Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:28 Lauterbach: Bald mehr Ausbrüche in Schulen, Betrieben und Restaurants +++

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern. "Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten." Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: "Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen." Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. "So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden."

+++ 23:32 Spahn bleibt trotz heftiger Kritik dabei: Epidemische Lage kann beendet werden +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hält ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweiter in der Corona-Pandemie weiter für angebracht - trotz großer Kritik an dieser Haltung. Im ZDF "heute-journal" sagte er: "Der Ausnahmezustand, vom Bundestag festgestellt, der kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind." Damit werde nicht die Pandemie für beendet erklärt. "Auch ich sage beständig, wie viele andere auch, wir brauchen in Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmaßnahmen, vor allem 3G - geimpft, genesen, getestet - im Innenraum, vor allem medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln, in Bus und Bahnen, im Einzelhandel." Durch eine Rechtsänderung sei es möglich, dass die Länder und die Behörden vor Ort diese Maßnahmen losgelöst von dem Ausnahmezustand ergreifen könnten.

+++ 22:29 WHO: 40 Prozent Impfrate in allen Ländern bis Jahresende erreichbar +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. "Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Woche - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei. Er erinnert an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betont Tedros.

+++ 22:02 Grüne fordern Übergangsregelung nach Ende der epidemischen Lage +++
In der Diskussion um ein baldiges Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite fordern die Grünen eine bundesgesetzliche Übergangsregelung. "Um der neuen Situation und der Zahl der Geimpften Rechnung zu tragen, schlagen wir stattdessen eine rechtssichere Übergangsregelung vor, die die befristete Fortführung bestimmter Maßnahmen ermöglicht", sagt die Grünen-Rechtspolitikerin Manuela Rottmann der "Welt". Die epidemische Lage unverändert beizubehalten sei hingegen die "falsche Antwort". Die Grünen-Fraktion sei "im Gespräch" zu der Frage, wie eine Übergangsregelung aussehen könne. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt erklärt, die derzeit geltende epidemische Notlage von nationaler Tragweite Ende November auslaufen lassen zu wollen. Die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder forderte am Freitag aber vom Bund weiterhin bundeseinheitliche Regeln für die Bekämpfung der Pandemie.

+++ 21:39 Impfung für Kinder ab fünf Jahren in USA "sehr wahrscheinlich" ab November +++
In den USA könnten bald Kinder ab fünf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Impfstoffe für Fünf- bis Elfjährige werden "sehr wahrscheinlich" in der ersten oder zweiten Novemberwoche zur Verfügung stehen, wie der Gesundheitsexperte und medizinische Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci, gegenüber dem Sender ABC sagt. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist neuen Daten zufolge bei Kindern dieser Altersgruppe zu fast 91 Prozent wirksam gegen eine symptomatische Erkrankung. Wie der Sender weiter berichtet, will die US-Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag über die Zulassung des Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren beraten. Bislang ist das Vakzin nur für über Zwölfjährige zugelassen.

+++ 21:13 Wochenbilanz bei Neuinfektionen steigt zum vierten Mal in Folge +++
Die Wochenbilanz bei den Neuinfektionen ist die vierte Woche in Folge gestiegen. Der Anstieg fällt aktuell sogar deutlicher aus als in den drei Wochen zuvor. In der heute beendeten 42. Kalenderwoche wurden von Montag bis Sonntag 93.676 neue Fälle (Vorwoche: 63.938) verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle lag bei 487 (Vorwoche: 415). Der prozentuale Wochenzuwachs im Vergleich zur Vorwoche beträgt damit 46,5 Prozent.

+++ 20:48 Hamburg überschreitet als sechstes Bundesland die 100er-Inzidenz +++
In 13 der 16 Bundesländer ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die größten Zuwächse gab es erneut in Sachsen (+19,0) und in Thüringen (+13,4), das bereits am Tag zuvor die 200er-Schwelle überschritten hatte. Als sechstes Bundesland rutscht nun auch Hamburg über die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In drei Bundesländern ist der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag gesunken.

+++ 20:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.768 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.469.340 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.768 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 67 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 24 auf 95.098. Am vergangenen Sonntag waren neun weniger gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 172.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,26 angegeben (Vortag: 1,29). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1622 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 890 davon werden beatmet. Rund 3740 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: mra/dpa/AFP/rts

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