezirk lässt Bundeswehr nicht rein +++

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darf die Bundeswehr vorerst weiterhin nicht helfen. Die Bezirksverordnetenversammlung entschied mit breiter Mehrheit, zwei entsprechende Anträge von SPD und CDU zunächst im Sozialausschuss weiter zu diskutieren. Damit lässt Friedrichshain-Kreuzberg als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu, etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten.

+++ 23:47 Belgien hadert mit deutscher Reisewarnung +++
Angesichts der deutschen Reisewarnung für ganz Belgien herrscht in der belgischen Grenzregion zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Unverständnis. Er bedaure, dass ganz Belgien zur roten Zone erklärt worden sei, sagte der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, in Brüssel. Man habe offensichtlich immer noch nicht verstanden, dass Grenzbeschränkungen kein wirksames Instrument gegen Covid-19 seien. Wegen hoher Corona-Infektionszahlen hatte Deutschland am Mittwochabend ganz Belgien zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung für das Land ausgesprochen. Bislang galt diese nur für die Hauptstadt Brüssel.

+++ 23:19 Rund 1350 Bundeswehr-Soldaten im Corona-Einsatz +++
Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit rund 1350 Soldaten verschiedene Corona-Hilfsmaßnahmen. Davon seien "rund 160 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes im Rahmen der Hilfeleistungen im Einsatz", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach sind derzeit rund 320 Soldaten in zwölf Bundesländern unter anderem mit mobilen Teststationen im Einsatz. Um die Gesundheitsämter zu entlasten, würden darüber hinaus 426 Soldaten in 33 örtlichen Ämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Insgesamt stehe ein Kontingent von bis zu 15.000 Soldaten kurzfristig für die Hilfe bereit.

+++ 22:30 Israel meldet Rekordansteckung +++
Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals die Marke von 9000 überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte am Abend mit, am Vortag seien 9013 neue Fälle registriert worden - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Mit 124 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gab es nach palästinensischen Angaben auch im Gazastreifen einen Rekord. Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

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+++ 22:03 Ausbruch in Schlachthof in München +++
Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in München sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei zwei Reihentests Ende September seien insgesamt zwölf Infizierte festgestellt worden, teilte die Stadt mit. 151 Beschäftigte seien negativ getestet worden. Die positiv Getesteten und ihre nächsten Kontaktpersonen seien nun 14 Tage in Quarantäne. Die Mitarbeiter würden in ihren Unterkünften mit Essen versorgt. Die negativ Getesteten seien nicht in Quarantäne, sagte ein Stadtsprecher. In dem Schlachthof in der Innenstadt seien die Hygienemaßnahmen kontrolliert und das Gebäude desinfiziert worden, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Betreiber der Rinderschlachtung mache wöchentlich eine Reihentestung der gesamten Belegschaft. Dabei seien am 28. September neun Beschäftigte positiv getestet worden und am 30. September drei weitere. Die Mitarbeiter sollen am Montag erneut getestet werden.

+++ 21:31 Paris droht "maximale Alarmstufe" +++
Frankreich meldet 13.970 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden und weitere 63 Todesfälle. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag, bleibt aber hinter der Rekordzahl von über 16.000 von vor einer Woche zurück. Paris droht deshalb die Schließung der Bars und Restaurants. In der französischen Hauptstadt und den Vorstädten habe sich die Situation zuletzt rapide verschlechtert, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran. Sollte sich diese Dynamik bestätigen, werde dort am Montag die "maximale Alarmstufe" ausgerufen. "Wir werden die Indikatoren am Sonntag mit der Pariser Bürgermeisterin und allen gewählten Vertretern überprüfen."

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Keine Heiterkeit auf dem Montmartre: Pars hat schwere Zeiten hinter sich und ein Ende ist nicht in Sicht.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

+++ 21:00 Deutsche Kliniken verzeichnen Anstieg bei belegten Intensivbetten +++
Ein Anstieg zeichnet sich in Deutschland auch bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts werden derzeit 362 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet. Eine Woche zuvor waren es noch 296 Infizierte (166 beatmet) und eine Woche davor 238 Infizierte (135 beatmet). Rund 8700 der rund 30.540 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Die steigenden Infektionszahlen wirken sich auch auf die Zahl der belegten Intensivbetten aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 20:45 Deutschland meldet wieder über 2500 neue Fälle +++
In ihren Tagesberichten melden Bundesländern abermals mehr als 2500 neue Fälle: Demnach gab es in Deutschland binnen 24 Stunden insgesamt 2589 Neuinfektionen und 15 weitere Todesfälle. Nach Berechnungen von ntv.de haben sich damit seit Beginn der Corona-Krise insgesamt 293.016 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt inzwischen bei 9507. Rund 256.704 Menschen haben die Infektion nach Schätzungen überstanden. 26.805 sind akut infiziert. Auch der Trend bei den Neuinfektionen im Sieben-Tage-Schnitt liegt erstmals seit April wieder über 2000 Fälle.

Allein Nordrhein-Westfalen registriert mehr als 750 neue Fälle. Baden-Württemberg und Bayern melden jeweils knapp 400. Nur noch Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet noch einstellige Zuwächse (plus 8).

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, cri/rts/dpa/AFP