Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:38 Empire State Building wird Impfzentrum +++

In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum. Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag könnten sich Menschen in dem berühmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag mit. Die ersten 100 Geimpften dürfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen. Zuvor waren im Bundesstaat New York schon zahlreiche weitere berühmte Einrichtungen - wie etwa das American Museum of Natural History - zu Impfzentren geworden. Für Impfungen wurden von der Regierung und Unternehmen zahlreiche Anreize geschaffen, beispielsweise kostenlose Donuts, Pommes, U-Bahn-Karten, Eintrittskarten für Museen und Sportveranstaltungen, eine Geld-Lotterie und die Verlosung von kostenlosen Studienplätzen für Kinder und Jugendliche. Mehr als 60 Prozent der Erwachsenen im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern sind bereits voll geimpft, zuletzt hatte der Schwung der Impfkampagne aber nachgelassen.

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Verleiht dem Piks den nötigen Glamour: Auch im Empire State Building in New York können sich US-Bürger bald impfen lassen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

+++ 00:05 Indien: neuer Höchststand an Corona-Toten +++
Indien hat am Donnerstag 6148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Tageshöchstwert. Der Anstieg geht allerdings in erster Linie darauf zurück, dass der Bundesstaat Bihar die Zahl der seit März registrierten Corona-Toten um fast 4000 nach oben korrigiert hat. Diese Zahlen flossen in den Tageswert mit ein. Zunächst hatten die Behörden in dem armen Bundesstaat gemeldet, seit März seien in Bihar knapp 5500 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Nach einer Prüfung gehe man aber nun von mehr als 9400 Opfern aus, teilten die zuständigen Behörden am Donnerstag mit. Dies nährt den Verdacht, dass die offiziellen Corona-Todeszahlen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt bislang insgesamt zu niedrig angegeben wurden.

+++ 23:12 Merkel zurückhaltend bei Impfstoff-Spenden +++
Angela Merkel hat sich vor dem G7-Gipfel zurückhaltend zu zusätzlichen Corona-Impfstoff-Spenden Deutschlands für ärmere Länder der Welt geäußert. Sie sehe durchaus Sinn darin weiterzugeben, was überzählig sei, sagte die Bundeskanzlerin. Angesichts nicht völlig klarer Liefermengen für Juli, August und September könne sie aber keine Verpflichtung für noch nicht gelieferte Mengen eingehen. Sie müsse "schon auch darauf achten, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern jetzt ein Impfangebot machen, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das selbstverständlich ihren Bürgern auch gemacht haben". Merkel nannte es erfreulich, dass die US-Regierung vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt angekündigt hat. Sie verwies zugleich auf den bisherigen Beitrag der Europäischen Union für die globale Versorgung mit der Ausfuhr von schon deutlich mehr als 200 Millionen Dosen, was sich sehen lassen könne.

+++ 22:30 Müller zu Maskenstreit: "Das wäre inakzeptabel" +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht in der Diskussion um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität noch offene Fragen. "Ein Punkt ist: Hat es eine Haltung gegeben, dass gegebenenfalls minderwertige Masken Menschen zur Verfügung gestellt werden können, bei denen man unterstellt, dass sie nicht so genau hingucken?", so Müller. "Wenn das so wäre, das wäre inakzeptabel, muss ich hier ganz klar sagen." Alle Menschen hätten den Anspruch auf bestmöglichen Schutz, meint der SPD-Politiker. "Hat man alles getan, um allen gleichwertig gute Masken zur Verfügung zu stellen? Das, finde ich, ist noch ein Punkt, der eindeutig beantwortet werden muss."

+++ 22:07 Briten melden 7393 Neuinfektionen und sieben Todesfälle +++
Großbritannien meldet 7393 Neuinfektionen, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Das sind etwas weniger als am Mittwoch, als mit 7540 bestätigten Fällen die meisten Ansteckungen innerhalb eines Tages seit Ende Februar verzeichnet wurden. Die Zahl der Menschen, die innerhalb von 28 Tagen nach einem positiv ausgefallenen Corona-Test verstarben, stieg per Donnerstag um sieben auf nunmehr 127.867.

+++ 21:54 Vor G7-Gipfel: Corona-Ausbruch in Hotel von Merkels Sicherheitsleuten +++
In einem Hotel, in dem Sicherheitsleute von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es Medienberichten zufolge einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigt jedoch auf Anfrage von Journalisten, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurde der Ausbruch bereits am Mittwoch festgestellt. Das Hotel sei daraufhin geschlossen worden, heißt es weiter.

+++ 21:29 Von der Leyen: "Eine der schlimmsten Bildungskrisen der Geschichte" +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat kurz vor dem G7-Gipfel deutlich mehr finanzielle Unterstützung für die Initiative globale Partnerschaft für Bildung angekündigt. "Covid-19 hat zu einer der schlimmsten Bildungskrisen der Geschichte für Kinder in der ganzen Welt geführt", sagt die CDU-Politikerin. Etwa elf Millionen Mädchen, von der Vorschule bis zur Sekundarschule, liefen Gefahr, nicht in die Schule zurückzukehren, was schwerwiegende Folgen für ihr Leben nach sich ziehe. "Wir wissen, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen durch die Pandemie gefährdet sind", sagt sie.

+++ 21:02 Nur noch ein Bundesland knapp über 25er-Inzidenz +++
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegen fast alle Bundesländer unter der Marke von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - und das teils deutlich. Nur Baden-Württemberg liegt mit einem Wert von 25,4 noch knapp darüber. Die niedrigsten Inzidenzen weisen Mecklenburg-Vorpommern (6,0), Brandenburg (9,3) und Schleswig-Holstein (9,4) auf.

+++ 20:36 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2849 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.710.148 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2849 neue Fälle hinzu. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 4161. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 94 auf 89.619. Das sind 31 weniger im Vergleich zur Vorwoche. Als aktuell infiziert gelten rund 56.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,75 angegeben (Vortag: 0,72). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,79 (Vortag: 0,74). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1510 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1000 davon werden beatmet. Rund 4350 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:13 Merkel nimmt Curevac bei verzögerter Vakzin-Zulassung in Schutz +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Tübinger Biotechunternehmen Curevac in der Debatte über eine verzögerte Zulassung seines Corona-Impfstoffs in Schutz genommen. Sie glaube nicht, dass der Staat dabei jetzt helfen könne, sagt Merkel. Dass die Entwicklung nun länger als geplant dauere, zeige, wie kompliziert die Entwicklung der Corona-Impfstoffe sei. "Wir können gar nicht oft genug dankbar dafür sein, dass es innerhalb von zwölf Monaten gelungen ist, mehrere Impfstoffe zu entwickeln", sagt sie mit Blick auf einige andere Hersteller. Deshalb wolle sie kein Unternehmen kritisieren, bei dem es etwas länger dauere. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:41 Moderna beantragt US-Zulassung für Impfstoff bei Jugendlichen +++
Moderna hat nach Kanada und der Europäischen Union nun auch in den USA eine Zulassung ihres Covid-19-Impfstoffs für Jugendliche beantragt. Das Pharmaunternehmen teilt mit, es habe bei der Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung gestellt. Im Mai hatte Moderna erklärt, die fortgeschrittene klinische Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff bei Jugendlichen eine Immunantwort auslöste. Unter den fast 2500 Jugendlichen, die zwei Dosen des Impfstoffs erhielten, wurden keine Fälle von Covid-19 festgestellt.

+++ 19:23 EU-Parlament für Aussetzung von Impfstoff-Patentschutz +++
Das EU-Parlament plädiert für eine vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. Eine entsprechende Resolution wird mit 355 Stimmen zu 263 Gegenstimmen angenommen. Ziel ist es, Schwellenländern mehr Impfstoff-Produktion zu ermöglichen, um ärmere Regionen der Welt schneller versorgen zu können. Das Votum ist nicht bindend. Doch erhöhen die Abgeordneten damit den Druck auf die EU-Kommission, die eine solche Patentschutz-Aussetzung ablehnt. Die Brüsseler Behörde argumentiert, ein derartiger Schritt würde nicht zum gewünschten Ergebnis einer deutlichen Produktionsausweitung führen und zugleich die künftige Impfstoff-Forschung untergraben.

+++ 18:52 Jeder zweite Erwachsene in EU mindestens einmal geimpft +++
Jeder zweite Erwachsene in der Europäischen Union ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind das 183,1 Millionen Menschen. Knapp 26 Prozent der Erwachsenen - rund 94,8 Millionen - haben demnach den vollen Impfschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind. Von der Leyen schrieb auf Twitter, die EU sei auf gutem Weg zu dem Ziel, bis Ende Juli genügend Impfstoff zu haben, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen.

+++ 18:40 Bundeswehr reduziert Kontingent für Amtshilfe +++
Die Bundeswehr reduziert angesichts der Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie ihr Einsatzkontingent für Amtshilfen. Das Kontingent soll von 25.000 auf 15.000 zum 1. Juli sinken, wie Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Angaben ihres Ministeriums mitteilt. "Die positive Entwicklung führt jetzt erfreulicherweise auch zu einem Rückgang der Amtshilfeanträge", begründet die CDU-Politikerin den Schritt. Die Bundeswehr werde aber weiter gebraucht, insbesondere beim Impfen der Bevölkerung. Die Bundeswehr hat laut Ministerium bis heute rund 8000 Anträge zur Amtshilfe erhalten. 92 Prozent davon seien gebilligt und umgesetzt worden. Aktuell seien rund 11.000 Soldaten in die Amtshilfe eingebunden.

+++ 18:22 Söder: Zu früh für generelle Lockerungen bei Großevents +++
Trotz der positiven Entwicklungen bei den Infektionszahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Lockerungen für Großveranstaltungen noch für verfrüht. Die Lage sei zwar sehr positiv, es wachse jedoch jeden Tag die Sorge über die Entwicklung in Großbritannien, wo sich die Delta-Variante des Virus stark ausbreite, sagt der CSU-Chef nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Aus diesem Grund könne jetzt nicht alles ohne Regeln freigegeben werden. "Wir sollten nicht kopflos sein", betont Söder. Dies gelte gerade auch für den Umgang mit Großveranstaltungen, wo etwa die jeweilige Form der Veranstaltung - also etwa ob es sich um ein Rockkonzert oder um ein Fußballspiel handle, sehr unterschiedlich zu bewerten sei.

+++ 17:57 Merkel: Ab Herbst muss Nachimpfung bei Älteren starten +++
In Deutschland muss nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel im Herbst die Nachimpfung von Älteren beginnen. Die Länder rechneten deshalb weiter mit der Arbeit der Impfzentren über den 30. September hinaus, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Auch Bayerns Ministerpräsident Söder meint, es brauche weiterhin eine Infrastruktur, um größere Mengen an Impfungen vorzunehmen. "Das Impfen wird uns die nächsten Jahre begleiten." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:34 Merkel zu Delta-Variante: "Wir sind in einem Wettlauf mit dem Impfen" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die derzeitige Entwicklung der Corona-Lage als "extrem erfreulich". Die Aktionen der vergangenen Monate hätten sich gelohnt, Erfolge der Impfkampagne stellten sich ein. "Aber wir dürfen nicht vergessen, Corona ist damit nicht verschwunden", sagt Merkel nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Besorgt zeigt sie sich angesichts der Delta-Variante, die erstmals in Indien aufgetaucht ist und sich derzeit rasant in Großbritannien verbreitet. Die Mutation sei augenscheinlich in ihrer Ausbreitung aggressiver und könne sich gegen die vorherrschende Alpha-Variante durchsetzen. "Wir sind in einem Wettlauf mit dem Impfen", sagt Merkel.

+++ 17:06 Impfaktion an Mainzer Gymnasium sorgt für Empörung +++
Eine Corona-Impfaktion bei Schülern eines privaten Gymnasiums des Bistums Mainz erntet heftige Kritik. Vier Mediziner sollen rund 160 Schüler ab 16 Jahren den Piks gesetzt haben. "Wir sehen die Impfaktion am Theresianum ausgesprochen kritisch und halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für nicht angemessen. Landesweit warten noch Hunderttausende aus den Priorisierungsgruppen 2 und 3 auf ihre Impfung", sagt der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis. Ähnlich reagiert die Kassenärztlichen Vereinigung. Das Bistum Mainz hingegen hat Verständnis für die Elterninitiative, die die Impfungen organisiert hat. Kirchenmittel seien dafür nicht geflossen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:42 Spahn verweigert Ja zu Volksfesten +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zurückhaltend zu der Debatte geäußert, ob wegen der entspannteren Corona-Lage im Herbst wieder Volksfeste möglich sein sollten. Er finde es schwer, dies jetzt schon "so rum oder so rum" entscheiden zu können, sagt der CDU-Politiker in Berlin. "Eins haben wir immer gesagt: Das, was als letztes wieder gehen können wird, ist Party." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:25 STIKO empfiehlt Impfungen nur für vorerkrankte Kinder +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für Zwölf- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert-Koch-Instituts hervorging. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:13 "Dauerhafter Regelbetrieb" in Schulen nach Sommerferien +++
Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es im nächsten Schuljahr nicht mehr geben. Die Kultusminister der Länder vereinbaren bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien "dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden" besucht werden sollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, wie Schulfahrten, würden wieder in "vollem Umfang" ermöglicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:46 Spahn verteidigt teure Maskenverteilung +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Verteilung von Millionen kostenloser Corona-Masken an Schutzbedürftige im vergangenen Winter gegen Kritik verteidigt. Als über die Masken für die über 60-Jährigen und Menschen mit Vorerkrankungen entschieden wurde, herrschte laut Spahn noch Maskenmangel. Deshalb wären niedrigere Erstattungspreise damals mit dem "hohen Risiko" verbunden gewesen, "dass dann die Masken nicht vollumfänglich verfügbar sind", sagt Spahn. Das habe er verhindern wollen. Der Bundesrechnungshof hatte in einem Prüfbericht festgestellt, dass die vom Gesundheitsministerium gewährte Erstattung für die Masken die Ausgaben der Apotheker überkompensiert hätten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:24 Italien erlaubt Impfungen am Urlaubsort +++
Die italienische Regierung hat eine Lösung für ein riesiges logistisches Problem für ihre Corona-Impfkampagne gefunden: In den langen Sommerferien im Juli und August, die viele Italiener nicht in ihren Heimatregionen verbringen, dürfen sich die Menschen ihre zweite Impfdosis nun auch an ihrem Urlaubsort abholen. Viele Zeitungen verkünden die frohe Botschaft auf der Titelseite. "Impfungen in den Ferien: die Regeln", titelt etwa der "Corriere della Sera". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:57 Länder vertagen Entscheidung über Großveranstaltungen +++
Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen in der Corona-Lage ist zunächst vertagt. Die Ministerpräsidenten einigen sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien über die Frage des einheitlichen Umgangs von Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter verständigen solle. Diese sollen dann auch einen Beschluss fassen. Damit ist der wohl größte Streitpunkt bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag vorerst abgeräumt. Seit 13.15 Uhr verhandeln die Länderchefs, ab 15 Uhr soll auch Kanzlerin Angela Merkel dazukommen.

+++ 14:29 Spahn räumt nach Kritik des Rechnungshofs Fehler ein +++
Nach der Kritik des Bundesrechnungshofs räumt Gesundheitsminister Jens Spahn Fehler ein und kündigt Verbesserungen an. Zugleich verweist der Minister in Berlin aber auch darauf, dass viele kostspielige Ausgabe-Entscheidungen im Zusammenhang mit der Pandemie unter großem Zeitdruck hätten gefällt werden müssen. Er sei vielfach in der Situation gewesen, dass "man unter Zeitdruck schnell handeln muss, um Menschenleben zu retten", sagt er. In der akuten Pandemielage hätten "reguläre Beschaffungswege" oft "nicht richtig funktioniert". Der Bundesrechnungshof hatte zuvor scharfe Kritik an einer Reihe von Entscheidungen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie geübt. "Der Bundesrechnungshof fordert, bei künftigen Maßnahmen zu Lasten der Steuerzahler stärker auf eine ordnungsgemäße und wirtschaftliche Mittelverwendung zu achten", heißt es in einem Bericht der Rechnungsprüfer. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:00 Spahn: Mehr Fußball, weniger Alkohol +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät beim gemeinsamen Anschauen von Spielen der Fußball-EM in größeren Gruppen trotz der entspannteren Corona-Lage zur Vorsicht. Entscheidend seien am Ende Abstand, dass Teilnehmer idealerweise getestet oder geimpft seien, und "vielleicht etwas weniger Alkohol", so der CDU-Politiker. Alkohol mache generell nachlässiger, was Schutzvorkehrungen angehe. Mit Blick auf größere Public-Viewing-Veranstaltungen ergänzt der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, unter bestimmten Voraussetzungen könnten solche Events möglich sein. Abhängig von Indikatoren wie den Neuansteckungen und der Belegung von Intensivstationen könne man dies mit bestimmten Zahlen von Menschen stattfinden lassen, was aber in der Verantwortung der lokalen Behörden liege. Wichtig sei, dass man Basismaßnahmen wie Abstand, Hygiene und Masken weiter einhalte. Das Virus werde durch Mobilität getragen. Mit solchen Events sollten die Zahlen nicht wieder steigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:23 "Freizeitbonus" von 100 Euro kommt +++
Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Im Bundestag soll bereits morgen die Auszahlung eines entsprechenden "Freizeitbonus" beschlossen werden. Die Leistung ist Teil des sogenannten Corona- Aufholprogramms, mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der Corona-Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen. Das Aufholprogramm umfasst insgesamt zwei Milliarden Euro. Gefördert werden darüber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Kritik kommt von Sozialverbänden. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, sagt, der Bonus sei viel zu niedrig bemessen.

+++ 13:10 Mobilität erreicht Vorkrisenniveau +++
Die Mobilität in Deutschland nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 an. Trotz stark rückläufiger Corona-Fallzahlen und der damit einhergehenden Lockerung von Beschränkungen blieb sie aber im Mai noch sechs Prozent unter dem Referenzwert des Mai 2019. Im April 2021 waren bundesweit noch neun Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet worden. In der ersten Juniwoche erreicht die Mobilität nun aber wieder das Vorkrisenniveau. Dies geht aus einer Sonderauswertung anonymisierter Handy-Daten hervor, mit denen das Statistische Bundesamt aktuelle Mobilitätsveränderungen in der Pandemie abbildet.

+++ 13:05 Positivenquote sinkt signifikant +++
Die Zahl der PCR-Tests mit positivem Ergebnis geht deutlich zurück. So zeigten in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) nur noch etwas über 3 Prozent aller PCR-Tests ein positives Ergebnis. In der Spitze lag dieser Wert bei über 15 Prozent, nämlich in der letzten Kalenderwoche 2020. Zugleich geht die Zahl der überhaupt durchgeführten PCR-Tests zurück. Was ein gutes Zeichen sein kann, da weniger Menschen mit Corona-spezifischen Symptomen vorstellig werden und auch weniger positive Schnelltests eine Nachtestung mittels PCR notwendig machen.

+++ 12:50 Digitaler Impfpass kommt nur schrittweise +++
Der neue digitale Corona-Impfnachweis soll jetzt in Deutschland schrittweise starten. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Nicht alle Partner seien aber heute oder morgen schon an Bord. Ziel sei, dass bis Ende Juni die Anwendung namens "CovPass" für alle Interessenten zu Verfügung stehe. Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:39 WHO warnt eindringlich vor Lockerungen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt die europäischen Länder eindringlich vor einer zu frühen Lockerung der Corona-Maßnahmen. Die Impfraten seien noch viel zu gering, um einen Wiederanstieg der Infektionsfälle zu verhindern, sagt WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. "Die Impfrate reicht bei Weitem noch nicht aus, um die Region vor einem Wiederanstieg zu schützen", so Kluge. "Der Weg, um eine Rate von mindestens 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu erreichen, ist noch weit." Europa dürfe nicht den "Fehler" vom vergangenen Sommer wiederholen und die Beschränkungen zu früh aufheben. In den 53 Ländern und Regionen, für die das Europa-Büro der WHO zuständig ist - darunter auch einige Länder in Zentralasien - haben nach WHO-Angaben inzwischen 30 Prozent der Menschen eine erste Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten. 17 Prozent haben demnach den vollen Impfschutz.

+++ 12:21 Wieler: Noch 40 Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen +++
Das Coronavirus ist noch nicht besiegt, sagt der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Das Virus werde auch nie ganz verschwinden. Daher sei es in der aktuellen Situation wichtig, die Fallzahlen niedrig zu halten. Man müsse immer damit rechnen, "dass das Virus zurückkehrt". Nur mit Wachsamkeit sei eine Rückkehr zur Normalität möglich. Wieler betont die Bedeutung des Impfens, gerade für die vulnerablen Gruppen der Gesellschaft. So sei die positive Entwicklung auf den Intensivstationen zurückzuführen auf die guten Impfquoten bei den älteren Bevölkerungsgruppen. Aber es seien eben noch nicht alle geschützt, und auch eine Impfung schütze nicht zu 100 Prozent vor einer Erkrankung. "Wir haben derzeit noch 40 Ausbrüche in Alten- und Pflegeeinrichtungen", mahnt Wieler.

+++ 12:04 Spahn zufrieden angesichts der drei "I" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Verlauf der dritten Welle in Deutschland sehr positiv. Er mache dies an den drei "I" fest, sagt der CDU-Politiker. Inzidenz und Intensivbettenbelegung würden sinken, die Impfquote steigen. Genau so käme Deutschland aus der Krise heraus.

+++ 12:00 EU fordert von China Auskunft über Corona-Ursprung +++
EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern von China, die Ursprünge des Coronavirus aufzuklären. Volle Transparenz sei nötig, Wissenschaftler müssten vollen Zugang zu Einrichtungen haben, sagen beide übereinstimmend. Hintergrund ist eine internationale Debatte, ob das Virus aus einem chinesischen Forschungslabor stammt. Die chinesische Regierung bestreitet dies.

+++ 11:27 Zweitbester Impftag in Deutschland +++
Das Impfen nimmt wieder Fahrt auf. In Deutschland wurden gestern 1.280.338 Spritzen gesetzt, das ist der zweithöchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne. Besonders die Zweitimpfungen fallen dabei ins Gewicht. Über 800.000 Menschen bekamen die zweite Dosis und verfügen nun über einen Vollschutz. In Prozentzahlen bedeutet dies nun: 47 Prozent haben hierzulande mindestens eine Impfdosis erhalten. 23,9 Prozent sind vollständig geimpft.

+++ 11:20 Dänemark schafft Maskenpflicht ab +++
In Dänemark wird man ab nächster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endgültig am 1. September fallen. Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Regierung mit dem Großteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt. Bereits ab Freitag dürfen Restaurants und weitere Lokale bis Mitternacht offen bleiben, ab Mitte Juli wird das bis auf 2 Uhr ausgeweitet. Auch das Verbot zum Verkauf von Alkohol zu später Stunde wird ab Freitag gelockert.

+++ 10:40 "Wird Mutation geben, gegen die Impfstoff nicht hilft" +++
Voranschreitende Impfungen und der nahende Sommer können die Corona-Lage in Deutschland entspannen. Doch was passiert danach? Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht erläutert, welche Faktoren im Herbst wichtig werden und welche Gefahr von weiteren Mutationen ausgeht.

+++ 10:25 Spaniens Fußballer bekommen Biontech zum EM-Start +++
Die spanischen Fußball-Nationalspieler sollen Medienberichten zufolge mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft werden. Das soll Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Dias unter anderem laut "El Pais" bestätigt haben. Zunächst war immer angenommen worden, dass die Spanier im Falle einer Impfung das Vakzin von Johnson und Johnson bekommen würden. Dabei wäre nur eine Impfung nötig gewesen. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech muss zweimal gespritzt werden. Laut der Zeitung würde die zweite Dosis am 30. Juni verabreicht. Das würde auch bedeuten, dass die Vorbereitung der Spanier für die EM erheblich beeinträchtigt werden könnte, sollten sich die Spieler, die noch nicht geimpft wurden oder eine Infektion überstanden haben, kurz vor dem ersten Gruppenspiel am Montag in Sevilla gegen Schweden impfen lassen.

+++ 10:10 EU fördert mRNA-Impfstoffproduktion in Afrika mit 1 Milliarde +++
Die EU wird den Aufbau von mRNA-Impfstoffproduktion in Afrika nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit einer Milliarde Euro unterstützen. Dies sei nicht nur für die Herstellung von Corona-Impfstoffen wichtig, so von der Leyen.

+++ 10:03 Apotheken bekommen 18 Euro pro Impfzertifikat +++
Ärzte und Apotheker werden der Novelle der Corona-Impfverordnung nach eine zusätzliche Vergütung für die Ausstellung von Covid-19-Impfzertifikaten erhalten. "Der Aufwand soll vergütet werden“, erklärte bereits vor zwei Wochen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Begründung: Mit der Ausstellung seien auch "Prüfaufgaben verbunden". Für die Bescheinigungen nach einer Impfung in der eigenen Praxis sollen Ärzte künftig 6 Euro zusätzlich erhalten. Der Betrag reduziert sich jedoch auf 2 Euro, wenn das Zertifikat mittels des Praxisverwaltungssystems (PVS) erstellt wird. Deutlich besser vergütet werden sollen Ärzte und Apotheker für nachträgliche Zertifikate für Impflinge, die im Impfzentrum oder bei anderen Ärzten, etwa Betriebsärzten, geimpft wurden. Dafür sollen sie 18 Euro erhalten. Hintergrund ist der deutlich höhere Aufwand durch Prüfung der "geeigneten Nachweise". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:30 Testzentren: Weniger Geld, mehr Kontrolle +++
Das Bundesgesundheitsministerium legt in Abstimmung mit den anderen Ministerien eine neue Testverordnung vor. Der Entwurf, der ntv vorliegt, sieht vor, dass private Corona-Testzentren nur noch individuell und nach Prüfung zugelassen werden. Eine Zulassung per sogenannter Allgemeinverfügung ist nicht mehr möglich. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen zudem künftig überprüfen, ob die Abrechnungen der einzelnen Corona-Testzentren auch plausibel sind. Auch stichprobenartige Kontrollen sind vorgesehen. Mit der Prüfung soll künftig Missbrauch bei den Testzentren verhindert werden. Die Vergütung wird gesenkt. Und zwar auf 8 Euro für die Durchführung der Tests zuzüglich 4,50 Euro für Sachkosten.

+++ 09:10 Tourismus in Deutschland am Boden +++
Der Tourismus in Deutschland kommt noch nicht wieder in Schwung. Im April wurden 8,5 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gezählt. Das waren zwar fast doppelt so viele Übernachtungen wie im von der Corona-Krise stark beeinträchtigten April 2020, aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen im April des Vorkrisenjahres 2019 (minus 79,0 Prozent). Im Vergleich zum April 2019 war die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland dabei um 77,0 Prozent geringer. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland sank gegenüber dem April 2019 um 88,1 Prozent.

+++ 08:47 Großbritannien am Beginn der nächsten Welle? +++
In Großbritannien steigt die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 wieder deutlich. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC berichtet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt zugleich auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird. Trotz der steigenden Zahlen wird in England aber weiter über die für den 21. Juni angepeilte Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gestritten. Lobby-Verbände und Vertreter der Kulturbranche machen Druck auf die Regierung, auf den Schutz der Impfkampagne zu vertrauen und weiter zu lockern. Premier Boris Johnson äußerte sich zuletzt zurückhaltend. Eine Entscheidung soll am 14. Juni verkündet werden. Mittlerweile haben mehr als 54 Prozent der erwachsenen Briten einen vollständigen Impfschutz, mehr als 77 Prozent immerhin die erste Dosis bekommen. Allerdings gilt der Schutz der Erstimpfung bei der Delta-Variante als deutlich geringer als bei anderen Typen.

+++ 08:26 Ex-Hotspot Tirschenreuth nun Corona-frei +++
Zwei Kreise in Deutschland haben es geschafft: Inzidenz 0. Nur 12 Kreise liegen noch über der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen. Neben Schwerin liegt die Sieben-Tage-Inzidenz auch im Kreis Tirschenreuth nun bei 0. Dabei war der Kreis einst einer der Hotspots in Deutschland. So verzeichnete Tirschenreuth am 3. April mit 571 sogar die höchste Sieben-Tage-Inzidenz der gesamten Republik.

+++ 08:04 Indien meldet über 6000 Tote an einem Tag +++
Indien verzeichnet 6148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden und damit einen neuen weltweiten Höchstwert. Allerdings wurden im Bundesstaat Bihar die Todeszahlen wegen einer neuen Erfassung um rund 4000 Fälle nach oben korrigiert. Hier werden nun auch Fälle berücksichtigt, bei denen Menschen zu Hause oder in privaten Kliniken an Covid-19 starben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in dem südasiatischen Land auf 359.676. Das ist der dritthöchste Wert weltweit nach den USA und Brasilien. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen erhöhte sich in Indien um 94.052 auf 29,2 Millionen. Die täglich gemeldeten Neuinfektionen waren zuletzt unter die Schwelle von 100.000 gefallen, nachdem es Anfang Mai teils noch über 400.000 gewesen waren. Das Gesundheitssystem war teilweise überlastet, in Kliniken wurden Intensivbetten knapp.

+++ 07:55 Weil will bundeseinheitliche Regelungen für Großveranstaltungen +++
Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen fordert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vor den neuen Bund-Länder-Beratungen bundesweite Regelungen für Großveranstaltungen wie etwa Volksfeste. "Das wäre auf jeden Fall von Vorteil", sagt der SPD-Politiker am Morgen. Denn es gehe häufig um Veranstaltungen mit einem ähnlichen Format. "Deswegen wäre es gut, wenn wir einheitliche Maßstäbe hätten." Dabei gehe es um Kapazitätsbegrenzungen, Impfungen und Testungen sowie klare Hygienekonzepte. "Dann kann man sich langsam aber sicher auch wieder an größere Veranstaltungen herantasten."

+++ 07:47 Mexiko und Peru: Fast jeder zehnte Infizierte stirbt +++
Die Zahlen sind nur bedingt vergleichbar, denn weltweit werden die Zahlen der Corona-Neuinfektionen, der behandelten Patienten und auch der an Covid-19 Verstorbenen unterschiedlich akribisch erfasst und ausgewertet. Manche Länder, wie die Türkei, stehen auch im Verdacht, die Zahlen mit Absicht und trotz besseren Wissens kleinzuhalten. So gibt das Land an, dass nur 0,9 Prozent der Infizierten verstarben. Ein vergleichsweise sehr niedriger Wert. Auf der anderen Seite stehen Peru und Mexiko. Fast jeder zehnte entdeckte Infizierte überlebte in den beiden Ländern die Corona-Erkrankung nicht. Möglicherweise wurden hier aber viele Infektionen gar nicht erfasst, was die Sterbe-Quote steigen ließ.

+++ 07:13 Drei Länder mit Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 +++
In drei Bundesländern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter 10: In Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dort nähert sich die Marke bereits der 5. Die rote Laterne, wenn man angesichts der gesunkenen Zahlen davon überhaupt noch sprechen kann, hält weiterhin Baden-Württemberg mit einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von 25,9.

+++ 07:03 Digitaler Impfpass startet +++
Eine vollständige Corona-Impfung wird man künftig auch per Smartphone nachweisen können. Der digitale Impfpass geht heute an den Start. Gesundheitsminister Jens Spahn will die Einzelheiten dazu am Vormittag vorstellen. Die Anwendung namens "CovPass" soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Auch die Corona-Warn-App verfügt über die entsprechende Funktion. Dabei geht es um eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Vorgesehen ist auch, dass sich mehrere Millionen bereits geimpfte Menschen den digitalen Nachweis etwa bei Ärzten und Apotheken nachträglich besorgen können.

+++ 06:25 Corona macht Reiche noch reicher +++
Die Menschen, sagen wir die bessergestellten Menschen, sind in den vergangenen 18 Monaten vermögender geworden. Rund um den Globus konnten sie einer Studie zufolge im Corona-Krisenjahr 2020 in der Summe so viel Reichtum anhäufen wie nie. Das private Finanzvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr demnach um gut 8 Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar (rund 205 Billionen Euro). Dazu trugen vor allem steigende Börsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Das Vermögen ist jedoch ungleich verteilt: Vor allem der Club der Reichen und Superreichen wuchs kräftig, wie die Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) zeigt. In Deutschland stieg das private Finanzvermögen unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen um rund sechs Prozent auf rund 9 Billionen Dollar. Das Sachvermögen erhöhte sich um fünf Prozent auf 13 Billionen Dollar. Abzüglich der Schulden besaßen die privaten Haushalte in Deutschland insgesamt knapp 20 Billionen Dollar. Der Club der Superreichen mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar wuchs im Krisenjahr weltweit um 6000 auf rund 60.000 Mitglieder. Diese besitzen den Angaben zufolge 15 Prozent des weltweit investierbaren Vermögens. In Deutschland leben demnach 2900 Superreiche, Platz drei im globalen Ranking. An der Spitze stehen die USA, gefolgt von China. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:07 STIKO: Etliche Menschen trotz Impfung ohne Schutz +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens sagt: "Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen." Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus. Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern. "Man nennt das Kokonstrategie", so Mertens. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert. Im Moment könne man noch nicht abschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut hätten. "Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:02 RKI meldet knapp 3200 Neuinfektionen binnen eines Tages +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter 3187 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Donnerstag vor einer Woche waren es noch mehr als 4600 nachgewiesene Corona-Fälle. Wie aus dem RKI-Dashboard vom Morgen hervorgeht, zählen die Gesundheitsämter 94 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt mittlerweile bei 3.709.129. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle steigt auf 89.585. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:00 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 19,3 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiter leicht gesunken und liegt nun bei 19,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 34,1. Er ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen und gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:56 Apotheken fordern mehr Geld +++
Die Apotheken, könnte man meinen, haben die Pandemie-Zeit eher gut überstanden. Stichwort 6 Euro Kostenerstattung pro Maske im Herbst 2020. Nun fordern sie aber mehr Geld. Und zwar für die Impfstofflieferungen an Privat-, Betriebs-, und Kassenärzte. "Der Aufwand, der in den Apotheken betrieben werden muss, um eine in einer derartigen Mangelsituation im Wesentlichen reibungslose Lieferung zu gewährleisten, ist enorm", sagt der Deutsche Apothekerverband (DAV). "Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht, die schwierige Versorgungssituation wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben", so der DAV-Vorsitzende, Thomas Dittrich. Derzeit erhielten Apotheker pro abgegebenem Impfstoff-Fläschchen 6,58 Euro. Das seit "weit entfernt von den tatsächlich in den Apotheken anfallenden Kosten". Die Politik fordert er auf, "Anpassungen der Vergütung vorzunehmen, um den Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine kostendeckende Lieferung der Corona-Impfstoffe an die Ärzte zu ermöglichen".

+++ 05:46 Künftige GEW-Chefin: Schulschließungen sind vermeidbar +++
Die designierte Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, hält lange Corona-bedingte Schulschließungen im neuen Schuljahr für höchstwahrscheinlich verzichtbar. "Das ist nicht noch einmal vorstellbar. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal in eine Situation kommen, in der Schulen mehrere Monate geschlossen werden müssen", sagte sie. Finnern soll heute beim digitalen Gewerkschaftstag der GEW zur neuen Vorsitzenden gewählt werden. Die bisherige NRW-Landeschefin löst damit die langjährige Vorsitzende Marlis Tepe ab. "Wichtig ist, dass die Bundesländer jetzt die Phase bis zum kommenden Schuljahr nutzen, um in den Schulen zu investieren", sagte Finnern. Es gehe nicht nur um Luftfiltergeräte, sondern auch darum, dass Fenster sich öffnen lassen, Heizungen funktionieren und es in jedem Raum ein Waschbecken gibt.

+++ 04:26 Bundesrechnungshof kritisiert Regierung scharf für Corona-Politik +++
Der Bundesrechnungshof hat scharfe Kritik an einer Reihe von Entscheidungen der Bundesregierung in der Pandemie geübt. "Der Bundesrechnungshof fordert, bei künftigen Maßnahmen zu Lasten der Steuerzahler stärker auf eine ordnungsgemäße und wirtschaftliche Mittelverwendung zu achten", heißt es laut "Welt" in einem Bericht der Rechnungsprüfer. Etwa hätte die Erstattung in Höhe von sechs Euro pro Schutzmaske "zu einer deutlichen Überkompensation zu Gunsten der Apotheken" geführt, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Gleiches gelte für den ab Februar auf 3,90 Euro pro Maske abgesenkten Erstattungsbetrag. Auch das System der Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser habe "unerwünschte Mitnahmeeffekte" eröffnet. Der Bundesrechnungshof betont dem Bericht zufolge, dass "die gezielte Steuerung und laufende Kontrolle der eingesetzten Mittel" stets gewährleistet bleiben müsse.

+++ 03:34 Veranstaltungswirtschaft will Events ohne Abstandsregeln +++
Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) fordert von der Politik Rahmenbedingungen, wie Veranstaltungen ohne Abstandsregeln wieder möglich sein können. "Es ist nicht erkennbar, was noch geschehen soll, damit die Branche endlich wieder Geld verdienen kann anstatt auf staatliche Hilfen angewiesen zu bleiben", sagt BDKV-Präsident Jens Michow den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Branche sei in der Lage, nur geimpften, getesteten oder genesenen Personen den Zutritt zu Veranstaltungen zu gewähren. "Sofern sich die aktuelle Entwicklung der Inzidenzrate fortsetzt, ist für mich nicht erkennbar, wieso Kapazitätseinschränkungen in Veranstaltungsstätten noch verhältnismäßig sein sollten."

+++ 02:23 Ramelow für komplette Öffnung im Herbst +++
Kurz vorm nächsten Bund-Länder-Gipfel hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken für eine umfassende Öffnung des gesellschaftlichen Lebens im Herbst ausgesprochen. "Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen", sagt Ramelow der "Rheinischen Post". Man habe dieses Jahr eine höhere Resilienz durch den Impfstoff, wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. "Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten. Wir haben in Thüringen, Stand jetzt, wahrscheinlich zwei Impftote. Das bedauere ich sehr und wir unterstützen auch Angehörige. Aber bei zwei zu einer Million sind die Risiken abschätzbar und erklärbar." Normalität heiße, mit Risiken zu leben. Der Staat müsse entsprechend Vorsorge treffen, wenn die Infektionen wieder ansteigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:16 Spahn will ab Juli 5,50 Euro weniger pro Schnelltest erstatten +++
Nach Betrugsfällen in Testzentren sollen die Kontrollen verschärft und die staatliche Kostenerstattung verringert werden. Private Betreiber von Teststellen sollen vom 1. Juli an nicht mehr 18 Euro, sondern nur noch bis zu 12,50 Euro pro Schnelltest abrechnen können, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus dem Entwurf einer neuen Corona-Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU berichten. In der künftigen Erstattungssumme seien acht Euro für die Dienstleistung und bis zu 4,50 Euro für Sachkosten enthalten. Zudem würden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, mehr Kontrollen durchzuführen. "Die Kassenärztliche Vereinigung hat stichprobenartig und, sofern dazu Veranlassung besteht, gezielte Prüfungen durchzuführen."

+++ 00:20 Kretschmer fordert Kostenanalyse der Pandemie +++
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer von der CDU erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag eine Bilanz der Corona-Bekämpfung und eine ehrliche Analyse der Finanzsituation. "Wir müssen offen über die Probleme, die Traumata, die Lage der Kinder und Jugendlichen sprechen. Auch über die Kosten dieser Pandemie von 400 Milliarden Euro", sagt Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Viele neue Leistungsgesetze in den vergangenen Jahren und die Anstrengungen in dieser Pandemie hätten Deutschland in eine Situation gebracht, "dass keine nennenswerten großen neuen Sozialausgaben mehr zu schultern sind in den nächsten Jahren". Die Schulden dürften nicht den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden. "Das muss unsere Generation zurückzahlen."

+++ 23:41 Scholz vermeidet klare Rücktrittsforderung an Spahn im Maskenstreit +++
Im Gegensatz zur SPD-Spitze hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken eine klare Rücktrittsforderung an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU vermieden. "Ich sage, dass es jetzt Fragen zu beantworten gibt", sagte der Bundesfinanzminister in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Zum Rücktritt forderte er Spahn aber trotz mehrfacher Nachfrage nicht auf. Von der SPD-Spitze hatte es zuvor scharfe Angriffe mit konkreten Rücktrittsforderungen an den Gesundheitsminister gegeben.

+++ 22:33 Frankreichs Premier muss in Quarantäne +++
Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf sein Amt berichtete. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren. Ein erster Corona-Test bei ihm sei negativ gewesen. Der 55-Jährige ist bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft.

+++ 21:59 Maskenstreit in der GroKo: Söder denkt laut über Heil-Rücktritt nach +++
Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.

+++ 21:32 Deutschland macht so wenig PCR-Tests wie seit August 2020 nicht +++
In der vergangenen Woche wurden in Deutschland noch 871.457 PCR-Tests durchgeführt, wie aus den von Laboren beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Angaben hervorgeht. Damit wurden in der zweiten Woche in Folge weniger als eine Million Menschen getestet - und so wenige wie zuletzt im August 2020. Der Anteil der positiven Tests an den insgesamt durchgeführten sank in der siebten Woche in Folge und liegt nun bei 3,12 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte Oktober 2020.

+++ 21:04 USA kaufen offenbar 500 Millionen Biontech-Dosen für den Rest der Welt +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Laut "New York Times" sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

+++ 20:32 Aktuelle Datenlage: Länder melden 3333 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.707.299 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3333 neue Fälle hinzu. Das sind 1638 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 107 auf 89.525. Am Mittwoch der Vorwoche waren 191 Menschen gestorben. Als aktuell infiziert gelten rund 60.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,72 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,74 (Vortag: 0,71). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1598 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1042 davon werden beatmet. Rund 4300 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:08 Milliarden-Deal: USA wollen experimentelles Corona-Medikament kaufen +++
Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmäßige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA für rund 1,2 Milliarden Dollar 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium in Washington. Molnupiravir befindet sich derzeit in Phase 3 der klinischen Tests. Die Studienergebnisse werden für den Herbst erwartet. Die Behandlung mit Molnupiravir dauert fünf Tage. Vorläufige Ergebnisse hatten gezeigt, dass sich die Virenlast bei Corona-Patienten bis zum fünften Behandlungstag erheblich reduziert hatte. In der Kontrollgruppe war dies nur bei rund einem Viertel der Testpersonen der Fall gewesen. Molnupiravir wurde auch in klinischen Studien gegen Viruserkrankungen wie Influenza und Ebola getestet, ist jedoch gegen diese Krankheiten nicht zugelassen.

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Quelle: ntv.de

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