Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:19 US-Behörde genehmigt Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren +++

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff für 12- bis 15-jährige Kinder genehmigt. Bislang ist das Vakzin in den USA erst ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

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+++ 23:20 Impfstoff-Probandin in Brasilien bekommt langersehnte Umarmung +++
Nach fast eineinhalb Jahren ohne persönlichen Kontakt hat die erste freiwillige Testperson für einen Corona-Impfstoff in Brasilien ihre Mutter wieder getroffen. Mehr als 600 Kilometer reiste Denise Abranches für das Wiedersehen zum Muttertag von São Paulo nach Araguari im Bundesstaat Minas Gerais, wie das brasilianische Nachrichtenportal "G1" berichtete. "Ich wollte nur eine Umarmung", sagte Abranches demnach. "Wenigstens einen Tag mit ihr. Für mich war es absolut notwendig, für alles, was ich durchgemacht habe."

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+++ 22:33 Gastronomie in Frankreich darf Außenbereiche nächste Woche öffnen +++
Cafés, Bars und Restaurants dürfen in Frankreich ab dem 19. Mai wieder ihren Außenbetrieb öffnen. Die Gastronomie dürfe auf Außenflächen Tische anbieten, an denen bis zu sechs Gäste sitzen können, erklärt die französische Regierung. "Wir sind endlich dabei, nachhaltig aus der Gesundheitskrise herauszukommen", sagt Premierminister Jean Castex der Tageszeitung "Le Parisien". Am 9. Juni sollen dann auch wieder die Innenräume der Gastronomie geöffnet werden - mit der Hälfte der maximal zulässigen Gäste, wie der Regierungschef ankündigt.

+++ 22:06 Lockdown in Türkei: Zahl der Neuinfektionen sinkt +++
Nach Beginn eines Lockdowns in der Türkei sinkt die Zahl der Neuinfektionen - die Corona-Fallzahlen bleiben jedoch auf hohem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Millionenmetropole Istanbul lag vergangene Woche bei rund 360 Fällen pro 100.000 Einwohnern, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Vor Beginn des Lockdowns am 29. April hatte dieser Wert noch bei rund 530 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gelegen. In dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern waren nach offiziellen Angaben am Sonntag rund 15.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden. Noch bis zum 17. Mai gilt in der Türkei eines Lockdown. Alle Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf nötig sind, sind geschlossen. Die Menschen dürfen nur aus triftigen Gründen auf die Straße, etwa zum Einkaufen oder Arztbesuch. Von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen sind bestimmte Berufsgruppen und Touristen.

+++ 21:44 Indien: Mutmaßliche Corona-Leichen am Ganges-Ufer angespült +++
Im Norden Indiens sind zahlreiche Leichen an den Ufern des Ganges angespült worden, bei denen es sich mutmaßlich um Corona-Tote handelt. Rund 40 Leichen wurden im Bezirk Buxar nahe der Grenze zwischen den Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh entdeckt, zwei der ärmsten Regionen des Landes, wie ein Behördensprecher mitteilte. In Medienberichten war von bis zu hundert Leichen die Rede. Die Pandemie hat mit großer Geschwindigkeit Indiens ländliche Regionen erfasst. Örtliche Gesundheitseinrichtungen, Krematorien und Friedhöfe sind mit der Situation überfordert. Einheimische sagten der Nachrichtenagentur AFP, vermutlich seien die Toten wegen der überfüllten Krematorien in den Fluss geworfen worden.

+++ 20:34 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6591 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.529.519 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6591 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 101 auf 84.891. Als aktuell infiziert gelten rund 264.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,98 angegeben (Vortag: 1,00). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,90). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4599 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2747 davon werden beatmet. Rund 3900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:10 US-Firma arbeitet an Doppelimpfstoff gegen Corona und Grippe +++
Das US-Biotech-Unternehmen Novavax arbeitet an einem Doppelimpfstoff gegen das Coronavirus und die saisonale Grippe. Tierversuche hätten "positive" Ergebnisse erbracht, erklärt das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland. Demnach entwickelten Hamster und Frettchen, die das Vakzin mit den beiden Impfstoffkandidaten NVX-CoV2373 und Nanoflu verabreicht bekamen, Antikörper gegen das Coronavirus und gegen Grippeviren. Die beiden Impfstoffkandidaten werden derzeit in getrennten klinischen Versuchen mit Menschen getestet, sind aber noch nicht zugelassen.

+++ 19:46 Impfzentren klagen über gefälschte Impfberechtigungen +++
Viele Impfzentren klagen nach einem Medienbericht über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Die SWR-Sendung "Report Mainz" berichtet von mehreren tausend Fällen. Allein das Hamburger Impfzentrum meldete demnach zuletzt sogar 2000 Vordrängler in einer Woche. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht. In München würden bis zu 350 Vordrängler in der Woche erwischt, in Saarbrücken bis zu 140. "Report Mainz" hatte bei den Impfzentren der Landeshauptstädte nachgefragt, allerdings erfassen nicht alle Zahlen zu Impfvordränglern.

+++ 19:14 Umarmen erlaubt: England lockert ab 17. Mai weitere Maßnahmen +++
In England dürfen die Menschen dank einer zunehmend entspannten Lage ab der kommenden Woche wieder ihren Liebsten wieder näher kommen. Man dürfe dann wieder selbst entscheiden, ob man mit engeren Freunden und Familie auf Abstand bleibe oder nicht, kündigt Premier Boris Johnson in London an. "Das heißt nicht, dass wir unsere Vorsicht in den Wind schlagen können." Ab dem 17. Mai werden in England die Kontaktbeschränkungen deutlich gelockert: Seit Monaten dürfen sich erstmals Menschen auch wieder drinnen mit bis zu sechs Personen aus zwei Haushalten treffen. Draußen sind sogar Gruppen von bis zu 30 Personen erlaubt. Zudem dürfen Restaurants und Cafés auch in Innenräumen wieder Gäste bewirten, auch Theater, Kinos und Museen öffnen wieder ihre Türen.

+++ 18:38 WHO stuft indische Virusvariante als "besorgniserregend" ein +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als "besorgniserregende Variante" ein. Das gibt die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove bekannt. Bislang hatte die UN-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet. In Indien stecken sich täglich Hunderttausende mit dem Virus an. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Land gut 22,6 Millionen Infektionen gezählt worden. "Vorliegende Informationen weisen auf eine erhöhte Übertragbarkeit" der indischen Variante mit der Bezeichnung B.1.617 hin, sagt Van Kerkhove. Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren, sagt sie.

+++ 18:03 Linken-Bundestagsabgeordneter in Russland geimpft +++
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm hat sich in Moskau mit dem russischen Corona-Präparat Sputnik V impfen lassen. "Mir geht's super!", schreibt Dehm auf seiner Homepage. Dazu veröffentlicht er Fotos, die ihn in einem Behandlungszimmer zeigen. Umgeben ist er dabei von zahlreichen Journalisten, darunter vom russischen Staatsfernsehen. Der 71 Jahre alte Politiker kritisiert es als politische Entscheidung, dass Sputnik in Deutschland bislang nicht verfügbar sei. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Anfang März ein Prüfverfahren für Sputnik V begonnen. Bereits seit einigen Wochen organisieren Reiseanbieter Impfreisen nach Russland. Deutsche Teilnehmer wurden in der Vergangenheit unter anderem dafür kritisiert, dass sie die in Deutschland festgelegte Impfreihenfolge umgingen und in Russland der Kreml-Propaganda in die Karten spielten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:27 Altmaier: Inzwischen 100 Milliarden Euro an Corona-Hilfen geflossen +++
Die staatlichen Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise haben nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier inzwischen die 100-Milliarden-Euro-Marke erreicht. "Seit März 2020 sind bis heute rund 100 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen geflossen", erklärt Altmaier. Nach Angaben seines Ministeriums wurden bis einschließlich Montag Hilfen in Höhe von insgesamt 99,97 Milliarden Euro bewilligt und außerdem rund 30 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld.

+++ 17:04 Seehofer positiv auf Corona getestet +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Minister sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich aktuell in häuslicher Isolation, teilt sein Sprecher Steve Alter mit. Er habe derzeit keine Krankheitssymptome. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:44 Geringe Impfquote: Putin ruft Russen erneut zu Impfungen auf +++
Russlands Präsident Wladimir Putin ruft seine Landsleute einmal mehr dazu auf, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Außerdem müsse ausreichend getestet werden, sagt Putin der Agentur Interfax zfolge. "Das sind zwei sehr wichtige Komponenten, um die Pandemie und ihre Folgen zu überwinden." Vor dem Hintergrund, dass Russland bereits im vergangenen Dezember mit Massenimpfungen begonnen hat, ist die Impfquote im flächenmäßig größten Land der Welt weiter verhältnismäßig gering. Vor vier Tagen hatten laut offizieller Angabe 6,4 Prozent der Russen beide und rund 9 Prozent mindestens eine Impfdosis verabreicht bekommen. Zum Vergleich: In Deutschland haben laut Robert Koch-Institut mittlerweile 32,8 Prozent der Menschen mindestens eine und 9,4 Prozent beide Injektionen bekommen.

+++ 16:03 Studie: 60 Prozent der in Kliniken behandelten Covid-Patienten haben noch Monate nach Erkrankung Beschwerden +++
Auch ein halbes Jahr nach einer Covid-19-Erkrankung leiden einer Studie zufolge 60 Prozent von im Krankenhaus behandelten Patienten weiterhin an mindestens einem Symptom der Virusinfektion. Am häufigsten seien die Menschen von Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Atembeschwerden betroffen, heißt es in einer im Fachmagazin "Clinical Microbiology and Infection" veröffentlichten französischen Studie. In diese flossen die Daten von 1137 Krankenhaus-Patienten ein. Ein Viertel der Menschen habe ein halbes Jahr nach der Erkrankung nicht nur ein, sondern "drei oder mehr Symptome", erklären die Autoren der Studie des nationalen Gesundheits-Forschungsinstitutes Inserm. Zwei Prozent mussten demnach sogar "erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:25 Vor Öffnungsschritten: Inzidenz in Österreich sinkt auf 100 +++
Erstmals seit sieben Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich auf 100 gesunken. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen sinkt auf 737 und erreicht ebenfalls den niedrigsten Wert seit Oktober, teilt die Gesundheitsagentur AGES mit. Die Strategie mit Massentests und regional abgestuften Beschränkungen habe gewirkt, sagt Kanzler Sebastian Kurz. "Wir haben jetzt sogar niedrigere Ansteckungszahlen als in Deutschland, obwohl Deutschland sehr, sehr viel länger in einem harten Lockdown verharrt ist". Österreich beendet am 19. Mai nicht nur den Lockdown für viele Wirtschaftszweige, sondern auch die Quarantänepflicht für Urlauber aus Ländern mit niedrigen Ansteckungszahlen, darunter auch Deutschland. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:50 Zahl täglicher Neuinfektionen fällt in Indien unter Marke von 400.000 +++
Die Zahl der täglichen Neuinfizierten ist im derzeit besonders von der Pandemie heimgesuchten Indien erstmals seit mehreren Tagen wieder unter die Marke von 400.000 gefallen. Für Sonntag meldet das Gesundheitsministerium 366.161 neue Fälle - allerdings wurde nach Angaben von Experten am Wochenende auch weniger getestet. Auch die Zahl der Todesfälle blieb im selben Zeitraum mit 3754 unter den mehr als 4000 der Vortage. In absoluten Zahlen ist der Subkontinent mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hinter den USA am stärksten vom Coronavirus betroffen. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher liegen: In Teilen des riesigen Landes ist es schwer, getestet zu werden. Besonders in ländlichen Regionen sterben viele Opfer zu Hause und tauchen nicht immer in der Statistik auf.

+++ 14:24 Habeck fordert Impfungen an Supermärkten und auf Marktplätzen +++
Grünen-Co-Chef Robert Habeck fordert kreative Lösungen, um Impfstoffe jetzt zu den Menschen zu bringen. "Corona hat eine starke soziale Dimension." Impfungen müsse es auch an Supermärkten, auf Marktplätzen und in Schulen geben.

+++ 13:53 Iren dürfen nach fünfmonatigem Lockdown wieder reisen und zum Friseur +++
Irland lockert seine Vorschriften zum Start in die neue Woche nach mehr als fünf Monaten Lockdown deutlich. Ab sofort sind wieder Reisen quer durchs Land möglich, auch zum Friseur kann man wieder gehen. Für den Haarschnitt ist allerdings eine vorherige Terminvereinbarung nötig - ebenso bei den nun wieder geöffneten Geschäften des nicht-täglichen Bedarfs. Irland war angesichts massiv steigender Infektionszahlen nach Weihnachten in den dritten Lockdown gegangen. "Das war jetzt der längste Lockdown seit Beginn der Pandemie", erklärte Vize-Regierungschef Leo Varadkar. "Wir sind entschlossen, alles zu tun, dass es der letzte war."

+++ 13:31 Epidemiologe Ulrichs: Wetter und Impfkampagne versprechen ruhigen Sommer +++

+++ 13:03 Schleswig-Holstein übernimmt 55.000 Astrazeneca-Dosen von Dänemark +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat 55.000 Astrazeneca-Dosen von Dänemark entgegengenommen, die das Königreich nicht in Anspruch nimmt. "Das ist ein Tag der großen Freude, sagte der CDU-Politiker am Grenzübergang Ellund. Seinen Angaben zufolge wird Schleswig-Holstein den Impfstoff bis spätestens 7. Juli zurückerstatten. Dänemark hat den Einsatz dieses Präparates momentan ausgesetzt.

+++ 12:37 Norwegische Experten für Verzicht von Johnson & Johnson +++
Ein Expertenausschuss der norwegischen Regierung sowie die führende Gesundheitsbehörde des Landes empfehlen, die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht zu nutzen. Der Ausschuss kommt in einem Untersuchungsbericht zu dem Schluss, dass die beiden Mittel bei der laufenden Impfkampagne nicht berücksichtigt werden sollten. Er empfiehlt jedoch, sie außerhalb der Kampagne zur Verfügung zu stellen. Über die Bedingungen dafür war sich der Ausschuss uneins. Die norwegische Regierung will den Bericht prüfen und anschließend ihren Beschluss bekannt geben.

+++ 12:12 Impfleistung zieht am Wochenende leicht an +++
Die deutsche Impfleistung steigt im Wochenvergleich leicht an. Am gestrigen Sonntag wurden bundesweit insgesamt 268.787 Impfdosen verabreicht. Am Sonntag vor einer Woche waren es 262.052. Im Wochenvergleich steigt vor allem die Zahl der Zweitimpfungen deutlich: Sie konnte von rund 67.300 auf etwa 97.900 gesteigert werden. Die vergleichsweise niedrige Tagesleistung hebt die Rolle der Hausärzte hervor: Weil am Wochenende viele Arztpraxen geschlossen sind, können deutlich weniger Impfungen vorgenommen werden. In der Summe gab es bundesweit am Sonntag nur 11.035 Hausarztimpfungen.

+++ 11:46 Spahn warnt vor Überbietungswettbewerb beim Öffnen +++
Gesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts sinkender Infektionszahlen vor einem "politischen Überbietungswettbewerb" bei den Corona-Öffnungsschritten gewarnt. "Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen als Länder mit deutlich höherer Impfquote", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. "Es darf aus der Zuversicht kein Übermut werden." Wenn Bundesländer, die unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 fallen, nun Öffnungsschritte planten, dann rate er zu Öffnungen im Außenbereich. Dort sei der Risikofaktor "mindestens um den Faktor zehn geringer als drinnen".

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+++ 11:28 32,8 Prozent in Deutschland mindestens einmal geimpft +++
Die Impfkampagne in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. Bis zum Montagmorgen wurden laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über 35 Millionen Dosen verimpft. Davon seien 27,2 Millionen Erstimpfungen verabreicht worden, was 32,8 Prozent der Bevölkerung entspreche, teilt Spahn in Berlin mit. An Zweitimpfungen seien 7,8 Millionen Dosen verabreicht worden, das entspreche 9,4 Prozent der Bevölkerung.

+++ 11:13 Hamburg hebt Notbremse ab Mittwoch auf +++
Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt ab Mittwoch angekündigt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bereits den fünften Werktag in Folge unter 100. Gemäß Infektionsschutzgesetz werden die besonders scharfen Regeln am Mittwoch um Mitternacht außer Kraft gesetzt. Damit können sich die Menschen nachts wieder frei auf der Straße bewegen. Treffen sind nicht mehr auf einen Haushalt plus eine Person beschränkt. Auch im Einzelhandel sind Erleichterungen vorgesehen.

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+++ 10:57 Urlaub ohne Quarantäne - wo? +++
Urlaub im Ausland ohne Quarantäne: Für Corona-Geimpfte und Genese ist das bald grundsätzlich möglich. Mit sinkenden Infektionszahlen verbessert sich aber auch die Chance für diejenigen, die noch nicht geimpft sind. Die Urlaubsregionen Malta und Gran Canaria rühren schon mal kräftig die Werbetrommel.

+++ 10:37 Spahn-PK nach Gesundheitsministerkonferenz +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der morgendlichen Pressekonferenz:

  • Impfpriorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson wird aufgehoben, um pragmatisch arbeiten zu können. Das Gefühl sei allerdings besser als die Lage, so Spahn, das Wetter sei daran "Schuld". Auch die sinkenden Inzidenzen tragen ihr Übriges dazu bei; dürfen jedoch nicht vergessen, dass wir immer noch auf hohem Niveau sind.
  • Erwarten 1,1 Millionen Dosen Astrazeneca, rechnen mit 8 Millionen Dosen von J&J in diesem Quartal. Wichtig, Obdachlose und unter 60-Jährige weiter zu impfen.
  • Nebenwirkungen: Laut Spahn keine veränderte Lage, was die Kenntniseinschätzung angeht. Vertraut weiterhin auf ein gutes Überwachungssystem, z.B. Paul-Ehrlich-Institut
  • Lockerungen: Spahn weiß, dass es Zuversicht gibt, aber es ist nicht die Zeit für Übermut, sollten also vorsichtig bei Lockerungen sein. Es darf keinen politischen Wettbewerb bei Lockerungen geben. Wo lockern? Draußen. Denn draußen ist das Risiko einer Ansteckung um den Faktor 10 geringer, Außengastronomie, Outdoor-Veranstaltungen sind abzusehen, keine Aussage konkret zu Pfingsten. Test-Erfordernisse bleiben.
  • Reisen: aus hoher in niedrige Inzidenz-Gebiete, das ist der Punkt, um den es geht, müssen also weiter an Senkung arbeiten
  • Der größte Teil der über 60-Jährigen wird bis Juni geimpft sein.
  • Digitaler Impfpass - daran wird mit Hochdruck gearbeitet, Datenschutz und Datensicherheit haben jedoch oberste Prio, "da werden wir keine Abstriche machen", so Spahn. Es bleibt bei der 2. Hälfte des 2. Quartals, also nächste Woche, da geht es los. Der Digitale Pass ist eine Ergänzung, Papier-Pass bleibt gültig
  • Reiseverordnungen werden diese Woche noch weiter geklärt
  • Mobile Impfteams in soziale Brennpunkte schicken, ist eine gute Idee laut Spahn, niedrigschwellige Angebote werden gut angenommen. Spahn: "Müssen die Erreichen, die sich bisher nicht aktiv um einen Impftermin bemühen wollten oder können."
  • Lizenzvergabe: Spahns Eindruck ist , dass alle Impfstoffhersteller eine große Bereitschaft zur Kooperation haben, um bezahlbare Impfstoffe für alle zur Verfügung zu stellen.

+++ 10:01 Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene im Überblick +++

  • Geimpfte und Genesene dürfen sich im privaten Rahmen wieder ohne Einschränkungen mit anderen Geimpften und Genesenen treffen.
  • Bei Treffen mit Ungeimpften, etwa im Familien- oder Freundeskreis, zählen Geimpfte und Genesene laut Verordnung künftig ebenso wie Kinder unter 14 nicht mehr mit.
  • Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gelten für sie nicht mehr.
  • Nach Reisen müssen vollständig Geimpfte und Genesene nur noch in Ausnahmefällen in Quarantäne – etwa, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen.
  • Personenbeschränkungen für kontaktlose Individualsportarten entfallen für diese Gruppen.
  • Sie müssen beim Einkaufen oder beim Friseur keinen negativen Test mehr vorweisen. Es reicht der Impfnachweis.
  • Um eine überstandene Erkrankung nachzuweisen, nennt die Verordnung als Möglichkeit auch einen "Genesenenausweis".
  • Die Maskenpflicht an bestimmten Orten und das Abstandsgebot im öffentlichen Raum gelten weiterhin für alle.
  • Als "vollständig geimpft" gilt, wer alle vorgesehenen Dosen eines zugelassenen Impfstoffs erhalten hat, zusätzlich müssen seit der letzten Dosis mindestens 14 Tage vergangen sein. Dann hat man den vollen Impfschutz.
  • Bei zuvor von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen kann dazu auch eine einzige Dosis genügen. Als "genesen" gelten Personen, die nachweislich eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben. Der positive PCR-Befund muss mindestens 28 Tage und darf höchstens sechs Monate alt sein.
  • Vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bisher knapp 7,6 Millionen Menschen in Deutschland (9,1 Prozent). Fast 27 Millionen Menschen haben eine Erstimpfung erhalten (32,3 Prozent). Vor allem der ältere Teil der Bevölkerung ist zunehmend geimpft.
  • Sowohl für Geimpfte als auch für Genesene gilt zusätzlich, dass sie keine akuten Symptome wie Atemnot, Husten oder Fieber haben dürfen.

+++ 09:25 Impftermin bekommen binnen weniger Stunden
Mit dem Ende der Impfpriorisierung droht Planungschaos. Die jüngst gegründete Webseite "sofort-impfen.de" soll verhindern, dass Impftermine unnötig verstreichen oder Vakzine ungenutzt bleiben. ntv spricht mit dem Mitbegründer der Plattform Martin Elwert über die Initiative.

+++ 09:16 Bund und Länder heben Priorisierung für Jonson & Johnson auf +++
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wird in Deutschland künftig in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschließen zugleich, dass sich nach ärztlicher Aufklärung auch Jüngere dafür entscheiden können. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird somit in Arztpraxen und bei Betriebsärzten ab sofort aufgehoben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das Vorgehen später auf einer Pressekonferenz erläutern.

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+++ 08:29 DBB fordert: Alle Lehrerinnen und Lehrer verbeamten +++
Neues zum Thema Systemrelevanz: Der DBB Beamtenbund fordert wegen der Corona-Pandemie die Verbeamtung aller Lehrerinnen und Lehrer. Der Gewerkschaftsvorsitzende Silberbach sagt, die Krise habe die Bedeutung des Beamtenstatus von Lehrkräften zur Aufrechterhaltung der Schulpflicht unter Pandemiebedingungen offengelegt. Viele Lehrkräfte seien größten Belastungen ausgesetzt. In Deutschland gibt es rund 800.000 Lehrerinnen und Lehrer. Nach Angaben des DBB sind rund 200.000 davon angestellte Lehrkräfte.

Silberbach nannte die Umstellung auf digitalen Fernunterricht bei oft unzureichender Netzanbindung und technischer Ausstattung der Schulen, ein Hin und Her zwischen Öffnungen, Schließungen und Wechselunterricht sowie die Gefährdung der eigenen Gesundheit. Hinzu komme die schwierige Perspektive, Lerndefizite bei Schülern trotz Personalmangels aufzuholen. Deshalb sei es an der Zeit für eine echte Anerkennung der tagtäglich erbrachten Leistungen.

+++ 08:01 Bienen können Covid-19 erkennen +++
Forscher aus den Niederlanden haben es geschafft, Bienen darauf zu trainieren, mit Covid-19 infizierte Proben zu identifizieren, berichtet das Magazin "Geo". Und das funktioniert wie folgt: Um auf wichtige Geruchsinformationen im Vorbeiflug blitzschnell reagieren zu können, hat die Honigbiene spezielle Strukturen und hocheffiziente Verarbeitungsprozesse im Nervensystem entwickelt. Diese Eigenschaft haben sich die Forscher des bio-veterinärmedizinischen Forschungslabors der Universität Wageningen genauer angesehen und die Honigbienen darauf trainiert, mit Covid-19 infizierte Proben zu identifizieren.

Um die Insekten auf den Geruch einer mit Covid-19 infizierten Probe zu trainieren, zeigten die Forscher den Bienen zunächst die Proben und gaben ihnen direkt danach als Belohnung zuckerhaltiges Wasser. Wurde den Tieren eine Probe ohne Covid-19-Infektion vorgelegt, erhielten sie keine Belohnung. Nachdem die Bienen das Prinzip verstanden hatten, streckten sie bei Kontakt mit den mit Covid-19 infizierten Proben in Erwartung des Zuckerwassers automatisch ihre Rüssel aus. Laut der Forscher eine klare Bestätigung für ein positives Coronavirus-Testergebnis.

Der Vorteil der Insekten: Im Gegensatz zu herkömmlichen PCR-Tests, deren Ergebnis erst nach Stunden oder Tagen vorliegt, zeigten die Honigbienen eine Covid-19-Infektion unmittelbar an.

+++ 07:31 Söder plädiert für zügige Impfaktionen in Schulen +++
Mit Blick auf die Situation von Schülern plädiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für Impfaktionen in den Schulen. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA prüft derzeit die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren, in Kanada ist die Zulassung bereits erteilt. Es müsse dann "massenhaft schon vor Schulbeginn Schul-Impfaktionen mit geschlossenen Gruppenimpfungen" geben, so Söder im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen". Dann könne das nächste Schuljahr ein ganz anderes werden als das laufende.

+++ 07:02 Länder lockern weiter +++
Mehrere Bundesländer kündigen, nachdem einige - allerdings auf eigene Faust - bereits lockern, eine Öffnung auch für Touristen an. In Schleswig-Holstein ist das in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 schon der Fall und ab 17. Mai landesweit geplant. Niedersachsen öffnet an diesem Montag regional für Urlauber aus dem eigenen Land. In Bayern sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen unter der Inzidenz 100 ab 21. Mai öffnen dürfen. Einige Länder haben dabei offensichtlich auch das Pfingstgeschäft von Hotels und Gaststätten über das lange Wochenende am 22. bis 24. Mai im Auge.

Um den Erfolg der bisherigen Bemühungen nicht zu gefährden, fordern Mediziner besondere Vorsicht vor der Einschleppung von Virusvarianten aus anderen Ländern. Flugreisende sollen verbindlich an den Flughäfen einen PCR- und einen Schnelltest machen, empfiehlt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, in der "Rheinischen Post". "Ist der Schnelltest negativ, könnten sie zunächst nach Hause fahren, wären bei einem positiven PCR-Test aber schnell zu erreichen."

+++ 06:40 Koordiniertes Vorgehen erwünscht +++
Die sinkenden Corona-Infektionszahlen lassen den Ruf nach weiteren Öffnungsschritten lauter werden - und nach einem koordinierten Vorgehen. Nicht nur der Städte- und Gemeindebund fordert dafür von der Politik ein Konzept. "Im Hinblick auf die rasante Zunahme der Impfungen und den bevorstehenden Sommer mit vielen möglichen Aktivitäten im Freien sollten sich Bund und Länder bereits jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen und festlegen, unter welchen Voraussetzungen welche Bereiche wieder öffnen dürfen", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt vor einem Flickenteppich unterschiedlicher Lockerungen. Der CDU-Politiker plädiert für abgestimmte Maßnahmen, auch wenn diese dann je nach regionaler Infektionslage unterschiedlich schnell greifen. "Ich würde es für richtig halten, (…) dass wir Schritt für Schritt die Öffnungen machen, und zwar so, dass im Sommer auch Urlaub in Deutschland möglich ist", so Altmaier im ARD-"Bericht aus Berlin". "Wir (…) versuchen, ein einheitliches Vorgehen zu erreichen."

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bundesweit bei 118,6, am Vortag hatte sie noch 121,5 betragen, am Sonntag der Vorwoche 146,5.

+++ 06:17 Spanier feiern euphorisch Ende des Corona-Notstands +++
In Spanien haben Zigtausende nach sechs Monaten euphorisch das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Im Herzen der Hauptstadt Madrid war der Platz Puerta del Sol auch um zwei Uhr nachts noch voller Menschen. Die meisten dachten noch gar nicht daran, ins Bett zu gehen. Aus Barcelona und anderen Städten gab es ähnliche Bilder. Viele wahrten weder Abstandsregeln noch trugen sie Masken. Experten warnen nun vor neuen Infektionen.

Die Präsidentin von Spaniens Epidemiologischer Gesellschaft, Elena Vanessa Martínez, sagte der Zeitung "El País", es gebe immer noch viele Infizierte, die das Virus weitergeben könnten. Die Zahl der Geimpften sei noch klein. "In dieser Situation bin ich besorgt über das Signal falscher Sicherheit, das mit dem Ende des Notstands und dem Ende der nächtlichen Ausgangssperre gesendet wird."

Die Corona-Zahlen in dem EU-Land mit seinen 47 Millionen Einwohnern sind zum Teil noch hoch. In der Hauptstadt Madrid liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 130. Zum Vergleich: In Deutschland betrug der Wert am Sonntag 118,6.

+++ 05:40 Weiter deutlich weniger neue Fälle als in Vorwoche +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1 (Vortag: 118,6; Vorwoche: 146,9). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 84 Tote gewesen.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:15 Krankenstand trotz Corona auf Rekordtief +++
Mitten in der Corona-Pandemie ist der Krankenstand unter den Beschäftigten auf ein Rekordtief gesunken. So war er bei der Techniker Krankenkasse (TK) im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr, wie aus Daten der Kasse hervorgeht. In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Krankenstand 3,8 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres 2020 lag er noch bei 5,1 Prozent, 2019 bei 4,8 und 2018 bei 5,2 Prozent der Arbeitszeit.

+++ 04:04 Intensivmediziner: Dritte Welle ist gebrochen +++
Führende Intensivmediziner äußern sich zuversichtlich zu den sinkenden Infektionszahlen und der abnehmenden Zahl von Corona-Intensivpatienten in Deutschland. "Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden. Die dritte Welle ist gebrochen", sagte der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post" laut einem Vorabbericht. Die Situation auf den Intensivstationen werde sich wegen der fortschreitenden Impfungen der über 50-Jährigen voraussichtlich bis Ende Juni entspannen. Es müssten jedoch Vorsichtsmaßnahmen für Flugreisende aus weiter entfernten Ländern getroffen werden, um das Einschleppen möglicherweise gefährlicher Virus-Varianten zu vermeiden.

+++ 03:11 Reul sieht mehr Gewaltbereitschaft bei "Querdenkern" +++
NRW-Innenminister Herbert Reul sieht eine zunehmende Gewaltbereitschaft auf "Querdenker"-Demos. "Leider gewinnen auch die radikalen Kräfte immer mehr die Oberhand. Aber nicht nur die: Immer häufiger gehen auch ältere Leute aus bürgerlichen Milieus auf die Polizei los - mit Regenschirmen oder anderen Gegenständen", sagte der CDU-Politiker im Interview mit der "Rheinischen Post". Das sei eine Entwicklung, die ihm Sorgen mache. Vorige Woche hatte die Landesregierung bekannt gegeben, dass der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen jetzt auch Teile der "Querdenker"-Szene beobachtet. Dazu Reul: "Anhänger der Protestbewegung vernetzen sich zunehmend mit Rechtsextremisten, üben Gewalt gegen Polizisten und staatliche Einrichtungen oder machen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen verächtlich." Das gefährde die Demokratie.

+++ 02:03 Amtsärzte: Auffrischungs-Impfung jetzt vorbereiten +++
Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, befürchtet, dass das Impfsystem im Sommer deutlich unter Druck geraten könnte, weil viele Menschen eine Auffrischungsimpfung benötigen. "Einige Studien gehen davon aus, dass diese schon nach sechs Monaten fällig würde", sagte Ute Teichert der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Ab Ende Juni oder Anfang Juli müsste man in Deutschland also nachimpfen – zusätzlich zu laufenden Erst- und Zweitimpfungen. "Vonseiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein. Andere Länder wie etwa England sind schon dabei, sich darauf vorzubereiten", kritisierte die Verbands-Chefin.

+++ 01:09 Kommunen fordern Plan für Öffnungen +++
Die Kommunen rufen Bund und Länder dazu auf, sich unverzüglich auf weitere Öffnungsschritte zu verständigen. "Im Hinblick auf die rasante Zunahme der Impfungen und den bevorstehenden Sommer mit vielen möglichen Aktivitäten im Freien, sollten sich Bund und Länder bereits jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen und festlegen, unter welchen Voraussetzungen welche Bereiche wieder öffnen dürfen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Darauf warten nicht nur die Menschen, sondern auch die Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft."

+++ 00:04 Laschet: Bildungsaufstieg nach Pandemie eine der Hauptaufgaben +++
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sieht es als eine der Hauptaufgaben nach der Pandemie, Kindern unabhängig von ihrem Elternhaus den Bildungsaufstieg zu ermöglichen. "Für die Kinder ist da viel Zeit verloren gegangen", sagt der CDU-Chef in der ARD mit Blick auf Corona-Pandemie. Gerade Kinder in schwierigen sozialen Verhältnisse und Elternhäusern, wo nicht Deutsch als Muttersprache gesprochen werde, hätten am meisten gelitten unter der Schließung der Schulen.

+++ 23:39 Mekka-Wallfahrt Hadsch wieder im Corona-Modus +++
Die muslimische Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien findet wegen der Corona-Pandemie auch dieses Jahr nur unter strengen Auflagen statt. Es werde in Mekka ein "sicheres Umfeld" geschaffen, um die Gesundheit der Pilger zu schützen, kündigte das zuständige Ministerium der Staatsagentur SPA zufolge an. Dieses Jahr beginnt der Hadsch Mitte Juli. Für gläubige Muslime zählt die Wallfahrt zu den fünf Grundpflichten. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.

+++ 23:01 Drosten: "Sommer kann ganz gut werden" +++
Der Virologe Christian Drosten blickt dem Sommer mit Zuversicht entgegen. "Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland", sagte Drosten am Sonntagabend im ZDF. "Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind." Die aktuelle Entspannung sei "wahrscheinlich" noch auf verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen. Gleichzeitig warnte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité vor zu früher Euphorie. Deutschland sei noch nicht so weit wie andere Länder, sagte Drosten. "Wir müssen länger warten, weil wir noch nicht so weit sind mit unserem Impffortschritt."

+++ 22:44 NRW startet Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen +++
Nordrhein-Westfalen führt am Montag als erstes Bundesland sogenannte Lolli-Tests flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen ein. Mit dem Test sollen alle mehr als 730.000 Schülerinnen und Schüler der knapp 3800 Grund- und Förderschulen zwei Mal pro Woche in ihrer jeweiligen Lerngruppe auf das Coronavirus getestet werden. Die Testung geschieht zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, werden Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen. "Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen", hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gesagt. Die Tests werden Lolli-Tests genannt, weil die Schülerinnen und Schüler auf dem Teststäbchen wie auf einem Lolli 30 Sekunden lang herumlutschen müssen. Die Proben werden in PCR-Testverfahren von Laboren untersucht. Täglich soll es NRW-weit insgesamt rund 35.000 Pooltestungen geben. Zwölf Labore sollen sich darum kümmern.

+++ 22:26 Mehr als 100.000 Corona-Tote im brasilianischen Bundesstaat São Paulo +++
Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben dort 100.649 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie aus Behördendaten hervorging. Damit zählt der reichste Bundesstaat Brasiliens rund ein Viertel aller Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem von der Pandemie schwer getroffenen Land. Wäre er ein Land, würde der Bundesstaat mit mehr als 40 Millionen Einwohnern weltweit den neunten Rang hinter Frankreich und vor Deutschland unter den Ländern mit den meisten Corona-Toten einnehmen.

+++ 21:59 NRW bewilligt erste Millionen für zusätzliche Bildungsangebote +++
Damit Schüler Lernrückstände durch Corona ausgleichen können, haben die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen beiden Monaten 3,3 Millionen Euro für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote bewilligt. Das Geld fließe in rund 1500 Maßnahmen, teilte das Schulministerium mit. Es hatte für das Programm "Extra-Zeit zum Lernen", das von März 2021 bis Sommer 2022 laufen soll, insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Unser Ziel ist, dass keiner Schülerin und keinem Schüler durch die Pandemie Nachteile für den weiteren Bildungsweg entstehen dürfen", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP laut Mitteilung. Die Zahlen für März und April zeigten, dass das Angebot auf großes Interesse stoße.

+++ 21:34 Laos meldet ersten offiziellen Corona-Todesfall +++
Das südostasiatische Laos hat heute den allerersten Corona-Todesfall gemeldet. Eine 53 Jahre alte Vietnamesin sei an Covid-19 gestorben, berichtet die Staatszeitung "Vientiane Times". Die Vietnamesin arbeitete demnach in einem Karaoke-Club in der Hauptstadt Vientiane und litt an Vorerkrankungen. Das völlig isolierte kommunistische Land schien von der Pandemie bislang verschont worden zu sein. Im vergangenen Monat war erstmals ein größerer Ausbruch gemeldet worden, der mutmaßlich auf den Kontakt eines Einheimischen mit Thailändern zurückzuführen war sowie auf Arbeiter, die aus Thailand zurückkehrten - das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt. Gab es bis Anfang April nur 49 Infektionsfälle, stieg die Zahl in Laos inzwischen auf 1300. Experten vermuten, dass die niedrigen Zahlen auf fehlende Tests zurückzuführen sind.

+++ 21:09 Thüringen registriert erneut die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner +++
Heute weist erneut Thüringen die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus, dahinter folgen das Saarland und - fast gleichauf - Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen weisen "nur" noch drei Bundesländer mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf - Sachsen-Anhalt ist heute unter diese Schwelle gefallen.

+++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.188 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.522.928 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.188 neue Fälle hinzu. Das sind 2596 weniger als am Sonntag der Vorwoche (damals insgesamt 13.784) - ein Rückgang um 18,8 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 127 auf 84.790. Als aktuell infiziert gelten rund 273.478 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,00 angegeben (Vortag: 0,94). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,90 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4586 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2797 davon werden beatmet. Rund 4200 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/vpe/soe/chr/dpa/AFP/rts

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