Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:26 Erste Totesfälle in Brasiliens Favelas +++

Erstmals sind Bewohner der Favelas von Rio de Janeiro im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich dabei um zwei Menschen aus der Rocinha, einem der größten Armenviertel Rios und Brasiliens. In Rios insgesamt 763 Favelas mit zwei Millionen Bewohnern in kleinen, oftmals unverputzten Häusern macht man sich wegen der Ausbreitung der Corona-Krise besondere Sorgen. Es gibt kein Wasser, um sich die Hände zu waschen und die Verhältnisse sind beengt. Meist teilen sich mindestens fünf Menschen eine Unterkunft.  

+++ 23:51 Berliner Gericht bestätigt Gottesdienstverbot +++
Der Kirchgang zu Ostern muss ausfallen, das hat nun auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg bestätigt. Das Gericht lehnte den Eilantrag eines religiösen Vereins ab, der gegen das Verbot öffentlicher Gottesdienste in der Corona-Krise vorgehen wollte. Nach Auffassung des 11. Senats am OVG führt die aktuelle Regelung nicht zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit. In Berlin ist der Besuch von Kirchen, Moscheen, Synagogen und Häusern anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zurzeit nur zur individuellen stillen Einkehr erlaubt.
+++ 23:29 Schweiz verlängert Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende April +++
Die Schweiz verlängert die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus um eine Woche bis zum 26. April. Danach sollen sie aber vorsichtig und schrittweise gelockert werden, hat die Regierung beschlossen. Über die Etappen der Lockerung soll nächste Woche entschieden werden. Die Schweiz ist vergleichsweise schwer von der Pandemie betroffen. Mitte März hatte die Regierung deshalb fast alle Geschäfte sowie Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe geschlossen. Private und öffentliche Veranstaltungen wurden verboten.

+++ 22:59 Italien will Wirtschaft mit neuen Schutzregeln hochfahren +++
Italien bereitet sich auf die Rückkehr des öffentlichen Lebens vor. Im Kampf mit dem Coronavirus will die Regierung erst Unternehmen vorsichtig wieder öffnen, dann könnten Lockerungen für die Menschen folgen, wie italienische Medien berichten. Parallel sollen demnach neue Schutzregeln erlassen werden. Strikte Schichtregeln für Fabriken und Büros sowie Maskenpflichten seien in der Diskussion, heißt es. "Wir können nicht riskieren, dass die Kurve der Epidemie wieder ansteigt, weil wir es uns nicht leisten können, von vorne zu beginnen", zitiert die Zeitung "Corriere della Sera" Ministerpräsident Giuseppe Conte.

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+++ 22:27 Sorge vor Arznei-Engpass: EU lockert Kartellregeln +++
Die EU-Kommission fürchtet in der Corona-Krise zunehmende Engpässe bei wichtigen Arzneimitteln. Deshalb lockert die Behörde vorübergehend die Kartellregeln zur Deckung des Bedarfs. Es gelte, die Versorgung der Krankenhäuser mit Arzneimitteln für Coronavirus-Patienten zu sichern, sagt Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Nun dürfen sich die Hersteller stärker abstimmen, als es üblicherweise zulässig wäre - zum Beispiel bei der Umstellung der Produktion, der Lagerhaltung, im Vertrieb.

Die EU will auf diese Weise auch verhindern, dass sich Firmen auf einzelne Medikamente konzentrieren, während es an anderen Arzneimitteln fehlt. Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Medikamenten hatte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die Pharmaindustrie bereits aufgefordert, die Produktion hochzufahren.

+++ 21:52 Türkische Ärzte zweifeln Regierungszahlen an +++
In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 812, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Abend mit. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv getestet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38.226.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt allerdings die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an. In einer Stellungnahme heißt es, es sei "auffallend", dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Grafik der Todesfälle aber nicht entsprechend verlaufe. Der Zentralrat der Türkischen Ärztevereinigung habe auch festgestellt, dass das Ministerium bei der Meldung der Tode nicht die von der WHO empfohlenen "Codes" benutze, hieß es in der Stellungnahme weiter.

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+++ 21:26 Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen +++
Frankreich will in der Corona-Krise die strikten Ausgangsbeschränkungen über den 15. April hinaus verlängern. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Montagabend an die Bürger wenden, erklärte das Präsidialamt. Die französischen Ausgangsbeschränkungen gelten seit Mitte März. Die Menschen sind seitdem angehalten, nur mit triftigen Gründen vor die Haustür zu gehen. Dafür müssen sie einen Passierschein bei sich tragen. Die Polizei kontrolliert die Umsetzung der Maßnahmen streng. Bis wann die Verlängerung andauern soll, wurde noch nicht mitgeteilt.

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Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts